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Korruptionsverdacht an Uni Duisburg-Essen: 800 Euro für bestandene Prüfung?

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Hörsaalzentrum der Uni Duisburg Essen
An der Uni Duisburg-Essen soll es einen Korruptionsfall geben (Symbolbild). © Ralph Lueger/Imago

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Korruption an der Uni Duisburg-Essen. Eine Mitarbeiterin soll Geld von Studierenden angenommen haben.

Essen/Duisburg – An der Universität Duisburg-Essen sollen gute Prüfungsnoten gegen Bargeld verkauft worden sein. Die Staatsanwalt Essen ermittele „im Bereich der Korruptionsdelikte“, sagte ein Sprecher der Behörde am Montag auf Anfrage. Zuvor hatte die WAZ berichtet. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte die Staatsanwaltschaft „zum jetzigen Zeitpunkt“ keine weiteren Details nennen. Die Universität habe selbst Strafanzeige erstattet.

Universität Duisburg-EssenFusion 2003
Anzahl Studierendeca. 42.000
Mitarbeiterca. 5900

Nach Informationen der WAZ geht es um Prüfungen der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Ermittelt werde gegen eine Verwaltungsmitarbeiterin der auf dem Essener Campus angesiedelten Fakultät sowie gegen rund 50 Studierende. Diese sollen der Sachbearbeiterin jeweils 800 Euro in bar überreicht haben, damit sie im Computersystem der Uni aus einer nicht bestandenen Prüfung (Note 5) eine bestandene machte (Note 4).

Korruption an Uni Duisburg? „Nehmen diesen Fall sehr ernst“

Ausgelöst worden seien die Ermittlungen durch einen anonymen Hinweis. Die Uni Duisburg-Essen habe zunächst intern geprüft und Anzeige erstattet, als der Verdacht sich erhärtete. „Wir nehmen diesen Fall sehr ernst“, sagte Uni-Kanzler Jens Andreas Meinen der WAZ. „Hier geht es um das Vertrauen in unsere Prüfungsverfahren und die Abschlüsse, die man bei uns erwerben kann.“ Die Universität unterstütze die Ermittlungen nach Kräften. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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