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Dramatisches Katzenelend in Duisburg – Tierschutzbund appelliert an Besitzer

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Von: Jana Wehmann

Mehrere frei laufende Katzen sitzen am Straßenrand.
Das Katzenelend in Duisburg-Marxloh ist dramatisch (Symbolbild). © M. Henning/IMAGO

In Duisburg-Marxloh ist das Katzenelend groß, dort leben rund 200 Straßenkatzen. Nun möchte der Deutsche Tierschutzbund mit Kastration und Umsiedlung helfen.

Bonn/Duisburg – In deutschen Haushalten leben etwa 15,7 Millionen Katzen. Sie haben Glück, ein festes Zuhause zu haben. Denn die Realität für rund zwei Millionen Straßenkatzen sieht anders aus: „Tagein, tagaus müssen Straßenkatzen um ihr Überleben kämpfen – auch in Deutschland“, so der Deutsche Tierschutzbund auf Facebook. Besonders dramatisch sei derzeit die Lage in Duisburg. Da das Katzenelend zunimmt, appelliert der Bund: „Bitte schaut nicht weg! Lasst eure eigenen Freigängerkatzen kastrieren.“

Deutscher Tierschutzbund
SitzBonn
Gründung1881

Duisburg Katzen: „Ausmaß des Katzenelends besonders dramatisch“

Das Katzenelend in Nordrhein-Westfalen ist groß: „In Duisburg-Marxloh ist das Ausmaß des Katzenelends aktuell besonders dramatisch“, so der Deutsche Tierschutzbund. Nach Angaben der Tierschützer leben dort etwa 200 Straßenkatzen. Aufgrund der drastischen Situation würden bereits Anwohner in Duisburg brutal gegen die Tiere vorgehen: „Katzen werden gequält und teilweise sogar erschlagen“, so der Tierschutzbund.

Anders als viele vermuten, seien Straßenkatzen keine Wildkatzen. „Sie sind als domestizierte Haustiere nicht in der Lage, sich ohne menschliche Hilfe ausreichend zu versorgen“, erklärt der Tierschutzbund. Entsprechend sei das Elend groß.

Haustier Kastration: Wo kommen Straßenkatzen her?

Jede einzelne Straßenkatze „stammt ursprünglich von einer Hauskatze ab, deren Besitzer zuließ, dass sich sein Tier draußen vermehrte, der sein Tier aussetzte oder es bei einem Umzug einfach zurückließ“, erklärt der Tierschutzbund. Das Problem: Eine unkastrierte Katze habe im Jahr zwei Würfe mit jeweils drei bis sechs Kitten – zum Teil auch mehr. „So können nach 10 Jahren aus einer Katze rund 200 Millionen weitere Katzen entstehen“, sagen die Tierschützer.

Katzen-Elend in NRW groß: Was können Haustierbesitzer machen? Kastration ist die Lösung

Nun habe sich die Lage jedoch dramatisch zugespitzt: „Es gibt immer mehr frei lebende Katzen, die entlaufen, zurückgelassen oder ausgesetzt wurden und sich unkontrolliert vermehren – ein Teufelskreis“, so die Tierschützer.

Damit sich die Situation in Duisburg-Marxloh verbessert, möchte der Deutsche Tierschutzbund die Stadt unterstützen: „Gemeinsam mit Tierschutzvereinen vor Ort wollen wir aktiv helfen – mit Kastrationen und der Umsiedlung der Katzen an geeignete Stellen.“

Aber was können Besitzer machen? Wer eine Freigänger-Katze hat, sollte das Tier kastrieren lassen. Denn nur so könne die „dramatische Anzahl der Katzen ohne ein liebevolles Zuhause langfristig“ reduziert werden, appelliert der Deutsche Tierschutzbund. Zudem sei es wichtig, sein Haustier zu kennzeichnen und bei entsprechenden Portalen zu registrieren. So könnten entlaufene Katzen wieder schnell nach Hause gebracht werden. Nun bleibt zu hoffen, dass die Straßenkatzen in Duisburg ein liebevolles Zuhause finden. (jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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