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Junge klettert auf Güterzug und erleidet Stromschlag – Freunde mussten alles mitansehen

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Von: Sebastian Peters

Tödlicher Leichtsinn unter Jugendlichen - 2 Jungen sterben
Ein ähnlicher Fall erschütterte am 28. November 2020 den Norden von Deutschland. Damals starben zwei Jugendliche durch einen Stromschlag einer Oberleitung. (Archivbild) © Sebastian Peters

Ein 14-jähriger Junge klettert in Düren auf einen abgestellten Güterzug und erleidet einen Stromschlag. Seine Freunde wählen sofort den Notruf.

Düren – „Bahnstrom schlägt auch bei einer Distanz zum Leitungskabel von 1,50 m auf Personen über“, so warnt die Bundespolizei ausdrücklich vor diesen Jugendlichen Leichtsinn, der am Freitagnachmittag den 22. Juli 2022 beinah einem 14-jährigen Jungen das Leben kostete. Gegen 16:40 Uhr entschloss sich der Junge, zusammen mit seinen beiden Freunden, auf einen abgestellten Güterwaggon in Düren zu klettern. Ähnliche Vorfälle ereigneten sich letzten Sommer in Troisdorf, als ebenfalls ein 13- und ein 14-Jähriger auf einen Güterwaggon geklettert waren und vom Strom getroffen wurden. Beide Kinder starben an den Folgen des Unfalls.

Düren: Junge klettert auf Güterwaggon und erleidet Stromschlag – Freunde wählen den Notruf

Auf diesen Güterwaggon soll der 14-jährige Junge geklettert sein.
Auf diesen Güterwaggon soll der 14-jährige Junge geklettert sein. © Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

Als der Junge den Oberleitungen näher kam, sprang ein Lichtbogen plötzlich auf den Jungen über. Hochspannung von 15.000 Volt strömt durch den Körper. Lebensgefährlich! Geschockt mussten seine Freunde, ein 14-jähriger Junge und ein 14-jähriges Mädchen den Unfall von unten mit ansehen. Als der Junge regungslos zu Boden stürzte, wählten seine Freunde umgehend den Notruf. Mit schweren Verletzungen wird der Junge in ein Krankenhaus geflogen. Einsatzkräfte der Bundespolizei informierten währenddessen die Eltern des Kindes.

Die Bundespolizei nimmt diesen schrecklichen Vorfall erneut zum Anlasse, um vor den tödlichen Gefahren der Oberleitungen zu warnen. „Klären Sie ihre Kinder über die Gefahren der Bahnanlagen auf! Ausschließlich Bahnhöfe sind nur für den Reiseverkehr zu nutzen! Züge nähern sich geräuschlos und können bei hohen Geschwindigkeiten Sogwirkungen entwickeln“, mahnte die Bundespolizei eindringlich in einer Pressemitteilung. Ein ähnlicher Fall kostete im November 2020 zwei Jugendlichen bei Hamburg das Leben, berichtete 24hamburg.de. (sp) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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