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Mann am Flughafen Düsseldorf verhaftet – er soll Großbrand auf A40 verursacht haben

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Mit schwerem Gerät reißen Bauarbeiter eine Eisenbahnbrücke, die über die Autobahn A40 führt, ab.
Mit schwerem Gerät musste die beschädigte Eisenbahnbrücke über die A40 abgerissen werden. © Roland Weihrauch/dpa

Die Bundespolizei nahm am Flughafen Düsseldorf den Mann fest, der für den Großbrand auf der A40 im September 2020 verantwortlich sein soll.

Düsseldorf – Am 17. September 2020 sorgte der betrunkene Fahrer eines Tanklasters für einen Großbrand auf der A40. Eine Eisenbahnbrücke wurde schwer beschädigt und musste abgerissen werden. Immer wieder musste die Autobahn in Höhe Mülheim an der Ruhr in den vergangenen Monaten wegen Bauarbeiten für längere Zeit gesperrt werden. Nun konnte der mutmaßlich verantwortliche Lkw-Fahrer endlich gefasst werden.

Großbrand auf A40: Mutmaßlicher Täter bei Ausreise in Türkei verhaftet

Am Montagvormittag (23. August) nahm die Bundespolizei am Flughafen Düsseldorf den Mann fest, der im September des vergangenen Jahres betrunken den Unfall auf der A40 gebaut und damit den Brückenbrand verursacht haben soll. Der 42-jährige Deutsche wurde bei einer Ausreisekontrolle eines Fluges nach Antalya in der Türkei gefasst. Schon im Februar hatte das Amtsgericht in Mülheim einen Untersuchungshaftbefehl gegen den mutmaßlich verantwortlichen Lkw-Fahrer erlassen.

Dem Mann wird demnach vorgeworfen, „am 17. September 2020 in alkoholisiertem, fahruntüchtigem Zustand im Straßenverkehr als Berufskraftfahrer mit einem mehrere tausend Litern Kraftstoff beladenen Tanklastzug die Autobahn A40 in Mülheim an der Ruhr befahren zu haben“, wie ein Polizeisprecher am Dienstagvormittag mitteilt.

A40: Eisenbahnbrücke durch Großbrand zerstört – Mann drohen mehrere Jahre Haft

Betrunken soll dem Mann dann ein Fahrfehler unterlaufen sein, durch den er die Kontrolle über den Sattelzug verlor, auf die Gegenfahrbahn geriet und dort mit einem Auto kollidierte. „Dabei trat Kraftstoff aus, der sich unmittelbar entzündete und für einen Großbrand sorgte. Eine weitere Person, die zum Unfallzeitpunkt die Gegenfahrbahn befuhr, ist während des Unfalls verletzt worden“, berichtet der Polizeisprecher weiter.

Die Eisenbahnbrücke wurde durch das Feuer so schwer beschädigt, dass sie abgerissen werden musste. Auch der Fahrbahnbelag nahm großen Schaden. Obwohl es bereits seit Februar den Haftbefehl gegen den Beschuldigten gab, konnte er bislang nicht festgenommen werden. Er soll einen festen Wohnsitz und Familie in Essen haben, doch hielt sich seit dem Tag der Tat nicht mehr an seiner Meldeanschrift auf. Nun sitzt der Mann in U-Haft. Ihm droht laut Polizeiangaben eine „empfindliche Freiheitsstrafe“. (bs mit ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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