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Zukunfts-Technologien: Duisburg wird wichtiger Wasserstoff-Standort in Deutschland

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Armin Laschet (CDU,r), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen sitzt am Tisch für das Spitzengespräch Wasserstoff.
NRW soll eine große Rolle für die zukünftige Wasserstoff-Entwicklung und -Produktion in Deutschland spielen. © Federico Gambarini/dpa

Deutschland und NRW möchten sich für die Zukunft ausrichten. Dabei soll auch Duisburg als Wasserstoff-Standort eine wichtige Rolle einnehmen. Es soll viel Geld fließen.

Düsseldorf/Duisburg – Duisburg wird einer der Standorte für ein deutsches Innovationszentrum für Wasserstofftechnologie (ITZ). Das teilte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag nach einem Spitzengespräch mit Energie- und Industrieunternehmen und Verbänden mit.

Was ist Wasserstoff?

Der Begriff Wasserstoff meint eigentlich nur ein chemisches Element (Symbol H,  Ordnungszahl 1). Dieses kommt in unserem Universum am aller häufigsten vor und ist ein sehr leichtes und brennbares Gas. Auf der Erde kommt es als Gas allerdings so gut wie nicht vor, sondern in dem meisten Fällen gebunden mit Sauerstoff – eben als Wasser.

Wasserstoff kann auch als Energieträger genutzt werden. Damit das gelingt, muss man es aus dem Wasser abspalten, was mithilfe von Strom gelingt. Das nennt man dann Elektrolyse. Damit er klimafreundlich bleibt, sollte der Strom aus erneuerbaren Energien kommen (grüner Wasserstoff).

Duisburg einer von vier Wasserstoff-Standorten – Energieträger soll ein Viertel der CO2-Emissionen einsparen

Das Zentrum in Duisburg soll Zukunftsmärkte für die Automobilzulieferbranche und die Wasserstoffwirtschaft in Deutschland erschließen. Der Aufbau wird nach Angaben Laschets vom Bund und vom Land NRW bis 2025 mit insgesamt bis zu 100 Millionen Euro gefördert. Neben Duisburg werden auch Chemnitz, Pfeffenhausen (Landkreis Landshut) und ein Verbund von drei Küstenorten Teil des ITZ.

Das Forschungszentrum Jülich (Kreis Düren) soll im Rheinischen Braunkohle-Revier zudem ein Helmholtz-Cluster für Wasserstoffwirtschaft aufbauen. Der Bund unterstützt das mit 860 Millionen Euro. Das Bundeswirtschaftsministerium hat ferner die Unterstützung einer Konzeptstudie zur Transformation des Ruhrgebiets in eine führende Wasserstoffmodellregion zugesagt.

„Wasserstoff ist das Schlüsselelement für die klimaneutrale Transformation der Industrie“, sagte Laschet. Ein Viertel der CO2-Emissionen in NRW könne allein durch Wasserstoff eingespart werden. (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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