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Angriff auf Tattoo-Studio in Dortmund: Polizei vermutet Clan- und Rockerstreit

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Einsatzwagen der Polizei mit Blaulicht.
Die Polizei sucht Zeugen eines Überfalls in Dortmund (Symbolbild). © Ralph Peters / Imago

Am Montag hat eine größere Gruppe teils maskierter Personen ein Tattoo-Studio in Dortmund angegriffen und eine Person verletzt.

Dortmund – Etwa 20 bis 30 dunkel gekleidete und teilweise maskierte Personen haben am Montag (11. Oktober) gegen 17:30 Uhr ein Tattoo-Studio in Dortmund angegriffen. Sie beschädigten eine Schaufensterscheibe und verletzten in dem Studio eine Person, wie die Polizei am Abend mitteilte. Anschließend sei die Gruppe in Richtung Innenstadt geflüchtet. Für Unbeteiligte habe keine Gefahr bestanden.

Angriff auf Tattoo-Studio in Dortmund: Maskierte verletzten Person und beschädigen Scheibe

Zu den Hintergründen konnte die Polizei am Abend der Tat an der Rheinischen Straße/Ecke Siemensstraße noch keine Angaben machen. Sie baten Zeugen, sich bei der Kriminalwache zu melden. Mittlerweile geht die Polizei von einer Auseinandersetzung im Clan- und Rockermilieu aus. Laut Mitteilung von Dienstag hat Polizeipräsident Gregor Lange seine Beamten mit erweiterten Befugnissen bei der Fahndung ausgestattet. Personen und Fahrzeuge dürfen demnach überprüft werden, um schwere Straftaten zu verhindern.

Die Polizei nahm inzwischen einen bewaffneten Mann fest und stellte eine Pistole, Baseballschläger und einen Schlagstock sicher. Das Landeskriminalamt ist in die Ermittlungen um schweren Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Waffengesetz eingeschaltet.

Tattoo-Studio in Dortmund angegriffen: „Macht-Ansprüche“ in beiden Milieus

Lange sagt laut Mitteilung in Bezug auf die Clan- und Rockergruppen: „Mehrere Personen aus den Führungsebenen beider Milieus befinden sich nach Ermittlungen, Anklagen und Urteilen in Strafhaft oder auf der Flucht. Das führte in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder zu einem Macht-Vakuum und als Reaktion darauf wiederholt zu Macht-Ansprüchen.“ (dpa/ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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