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Dortmund: Erstes Filmfestival in NRW wieder vor Kino-Publikum

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Drei Besucherinnen sitzen in einer der ersten Filmvorstellung nach langer coronabedingter Schließung von Kinos.
Seit kurzem können die Kinos in NRW wieder öffnen, doch das Publikum fällt aktuell noch eher klein aus. © Julian Stratenschulte/dpa

Endlich wieder Kino: In Dortmund lädt das Internationale Frauenfilmfest ins Traditionskino Schauburg. Damit kehrt in der Branche wieder etwas Normalität zurück.

Dortmund – Nach langer Corona-Pause endlich wieder auf großer Leinwand und im Kinosessel: Das Internationale Frauenfilmfest in Dortmund zeigt ab Mittwochabend (20:15 Uhr) als erstes Filmfestival in Nordrhein-Westfalen einige seiner besonderen Programm-Höhepunkte im Kino Schauburg, wie eine Sprecherin kurz zuvor angekündigt hatte. Unter Hygieneauflagen soll es bis zum 20. Juni allabendliche Filmvorstellungen vor Publikum geben.

Die aktuellen Corona-Bestimmungen lassen unter Auflagen mit getesteten, geimpften oder genesenen Besuchern Kino-Vorstellungen regional bereits jetzt zu. Die Mehrheit der Kinos bundesweit will aber erst am 1. Juli wieder starten. Bisher haben vor allem Open-Air-Kinos wie das Sion Sommerkino in Köln oder das Vier Linden in Düsseldorf geöffnet.

Dortmund: Frauenfilmfest findet abseits der Vorstellungen weiter Online statt

Den Anfang beim Festival in Dortmund macht der oscarnominierte Film „Quo Vadis, Aida?“ von der bosnischen Filmemacherin Jasmila Žbanić. Im Mittelpunkt steht in Bosnien im Jahr 1995 die Englischlehrerin Aida mit ihrem Schicksal nach der Machtübernahme durch die serbische Armee.

Zu sehen sind auch etwa die Natur-Doku „Becoming Animal“ am 17. Juni oder „The Man Who Sold His Skin“ (20. Juni) von der Tunesierin Kaouther Ben Hania: Um dem Krieg in Syrien zu entkommen, lässt sich Sam Ali den Rücken tätowieren und gelangt als Kunstobjekt nach Europa.

Auch wenn die Corona-Neuinfektionen seit einigen Wochen sinken, bleibt das Frauenfilmfest Dortmund und Köln aber ansonsten dieses Jahr im Online-Format. Rund um die Uhr sind 70 aktuelle, internationale Filme abrufbar sowie Gespräche mit Gästen aus aller Welt. Das IFFF, das normalerweise im jährlichen Wechsel in Köln oder Dortmund stattfindet, war in den 1980er Jahren aus der Frauenbewegung hervorgegangen. (dpa/lnw)

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