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Das ist Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen

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Stephan Holthoff-Pförtner, (CDU) Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Nordrhein-Westfalen bei einer Kabinetts-Pressekonferenz zur weiteren Umsetzung der Ruhrkonferenz
Stephan Holthoff-Pförtner, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten in NRW © picture alliance/dpa | Fabian Strauch

Dr. Stephan Holthoff-Pförtner kann auf eine erfolgreiche Karriere als Rechtsanwalt und Notar sowie als Politiker zurückblicken.

München – Am 10. Juli 2013 wurde bekannt, dass Dr. Stephan Holthoff-Pförtner kurz zuvor seinen langjährigen Lebenspartner und Anwaltskollegen Klaus M. Sälzer am Tegernsee geheiratet hatte. Dabei nahmen teilweise prominente Gäste an der Zeremonie und dem anschließenden Fest teil, unter anderem Altkanzler Helmut Kohl, der FDP-Chef Guido Westerwelle sowie Kanzleramtsminister Roland Pofalla.

Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: Herkunft und Ausbildung

Stephan Pförtner wurde am 5. Oktober 1948 in Essen geboren. Im Jahre 1969 legte er in seiner Heimatstadt am Carl-Humann-Gymnasium das Abitur ab. Im gleichen Jahr nahm er das Studium der Rechts- und Staatswissenschaft sowie der Volkswirtschaftslehre an der Universität Freiburg auf. 1976 legte er das Erste Juristische Staatsexamen und 1980 das Zweite ab. Anschließend wurde er als Rechtsanwalt zugelassen und gründete dann die Sozietät Holthoff-Pförtner Rechtsanwälte und Notare. 1990 wurde Stephan Pförtner als Notar in Essen zugelassen. Im Jahre 1999 wurde Dr. Stephan Holthoff-Pförtner der Doktortitel von der Universität Hannover verliehen.

Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: Tätigkeit als Rechtsanwalt und Notar

Dr. Stephan Holthoff-Pförtner vertrat im Laufe seiner Tätigkeit als Anwalt zahlreiche prominente Mandanten. Dazu gehörte auch der Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl, dessen Strafverteidigung er in der Spendenaffäre übernahm. Er erreichte die Einstellung des Verfahrens gegen eine Strafzahlung von 300.000 Euro. Später regelte er den Nachlass des verstorbenen Alt-Bundeskanzlers.

Darüber hinaus zählten diese Persönlichkeiten zu seiner Mandantschaft:

Dr. Stephan Holthoff-Pförtner ließ sich von der Verlegerin der Funke-Medien-Gruppe Gisela Holthoff adoptieren und wurde auf diese Weise Medienunternehmer. Er wurde durch Wahl im Jahre 2016 Präsident des Bundesverbandes der Zeitschriftenverleger. Aufgrund der Tatsache, dass er seine Position einer Adoption und nicht eigenen verlegerischen Leistungen zu verdanken hatte, war er als Lobbyist der Zeitungsverleger nicht unumstritten. Er legte dieses Amt nur ein Jahr später wieder nieder, nachdem er von Armin Laschet zum nordrhein-westfälischen Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales ernannt wurde. Dienstsitz ist Düsseldorf.

Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: Laufbahn als Politiker

Dr. Stephan Holthoff-Pförtner gehörte über viele Jahrzehnte als einfaches Mitglied der Partei CDU an, ohne ein wichtiges Amt zu bekleiden. Er war lediglich in der Zeit zwischen 1984 bis 1994 Mitglied des Essener Stadtrats. Erst ab 2015 begann die Karriere von Dr. Stephan Holthoff-Pförtner als Spitzenpolitiker, damals übernahm er kommissarisch die Funktion des Schatzmeisters als Mitglied des Vorstandes der nordrheinwestfälischen CDU. In diesem Amt wurde er ein Jahr später per Wahl bestätigt.

Im Jahr 2017 gelang dem Politiker ein Karrieresprung: Er wurde vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet am 30. Juni 2017 zum Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Medien ernannt. Das Ressort umfasste entsprechend dieser Bezeichnung ursprünglich auch Medien. Dr. Stephan Holthoff-Pförtner gab seinen Aufgabenbereich Medien jedoch nach nur zwei Monaten wieder auf, um Vorwürfen der Voreingenommenheit zuvorzukommen. Aufgrund seiner vormaligen Tätigkeit als einflussreicher Verbandsvorsitzender in der Medienwirtschaft und Chef eines großen Verlagshauses befürchtete er, die Öffentlichkeit könnte ihm unterstellen, sein Amt für Lobby-Tätigkeiten zu nutzen. In der Folge übernahm Ministerpräsident Armin Laschet selbst die Verantwortung für das Ressort Medien. Dabei wird er von der nordrhein-westfälischen Staatskanzel unterstützt. Auch in vielen anderen Bundesländern ist es üblich, dass die Staatskanzlei des Ministerpräsidenten den Aufgabenbereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit übernimmt.

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