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Tantra Masseure sind Prostituierte ‒ und müssen deswegen bestimmte Dinge tun

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Von: Isabel Wetzel

Der Rücken eines Mannes wird massiert: Das Verwaltungsgericht in Düsseldorf hat entschieden, dass Tantra Massagen sexuelle Dienstleistungen sind.
Das Verwaltungsgericht in Düsseldorf hat entschieden, dass Tantra Massagen sexuelle Dienstleistungen sind. (Symbolbild) © Donal Husni/Imago

Eine Frage des Gesundheitsschutzes: Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat entschieden, dass Tantra Masseure sich als Prostituierte anmelden müssen.

Düsseldorf ‒ Tantra Massagen sind sexuelle Dienstleistungen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Tantra Masseure Prostituierte sind, die sich entsprechend bei den Behörden anmelden müssen. Das hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf am Mittwoch (17.11.2021) entschieden. Ein Kläger hatte sich vor Gericht gegen diese Einstufung durch den Kreis Mettmann gewehrt - ohne Erfolg.

Das Gericht erklärte, dass die Entscheidung eine Frage des Gesundheitsschutzes sei.

Dem Gesetz liege insoweit ein weites Verständnis von Prostitution und sexuellen Dienstleistungen zugrunde. 

Tantra Massage als sexuelle Dienstleistung: Berufung vorm Oberverwaltungsgericht NRW

Der Zweck des Gesetzes, die Gesundheit der Beteiligten zu schützen, treffe auch auf den Kläger zu, da auch bei Tantra Massagen ein erhöhtes Risiko bestehe, sich mit Geschlechtskrankheiten zu infizieren, begründete das Gericht seine Entscheidung. Es ließ aber die Berufung beim Oberverwaltungsgericht NRW in Münster zu. (iwe/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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