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Wolkenkratzer auf dem Loveparade-Gelände in Duisburg: So sieht es bald am Hauptbahnhof aus

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Von: Jonah Reule

Ein Hochhaus steht inmitten des neu geplanten Stadtquartiers am alten Güterbahnhof in Duisburg.
Die Duisburger Dünen werden das Gesicht von Duisburg völlig verändern. © Christoph Kohl Stadtplaner Architekten

In Duisburg sind die ersten Schritte für das Bauprojekt „Duisburger Dünen“ angelaufen. Das Quartier soll nahe am Hauptbahnhof entstehen.

Duisburg – Wolkenkratzer direkt am Hauptbahnhof: Das Bauprojekt „Duisburger Dünen“ soll der Stadt Duisburg neues Gesicht verleihen. Jahrelang lag das ehemalige Loveparade-Gelände am alten Güterbahnhof brach. Ein Schandfleck. Im Zuge des Bauleitplanverfahrens hat nun die Bürgerbeteiligung stattgefunden. Jetzt stehen weitere Projektphasen an, bevor mit dem Bau begonnen werden kann. Der Eigentümer der Fläche, die Duisburger Baugesellschaft Gebag, rechnet mit einem Baubeginn in den nächsten Jahren.

Loveparade-Gelände: Duisburger Dünen verändern Stadtbild signifikant

Auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs soll das neue Stadtquartier in der fünftgrößten Stadt in NRW entstehen. Die Duisburger Dünen sind eine Idee der Gebag Flächenentwicklungsgesellschaft, die das Projekt steuert. Das rund 300.000 Quadratmeter große Gelände gehört der Gebag und befindet sich südlich von Duisburg Hauptbahnhof. Es wird von der Autobahn A59 umschlossen. Im Jahr 2010 passierte hier die Loveparade-Katastrophe, 21 Menschen starben im dichten Gedränge. Die Duisburger Dünen sollen die Narbe nun zumindest optisch endlich glätten.

Vor kurzem hatte die Bürgerbeteiligung zu dem Projekt stattgefunden. Dabei hatten die Menschen die Gelegenheit, sich über das Bauvorhaben zu informieren und eigene Ideen einzubringen, so ein Mitarbeiter der Gebag Flächenentwicklungsgesellschaft gegenüber 24RHEIN. Nun soll ein rechtmäßiger Bebauungsplan entwickelt werden. Die Duisburger Dünen sollen damit zu „einem urbanen, zukunftsfähigen Quartier entwickelt werden“, so die Gebag weiter.

Duisburger Dünen: Lebendiges Stadtgebiet dank großem Angebot

Die Baufläche am alten Güterbahnhof soll laut Gebag vielfältig genutzt werden. Neben Wohnraum und gewerblichen Gebäuden sind auch Bildungseinrichtungen, Hotels, Bars und Restaurants geplant. Die ärztliche Versorgung soll ebenso sichergestellt werden, wie aus der Präsentation des Unternehmens hervorgeht. Eine Bodenaufbereitung soll für das dünenähnliche Aussehen der Grünflächen sorgen.

Auffällig ist die Unterteilung der Fläche in den Duisburger Dünen. So soll eine große Parkanlage die Westseite des alten Güterbahnhofs einnehmen, während die Bebauung der Fläche entlang der Ostseite und im Norden vorgesehen ist. Auch für die Mobilität ist gesorgt. Zum einen verbinden Fahrradwege das Quartier mit der Innenstadt, zum anderen ist mittels Bushaltestellen auch der ÖPNV an das neue Gebiet angeschlossen. Höhenunterschiede entlang des Parks sollen laut Gebag für eine „dynamische Bewegungsabfolge“ während des Fahrradfahrens sorgen.

Das ist alles im neuen Stadtquartier in Duisburg geplant:

► Wohnungen

► Büros

► Schulen und Kitas

► Bars, Restaurants und Hotels

► Supermärkte

► Altenheime

► Werkstätten

► Wohnraum für Studenten

► Sportstätten

► Parkanlage mit Radwegen

► Mobilitätshubs zur Anbindung an den ÖPNV

Der näher an der Innenstadt Duisburgs gelegene nördliche Teil des Geländes soll laut dem zuständigen Architekten Victor Joosten dichter bebaut werden. Auch Hochhäuser sind auf den Entwürfen zu sehen. Sie sollen laut Plan bis zu 29 Stockwerke haben.

Gebag rechnet mit ersten Bebauungsmaßnahmen 2025 – Fertigstellung bis 2032 angestrebt

Bis sich auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs sichtlich was tun werde, wird nochmals etwas Zeit vergehen. Man rechne im Laufe des Jahres 2025 damit, dass die Bebauung rechtmäßig werde, teilte Gebag-Sprecherin Lisa Melchior auf 24RHEIN-Anfrage mit. Mit Erhalt der Genehmigung sollen „erste Rückbau- und Bodenarbeiten auf der Projektfläche beginnen“, so die Sprecherin. Das Quartier soll voraussichtlich bis 2032 fertiggestellt sein. (jr) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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