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Land sagt Nein: Dortmund darf Schulen wegen Impfstopps nicht schließen

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Karl-Josef Laumann (r ,CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, und Ministerpräsident Armin Laschet
Karl-Josef Laumann (r. ,CDU), Gesundheitsminister von NRW, und Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) informieren am Dienstag zur Lage in der Corona-Pandemie. © Marcel Kusch

Dortmund wollte nach dem Astrazeneca-Impfstopp die Schulen wieder schließen. Die Öffnungsbedingungen seien laut Stadt nicht mehr gegeben. Doch das Land NRW lässt das nicht zu.

Update vom 16. März, 18:26 Uhr: Die drittgrößte NRW-Stadt Dortmund wollte die Schulen nach dem Impfstopp und wegen landesweit steigender Inzidenzen schließen. Doch das Land erteilt der Stadt eine Absage. Auch die landesweit steigenden Corona-Infektionszahlen seien keine Begründung für eine Schließung.

Das stellte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag nach einem Antrag der Stadt in einer Pressekonferenz in Düsseldorf klar. Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) hatte die angestrebte Schließung aller Schulen auch mit dem vorläufigen Impfstopps des Astrazeneca-Vakzins begründet.

„Wir sind der festen Überzeugung, dass es in diesem Moment überhaupt keinen Sinn macht, die Schulen zu öffnen“, sagte Dortmunds OB nach einer Sitzung des Verwaltungsvorstandes. Das Öffnungskonzept der Schulen sei geknüpft an Impfungen und Tests. Mit dem vorläufigen Impfstopp von Astrazeneca fehle die Geschäftsgrundlage für den Gesamtplan. Man habe Lehrer damit impfen wollen.

Laumann sagte, bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 71,2 Neuinfektionen unter 100 000 Einwohner binnen einer Woche in Dortmund kämen Schulschließungen nicht infrage. Er kritisierte, dass der Stadt offenbar keine anderen Maßnahmen einfielen.

Wegen Impfstopps: Dortmund will Schulen schließen

Erstmeldung vom 16. März, 14:12: Dortmund – Nach dem Impfstopp von Astrazeneca und wegen steigender Corona-Infektionszahlen will die Stadt Dortmund die Schulen schließen. „Wir sind der festen Überzeugung, dass es in diesem Moment überhaupt keinen Sinn macht, die Schulen zu öffnen.

Deswegen haben wir den dringenden Appell an die Schulministerin, die Schulöffnung und das Hochfahren des Präsenzunterrichts sofort zu beenden“, sagte Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Verwaltungsvorstandes. Ein ähnlicher Antrag vom Kreis Düren war erst vergangene Woche gescheitert.

Schulschließung in Dortmund: Anfrage ans Gesundheitsministerium raus – Impfstopp Grund für Schließung

Die Stadt habe gegenüber dem NRW-Gesundheitsministerium angezeigt, dass Dortmund beabsichtige, die Schulen ab Mittwoch zu schließen. „Jetzt warten wir mal auf die Antwort“, sagte Westphal. Höre man nichts, setzte man den Plan um.

Aus Sicht der Stadt Dortmund sei das Öffnungskonzept der Schulen geknüpft an Impfungen und Tests, erklärte er. Seit Bekanntgabe des vorläufigen Impfstopps von Astrazeneca fehle die Geschäftsgrundlage für diesen Gesamtplan von „Impfen, Testen, Öffnen“. Erst zu Beginn der Woche lief die Lieferung der Corona-Selbsttests für NRW-Schulen an. (dpa)

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