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Duisburg: Impfpass-Fälscher geht Polizei ins Netz – Kundenlisten sichergestellt

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Auf einem Smartphone ist der digitale Impfpass mit QR-Code zu sehen und ein Impfserum sowie eine Spitze (Symbolbild)
Immer häufiger versuchen Personen, sich gefälschte Impfpässe in der Apotheke digitalisieren zu lassen (Symbolbild). © Michael Bihlmayer/ Imago

In Duisburg hat die Polizei einen 39-jährigen Impfpass-Fälscher geschnappt. Durch einen gefälschten Nachweis bei einer 17-Jährigen wurden die Beamten misstrauisch.

Duisburg – Immer häufiger sind zuletzt gefälschte Impfzertifikate in Umlauf – die Polizei Duisburg hat jedoch nun gemeinsam mit der Polizei Oberhausen einen mutmaßlichen Impfpassfälscher gefasst. Ein Apotheker (34) auf der Weseler Straße in Marxloh alarmierte die Duisburger Ordnungshüter, weil er stutzig wurde, als eine 17-Jährige ihren vermeintlich originalen Impfpass digitalisieren lassen wollte.

Duisburg: Polizei erwischt 39-jährigen Impfpass-Fälscher – und findet seine Kundenlisten

Der 34-Jährige sprach das Mädchen auf die Arztunterschriften und die Stempel an, die ihm verdächtig erschienen. Daraufhin flüchtete die Tatverdächtige. Die Polizei suchte anschließend die Wohnanschrift der 17-Jährigen auf der Gertrudenstraße auf. Dort stellten sie ihren Impfpass und den ihres Ehemannes (20) sicher. Beide waren mit falschen Chargenaufklebern versehen. Der 20-jährige Mann berichtete den Beamten, dass sie die Ausweise bei einem 39-jährigen Oberhausener gekauft hätten.

Wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Handels beantragte die Staatsanwaltschaft Duisburg bei dem zuständigen Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss, der auch erlassen und vollstreckt wurde. In der Wohnung des Mannes fanden die Polizisten Kundenlisten, negative Testbescheinigungen und einen weiteren falschen Impfpass. Sowohl das Ehepaar als auch der 39-Jährige sind jetzt Beschuldigte in einem Strafverfahren.

Gefälschte Impfpässe in Duisburg: Apotheken erstatten in 14 Tagen 41 Anzeigen

Die Duisburger Kriminalpolizei warnt vor gefälschten Impfausweisen, die derzeit vermehrt im Internet und in den sozialen Medien angeboten werden. Oft wird damit geworben, dass in Apotheken trotz der Fälschung ein digitaler Impfnachweis erstellt werden kann. Durch die Übertragung sei die Fälschung dann angeblich nicht mehr nachvollziehbar. Diese Behauptung ist falsch!

In rund 41 Fällen erstatteten Apotheken im Stadtgebiet in den letzten 14 Tagen Anzeigen, weil vermeintlich Geimpfte ihre gefälschten Dokumente digitalisieren lassen wollten. Dort flog der Betrug jedoch auf: Mitarbeiter verständigten die Polizei, die die Falsifikate sicherstellten und Ermittlungsverfahren einleiteten.

Polizei: Auf Impfpass-Fälscher warten ein Strafverfahren und hohe Geldstrafen

Doppelt bitter für die Täter: Neben dem finanziellen Verlust des Kaufpreises sind sie darüber hinaus Beschuldigte in einem Strafverfahren und müssen mit hohen Geldstrafen rechnen. Abgesehen davon hätten sie beim Einsatz der gefälschten Nachweise die Gesundheit aller gefährdet, die sich haben impfen lassen und die rechtmäßig Veranstaltungen unter 2G-Bedinungen besuchen!

Die Polizei stellt klar: Jeder, der auf solche verlockenden Angebote eingeht, macht einen Betrüger reich und läuft selbst Gefahr, wegen Betruges strafrechtlich verfolgt zu werden. Auch in Hürth hatte die Polizei kürzlich ein gefälschtes Impfzertifikat bei einem 56-Jährigen sichergestellt. (mo/ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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