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Holzkohlegrill in Wohnung angemacht: Feuerwehr rettet Bewohner - und warnt

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Von: Daniel Großert

In Dortmund (NRW) haben Menschen einen Holzkohlegrill angemacht - in ihrer Wohnung. Die Feuerwehr rettete die Bewohner - und warnt eindringlich.

Dortmund (NRW) - Grillen gehört für viele Menschen im Sommer zu den liebsten Beschäftigungen. Im Winter verhindert das Wetter meistens, dass man ihr im Freien nachgehen kann. Drei Menschen aus Dortmund in Nordrhein-Westfalen hat die Jahreszeit aber nicht davon abgehalten: Sie feuerten in einer Wohnung einen Holzkohlegrill an. Die Feuerwehr musste anrücken - und warnt eindringlich.

StadtDortmund
Fläche280,7 km²
Bevölkerung587.010 (2019)

Dortmund/NRW: Holzkohlegrill in Wohnung angemacht - Feuerwehr rettet Bewohner

Dass die Brandschützer auf den Fall aufmerksam wurden, ist allerdings nur einem Zufall zu verdanken. Denn ursprünglich war der Rettungsdienst am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr zu einem Einsatz in die Gronaustraße in der Dortmunder Nordstadt alarmiert worden. Im Treppenhaus eines Hauses schlug dann der Kohlenmonoxid-Warnmelder der Einsatzkräfte aus. Routinemäßig meldeten sie das der Einsatzleitstelle und brachten die Personen aus der betroffenen Wohnung ins Treppenhaus.

Ein Löschzug der Feuerwehr rückte daraufhin an, um die Ursache für die Gasbelastung zu finden. Lange mussten die Einsatzkräfte aber nicht suchen: Sie fanden in der Wohnung einen brennenden Holzkohegrill, den sie direkt nach draußen brachten und ablöschten.

Die drei Bewohner der Wohnung brachte der Rettungsdienst schließlich zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Um eine Gefährdung für weitere Bewohner des Hauses in Dortmund auszuschließen, führte die Feuerwehr unterdessen Gasmessungen durch. „Letztendlich war der Gasaustritt auf die betroffene Wohnung begrenzt“, heißt es im Einsatzbericht.

Dortmund/NRW: Feuerwehr warnt vor Kohlenmonoxid - „in hohen Konzentrationen tödlich“

Die Feuerwehr, die mit rund 25 Einsatzkräften angerückt war, beendete ihren Einsatz nach etwa einer Stunde. Die Brandschützer warnen nach dem Vorfall in Dortmund eindringlich: „In geschlossenen Räumen, dazu gehören auch Garagen und Gartenhäuser, darf nicht gegrillt werden.“ Kohlenstoffmonoxid sei ein farb-, geschmack- und geruchloses Gas und könne nur mit Messgeräten nachgewiesen werden. „Es entsteht bei Verbrennungsprozessen und ist bei langanhaltenden oder hohen Konzentrationen tödlich“, warnt die Feuerwehr.

Auch die Polizei hatte es in Dortmund mit einem besonders cleveren Mann zu tun: Ein Fahranfänger lieferte sich vor der Polizei ein illegales Rennen. Seinen Führerschein, den er erst seit drei Monaten hat, ist er wieder los. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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