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Frau verkauft sechs Tage alte Welpen: Mann rettet Hunde dank eines Vorwands

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Mehrere Hundewelpen hat eine Frau aus Duisburg zum Verkauf angeboten – dabei waren die Welpen erst wenige Tage alt. Doch der illegale Handel konnte gestoppt werden.

Duisburg – Sie waren noch ganz klein und lagen eng aneinander gekuschelt in einem Pappkarton: Gerade mal sechs Tage alt sollen die Pinscher-Welpen gewesen sein, die eine Frau aus Duisburg zum Verkauf anbot.

Welpen in Duisburg gerettet: Sechs Tage alte Hunde zum Verkauf angeboten

Die Frau bot die Welpen über Ebay Kleinanzeigen an. Die Tiere waren dabei noch viel zu jung, um von der Mutter getrennt zu werden. In der Regel werden Welpen erst zwischen acht und zwölf Wochen an einen neuen Halter abgegeben. Die deutsche Tierschutz-Hundeverordnung sieht sogar vor, dass ein Welpe „erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden“ darf.

Daran hielt sich die 40-Jährige scheinbar nicht, als sie die Tiere online inserierte. Ein Mann entdeckte das Angebot. Zunächst gab er sich als Interessent aus. Doch damit verfolgte er einen Plan: Er wollte den illegalen Tierhandel verhindern. Der 51-Jährige vereinbarte einen Termin zum Kauf von vier Welpen. Der Preis: 750 Euro. Doch statt dem Mann öffneten die Verkäufer Zivilpolizisten die Tür. Der Mann hatte die Polizei eingeschaltet. Illegaler Tierhandel ist keine Seltenheit: Immer wieder müssen Welpen aus völlig verwahrlosten Situationen gerettet werden.

Illegaler Tierhandel: Polizei entdeckt weitere Hunde in Duisburger Wohnung

Die Polizisten trafen zum vereinbarten Zeitpunkt am Montagnachmittag, 25. April, auf zwei Frauen und zwei Männer zwischen 22 und 44 Jahren. In den Händen hielten sie einen Karton mit vier Welpen. Die Pinscher-Welpen fiepten laut, ihre Augen waren noch geschlossen.

Doch die Polizei machte in der Wohnung in der Wanheimer Straße eine weitere Entdeckung: Drei weitere Welpen sowie drei heranwachsende Hunde waren dort ebenfalls untergebracht. Die Hunde waren in einem kleinen Einbauschrank versteckt, ohne Futter und Wasser. Die Polizisten nahmen alle zehn Hunde mit und brachten sie in ein Tierheim. Die Frauen und Männer müssen jetzt mit einem Verfahren gegen das Tierschutzgesetz rechnen. (mlu) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Unabhängig informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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