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Schüsse in Druckerei, ein Mann stirbt – SEK durchsucht Wohnung in Offenbach

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Von: Mick Oberbusch

Polizeikräfte und ein Polizeiauto.
In Dinslaken ist es am 12. Dezember zu letztlich tödlichen Schüssen gekommen (Symbolbild). © Justin Brosch/Imago

In Dinslaken sind in einer Druckerei Schüsse gefalle, ein Mann ist gestorben. Viele Fragen sind noch offen. Nun wurde eine Person festgenommen.

Update vom 22. Dezember, 11:43 Uhr: Über eine Woche ist es nun schon her, dass in einer Druckerei in Dinslaken (Kreis Wesel) Schüsse gefallen sind, infolge derer ein Mann verstarb. Nun hat die Polizei am Donnerstag (22. Dezember) im Zusammenhang mit diesem Fall im hessischen Offenbach eine Wohnung durchsucht, berichtet op-online. SEK-Beamte nahmen dabei einen Mann fest, wie eine Sprecherin der Polizei in Duisburg sagte. Die Durchsuchung stehe im Zusammenhang mit der Tat vom Montag vergangener Woche.

Die Beamten durchsuchten Objekte an zwei Anschriften und stellten tatrelevantes Beweismaterial sicher. Der 24-jährige Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen. Seinen 26 Jahre alten Komplizen trafen die Einsatzkräfte nicht an. Gegen beide Männer wird wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Der 47-jährige Geschäftsinhaber hatte den Ermittlern zufolge ausgesagt, er sei von drei Unbekannten überfallen und mit Reizgas besprüht worden. Er habe sich mit einer Schusswaffe gegen die Angreifer zur Wehr gesetzt. Der Geschäftsinhaber traf einen 36-Jährigen in den Rücken, der schwer verletzt wurde und kurz darauf starb. Man gehe „gegenwärtig nicht von einer Notwehrlage aus, da der tödliche Schuss den Getöteten von hinten traf“, hatten die Ermittler gesagt. Der Geschäftsinhaber wurde festgenommen. Er gab an, die zwei anderen Unbekannten seien geflüchtet.

Schüsse in Druckerei, ein Mann stirbt – „Schütze verfügt über keinen Waffenschein“

Update vom 13. Dezember, 17:54 Uhr: Was genau ist bei dem mutmaßlichen Überfall am Montagmittag passiert? Auch 24 Stunden nach der Tat sind noch viele Fragen unbeantwortet. Klar ist: Gegen 14:30 Uhr wurde die Polizei zu einer Druckerei auf der Hünxer Straße in Dinslaken gerufen, nachdem dort Schüsse gefallen waren.

Die Polizei traf am Einsatzort auf den 47- jährigen Geschäftsinhaber und einen 36-Jährigen mit Schussverletzungen. Der Geschäftsinhaber gab an, dass er von drei unbekannten Personen überfallen und mit Reizgas besprüht worden sei. Daraufhin habe er von seiner Schusswaffe Gebrauch gemacht. Zwei der Männer seien umgehend geflohen. Der schwer verletzte Mann wurde notärztlich versorgt, erlag jedoch rund eine Stunde später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Außerdem: Der Geschäftsinhaber war bereits im Januar dieses Jahres in Dinslaken von unbekannten Personen angegriffen worden. Die Tatverdächtigen konnten bislang nicht ermittelt werden, das Motiv des damaligen Angriffs ist weiterhin unklar.

Nun hat das Polizeipräsidium Duisburg mit einer Mordkommission die Ermittlungen übernommen. Bei der Tatwaffe handelt es sich um eine Waffe des Kalibers 9 mm. „Zu der Herkunft der Waffe liegen bislang keine Erkenntnisse vor“, heißt es am Dienstagnachmittag. „Der Schütze verfügt nicht über einen Waffenschein.“ Eine Obduktion des Totes wurde bereits durchgeführt. Das Opfer wurde von hinten in den Oberkörper getroffen, vermutet die Staatsanwaltschaft. Außerdem soll der Geschäftsinhaber mehrere Male geschossen haben.

„Die Staatsanwaltschaft Duisburg geht gegenwärtig nicht von einer Notwehrlage aus, da der tödliche Schuss den Getöteten von hinten traf. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg wurde der Beschuldigte am heutigen Tage der zuständigen Haftrichterin bei dem Amtsgericht Dinslaken vorgeführt“, heißt es weiter. Die Haftrichterin erließ Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags. Auch die Fahndung nach den zwei flüchtigen Männern läuft weiter, bisher jedoch ohne Erfolg. Zeugen haben angegeben, dass die Männer zu Fuß über die Straße Am Pfauenzehnt in Richtung Otto-Lilienthal-Straße geflüchtet seien.

Soweit Zeugen Angaben zum Tatablauf oder zur Identität der Tatverdächtigen machen können, werden diese gebeten, sich an das Polizeipräsidium Duisburg unter der Rufnummer 0203 2800 zu wenden.

Schüsse auf Hünxer Straße in Dinslaken: Alle Infos auf einen Blick

Schüsse auf Hünxer Straße in Dinslaken – 36-Jähriger stirbt im Krankenhaus

Erstmeldung vom 12. Dezember: Duisburg/Dinslaken – In Dinslaken Nahe Duisburg ist ein 36-jähriger Mann an den Folgen einer Schussverletzung gestorben. „Ein Zeuge alarmierte am Montag (12. Dezember) gegen 14:30 Uhr die Polizei, weil es auf der Hünxer Straße in einer Druckerei zu Schüssen gekommen war. Als alarmierte Polizeikräfte den Einsatzort erreichten, trafen sie sowohl den 47-jährigen Geschäftsinhaber an als auch einen 36-Jährigen mit Schussverletzungen“, teilt die Polizei mit.

Der Geschäftsinhaber gab in einer ersten Befragung an, von drei Unbekannten überfallen und mit Reizgas besprüht worden sei. Daraufhin habe er von seiner Schusswaffe Gebrauch gemacht. Zwei der Männer seien in unbekannte Richtung geflohen. Der schwer verletzte 36-Jährige wurde notärztlich versorgt und in ein Krankenhaus verbracht. Dort erlag er rund eine Stunde nach dem Vorfall seinen Verletzungen.

Unbekannte flüchteten aus Geschäft in Dinslaken – Beschreibung der Gesuchten

Die flüchtigen Unbekannten werden wie folgt beschrieben: 1,80 bis 1,90 Meter groß; der Größere der beiden soll einen grünen Parka und einen Mund-Nasen-Schutz in Tarnfarben getragen haben. Die Duisburger Mordkommission hat die Ermittlungen zum genauen Ablauf der Tat und einem möglichen Hintergrund aufgenommen.

Nach Schüssen in Dinslaken auf Hünxer Straße – wer kann Angaben zum Vorfall machen?

Zeugen, die weitere Angaben zum Vorfall oder zu den flüchtigen Tätern machen können, werden gebeten, sich mit der Mordkommission in Verbindung zu setzten: Rufnummer 0203 2800. Auch die Polizei Köln ermittelt aktuell, nachdem in Höhenberg Anfang Oktober ebenfalls Schüsse gefallen waren. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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