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Duisburg: Notbetrieb in Kitas vom Land abgelehnt – so soll es in den Einrichtungen weitergehen

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Spielzeug in einer Kindertagesstätte in Düsseldorf.

In den Duisburger Kitas gilt voraussichtlich ab Freitag wieder ein Notbetrieb. (Symbolfoto) © Monika Skolimowska/dpa

Wegen anhaltend hoher Corona-Neuinfektionen wollte die Stadt Duisburg einen Notbetrieb in den Kitas einführen. Doch das Land wird dies nicht zulassen.

Update vom 18. März, 14:58 Uhr: Landesweit will Stamp in den Kitas mindestens bis Ostern beim eingeschränkten Regelbetrieb mit der coronabedingten Kürzung der Betreuungszeit um zehn Stunden pro Woche bleiben. Außerdem gibt es nur feste Gruppen. Damit solle die Verlässlichkeit für Eltern gesichert werden. Drastischere Einschränkungen wie den Notbetrieb sah Stamp nur als letztes Mittel, wenn die Corona-Lage eskaliere.

Duisburg: Notbetrieb in Kitas vom Land abgelehnt – eingeschränkter Pandemiebetrieb möglich

Update vom 18. März, 13:25 Uhr: Die Landesregierung wird einen Notbetrieb der Kitas in der Stadt Duisburg trotz steigender Corona-Inzidenzzahlen nicht zulassen. Das bekräftigte Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags. Möglich sei aber ein eingeschränkter Pandemiebetrieb, bei dem die Duisburger Kitas grundsätzlich geöffnet blieben, aber an die Eltern appelliert werde, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Dieses Modell habe das Land auch in Wuppertal erlaubt, sagte Stamp, der auch stellvertretender Ministerpräsident ist.

Diskussion um Notbetrieb in Kitas: Stamp will bei eingeschränktem Regelbetrieb bleiben

Landesweit will Stamp in den Kitas derzeit bei dem eingeschränkten Regelbetrieb mit der coronabedingten Kürzung der Betreuungszeit um zehn Stunden pro Woche bleiben. Außerdem gibt es nur feste Gruppen. Damit solle die Stabilität der Kita-Betreuung für Eltern gesichert werden.

Duisburg: Kitas gehen wieder in den Notbetrieb – Stadt will nun auch Kontaktregeln verschärfen

Update vom 17. März, 16:03 Uhr: Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) will die angekündigten weitgehenden Schließungen der Duisburger Kitas nicht zulassen. „Das ist mit dem Land nicht abgestimmt“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Er widersprach damit Angaben der Stadt Duisburg. Es könne jetzt nicht jeder Oberbürgermeister „nach Gutdünken“ Maßnahmen verkünden.

Duisburg: Kitas gehen wieder in den Notbetrieb – Stadt will nun auch Kontaktregeln verschärfen

Erstmeldung vom 17. März:

Duisburg – Wegen anhaltend hoher Corona-Neuinfektionen schränkt Duisburg die Betreuung der Kita-Kinder wieder drastisch ein. Voraussichtlich ab Montag würden im Notbetrieb nur noch Kinder betreut, deren Eltern in systemrelevanten Berufen tätig sind oder die einen besonderen Betreuungsbedarf haben, sagte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch. Die Maßnahme sei mit dem Land abgestimmt.

Duisburg: Kitas gehen in den Notbetrieb – auch Kontaktregeln sollen verschärft werden

Eine entsprechende Allgemeinverfügung sei in Arbeit. Diese sehe darüber hinaus eine Verschärfung der Kontaktregeln im öffentlichen Raum vor. So sollen die Treffen in der Öffentlichkeit statt auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten wieder auf einen Haushalt mit einer weiteren Person beschränkt werden. Gleichzeitig gelte der Appell, sich auch in den eigenen vier Wänden an diese Maßgabe zu halten.

Duisburg: Wocheninzdenz liegt bei 122,1 – 14 Kreise und kreisfreie Städte NRW knacken kritische 100er-Marke

In der Großstadt im Ruhrgebiet lag der Wert der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Mittwoch bei 122,1 - und damit seit rund Woche über der kritischen Marke von 100, ab der Kommunen und Land über die Rücknahme von Lockerungen oder andere Eindämmungsmaßnahmen beraten sollen. Bei einer abermals gestiegenen landesweiten Inzidenz von 82,9 liegen in Nordrhein-Westfalen zurzeit 14 Kreise und kreisfreie Städte über der Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Dazu zählt auch die rheinische Metropole Köln, in der die Inzidenz aktuell bei 104,1 liegt.

Duisburger OB Link (SPD) kritisiert Landesregierung scharf

Am Dienstag war der Vorschlag der Stadt Duisburg ebenso wie die Forderung aus Dortmund, die Schulen erneut zu schließen vom Land abgeschmettert worden. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) übte am Mittwoch abermals scharfe Kritik an dieser Entscheidung: Er sei enttäuscht und verärgert über das Verhalten der Landesregierung. „Wir wollen Maßnahmen, die wir für erforderlich halten, um unsere Bevölkerung zu schützen und das Virus in seiner Ausbreitung einzudämmen“, sagte er. Dass die Landesregierung an dieser Stelle keine Hilfe sei, sondern der Wind von vorne blase, frustriere ihn sehr. Er wolle sich nicht vorwerfen lasse, dass er in Kenntnis der Sachlage nicht gehandelt habe, begründete er die Verschärfungen der vorgesehenen Maßnahmen.(dpa)

Dieser Artikel wurde am 17. März aktualisiert.

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