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Holländer fahren für Booster nach Duisburg – und erleben eine böse Überraschung

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Eine Arzthelferin hält eine Spritze bereit zur Impfung in den Oberarm einer Frau in einem Impfzelt.
Der Plan vom Boostern in Deutschland ging für einige Niederländer gehörig schief. (Symbolbild) © Friso Gentsch/dpa

Schnell zum Boostern nach Deutschland fahren. Das dachten sich einige Holländer über die Weihnachtsfeiertage und stellten sich in Duisburg in die Impfschlange. Einer hatte einen besonders interessanten Grund.

Duisburg - Die Niederlande sind bis zum 14. Januar im Lockdown. Auch die Boosterkampagne nimmt nicht so schnell Fahrt auf. Deshalb kamen zahlreiche Niederländer am Wochenende nach Duisburg, um sich dort in die Impfschlange zu stellen. Das berichtet das niederländische Online-Portal Hart van Nederland. In Duisburg impfte der Neurologe Ahmad-Mujtaba Mostakiem im Dreischichtsystem übers Weihnachtswochenende in einem Hotel am Duisburger Hauptbahnhof.

Duisburg: Holländer wollen sich in Duisburg boostern lassen und müssen umkehren

Hart van Nederland zitiert einen Niederländer, der zunächst „begeistert“ in der Schlange stand. Er war zwei Stunden gefahren, um sich in Duisburg boostern zu lassen. Grund: Er wolle nach Österreich in den Skiurlaub. Wer in Österreich einreist, benötigt einen negativen PCR-Testnachweis oder die Boosterimpfung. Ansonsten droht Quarantäne.

Doch kurz darauf folgte eine böse Überraschung für die Niederländer in der Schlange. Helfer teilten ihnen mit, dass sie leider keinen Booster bekommen könnten. Denn nur Niederländer, die in Deutschland leben oder arbeiten, haben darauf einen Anspruch.

Duisburg: Impfaktion war ein voller Erfolg

„Ich darf hier nur Niederländer mit Wohnsitz in Deutschland impfen oder mit einer Krankenversicherung in Deutschland. In einem Interview mit dem holländischen Fernsehen musste ich das klarstellen“, sagt Mostakiem. Für die enttäuschten Niederländer bedeutete das: Umkehren und auf einen zeitigen Boostertermin zu Hause zu hoffen.

Neurologe Mostakiem spricht von einem großen Erfolg seiner Impfaktion über die Feiertage. Auch 100 Erstimpflinge seien dabei gewesen. (mto mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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