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Düren: Alles Wichtige über die Stadt zwischen Aachen und Köln

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Stadt Düren
„Stadt Düren“ steht vor dem Rathaus © Rolf Vennenbernd dpa

Düren lädt mit Schloss Burgau, Herrenhäusern und Türmen der einstigen Stadtbefestigung auf eine historische Entdeckungstour ein.

Düren - Die Stadt Düren liegt in der Nordeifel und ist dem Bundesland Nordrhein-Westfalen zugehörig. Am 31.12.2020 waren dort 92.971 Einwohner gemeldet. Politisch vertreten werden sie durch ihren Bürgermeister Frank Peter Ulrich (*1969) (Stand 2021). Düren ist Kreisstadt des Kreis Düren.

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Düren – Stadt mit bewegter Geschichte

Das Jahr 747 erwähnt Düren erstmals urkundlich, um das 12. Jahrhundert begann der Bau der Stadtbefestigung. Im Verlauf der nächsten Jahrhunderte entwickelte sich Düren zu einem wichtigen Markt- und Handelsplatz für das Tuch- und Eisengewerbe. Das 17. Jahrhundert brachte große wirtschaftliche Not. Militärische Auseinandersetzungen und die Pest reduzierten die Einwohnerzahl markant. Mit der industriellen Revolution kam im 18. Jahrhundert der Umbruch. Dank fabrikmäßiger Fertigung erlebte das Metall- und Textilgewebe eine neue Blütezeit und brachte der Stadt wirtschaftlichen Wohlstand. Die Gründung der ersten Papiermühle im Jahr 1567 zog weitere nach sich und legte den Grundstein für eine florierende Papierindustrie.

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung veränderte sich das Bild der Stadt. Steigende Bevölkerungszahlen bedingten den Bau neuer Häuser. Wer genug Geld hatte, ließ sich eine prächtige Villa bauen. Dann kam der Zweite Weltkrieg und brachte Bomben, Tod und Zerstörung. 50 Luftangriffe hatte die Stadt bereits erdulden müssen, bevor am 16. November 1944 der historische Stadtkern innerhalb von 21 Minuten in Schutt und Asche gelegt wurde und 3.126 Menschen den Tod fanden. Alles was blieb, waren 13 Gebäude. Dass das Leben in Düren weiterging, davon zeugt der Wiederaufbau. Heute gilt Düren als wichtiges Zentrum des Einkaufs, der Verwaltung und der Wirtschaft.

Die Stadt Düren ist erfüllt von Geschichte, Kunst und Kultur

Der Luftangriff vom 16. November 1944 hinterließ tiefe Spuren. Bis heute erinnern in Düren Gebäude und Skulpturen an die Zeit des Zweiten Weltkrieges. So erinnert der „Flammenengel“ vor dem Rathaus an die Bombardierung Dürens, während die völlig zerstörte gotische Annakirche mit ihrem 100 Meter hohen Turm aus den Überresten auferstand und so zu einem der bedeutendsten Werke der Nachkriegsmoderne wurde. Spannende Einblicke in die Geschichte und Kultur der Stadt gewähren

Auf eine weitere Sehenswürdigkeit dürfen sich die Besucher von Schloss Burgau freuen. In der malerischen Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert ist heute ein Schlosscafé untergebracht, das seine Gäste zu einer Tasse Kaffee in historischem Ambiente einlädt. Im Anschluss empfiehlt sich ein Spaziergang durch die angrenzenden Wälder. Sehenswert sind ebenfalls Herrenhäuser wie Haus Pimmenich und Haus Rath oder die Türme und Mauerstücke der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Sie konnte dem Luftangriff in weiten Teilen standhalten. (Gabi Knapp)

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