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Hafen Duisburg: Was Sie über die Duisburg-Ruhrorter Häfen wissen müssen

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Frachtschiffe liegen in Duisburg am Rhein im Hafen
Die Duisburg-Ruhrorter Häfen entstanden durch die Zusammenlegung des Ruhrorter und des Duisburger Hafens. Sie sind eine bedeutende Logistikdrehscheibe Europas © picture alliance / Marcel Kusch/dpa

Die Duisburg-Ruhrorter Häfen haben als Jobmotor regionale, als trimodale Logistikdrehscheibe internationale Bedeutung. Der Duisburger Innenhafen ist ein lebendiges Szeneviertel und als Ankerpunkt auf der Route der Industriekultur ein beliebtes Ausflugsziel.

Duisburg – Die Großstadt liegt in der Metropolregion Rhein-Ruhr, im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Mit den Duisburg-Ruhrorter Häfen verfügt sie über den größten Binnenhafen Europas. Bezieht man die privaten Hafenanlagen mit ein, handelt es sich um den größten weltweit.

Duisburg-Ruhrorter Häfen – ihre Entstehung im Überblick

Der Ursprung der Duisburg-Ruhrorter Häfen reicht in das 17. Jahrhundert zurück.

Ruhrort

Duisburg

Duisburg-Ruhrorter Häfen

Hafen Duisburg – Lage und Bedeutung als Logistikdrehscheibe

Der Hafen Duisburg dehnt sich als größter Container-Binnenhafen der Welt von der Ruhrmündung bis zum Stadtteil Duisburg-Rheinhausen aus. Im paneuropäischen Wasserstraßen-Netz ist er als Hinterland-Hub zu den Seehäfen Rotterdam, Antwerpen, Amsterdam, Emden und Hamburg von Bedeutung. Die Nordseehäfen spielen als Knotenpunkte zwischen der Binnen- und der Seeschifffahrt eine wesentliche Rolle.

Ebenso bestehen von Duisburg – über den Rhein und die Maas – Schiffsverbindungen nach Übersee. Aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage und seines florierenden Schienentransports entwickelte sich der Hafen Duisburg zum Endpunkt der Neuen Seidenstraße. Als trimodales Logistik-Drehkreuz Zentraleuropas ist er von internationaler Bedeutung.

Zahlen & Fakten

Hafen Duisburg – seine Bedeutung für die Jobs in Duisburg

Die 300 Unternehmen am Standort Duisburger Hafen generieren jährlich eine Wertschöpfung von drei Milliarden Euro. Aufgrund der Lage und der Bedeutung als Logistik-Drehkreuz siedelten sich in Duisburg Weltkonzerne wie Audi, DHL, Kühne + Nagel, Hewlett Packard, DB Schenker und Siemens an. 47.000 Beschäftigte arbeiten – direkt oder indirekt – in rund 300 Transport- und Logistikunternehmen der Duisburg-Ruhrorter Häfen. Jeder achte Duisburger ist bei duisport beschäftigt, wodurch der Hafen als Jobmotor weitreichende Bedeutung hat.

Hafen Duisburg – das Erlebnis Hafenrundfahrt

Eine Hafenrundfahrt durch den Hafen Duisburg ermöglicht beeindruckende Einblicke in den größten Binnenhafen der Welt. Von Februar bis November eröffnen die modernen Schiffe der DHG Weisse Flotte Duisburg und der Ruhrorter Personenschifffahrt Panoramablicke auf die weitläufigen Hafenanlagen. Während der Touren vermitteln fachkundige Guides wissenswerte Informationen.

Die Fahrten finden zwei- bis dreimal täglich statt, dauern zwei Stunden und starten ab dem Steiger Schwanentor. Während der Hauptsaison, von Anfang April bis Ende Oktober, fahren die Rundfahrtschiffe auch von der Schifferbörse in Duisburg-Ruhrort ab. Für Familien gibt es attraktive Ermäßigungen; Hunde dürfen kostenfrei an Bord und müssen während der Fahrt angeleint sein. Neben den regulären finden Sonderfahrten statt.

Als einziger Anbieter veranstaltet die Ruhrorter Personenschifffahrt die Hafenrundfahrt „Vergessene Häfen“. Die Abfahrt erfolgt an der Schifferbörse, ihre Dauer beträgt dreieinhalb Stunden. Diese Touren führen entlang der 25 Kilometer langen Duisburger Rheinreede und ihrer Hafenanlagen in Richtung Huckingen oder Walsum.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie finden zurzeit keine Hafenrundfahrten statt.

Hafen Duisburg – der Innenhafen

Der Innenhafen Duisburg gilt als Musterbeispiel für die Verwandlung eines Industriegebiets in ein Industriedenkmal. Er erstreckt sich über eine Fläche von 89 Hektar und war einst als Standort der Holzindustrie von Bedeutung. Später nahmen Getreidemühlen und Speichergebäude ihren Platz ein; der Innenhafen wurde als „Brotkorb des Ruhrgebiets“ bekannt. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA) setzte während der 1990er-Jahre ein struktureller Wandel ein.

Der einstige Hafen- und Handelsplatz am Rhein verwandelte sich zu einem kulturellen Zentrum und zur Ausgangsmeile. Das Quartier am Wasser basiert auf dem Plan von Sir Norman Foster, einem Star-Architekten aus England. Es vereint einen Mix aus Industriearchitektur und Neubauten, mit Raum zum Wohnen und Arbeiten und einem breit gefächerten Freizeitangebot. Eine Vielzahl an Lokalen lädt entlang der Promenade zum Flanieren ein. Jedes zweite Jahr ziehen das Innenhafenfest und die Drachenboot-Fun-Regatta zahlreiche Besucher an.

Der Duisburger Innenhafen ist ein Ankerpunkt der „Route der Industriekultur“. Zu seinen Sehenswürdigkeiten zählen:

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