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Mülheim/Ruhr: Mann stirbt nach Schusswechsel mit der Polizei – das war der Auslöser

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Büchs

Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr stehen bei ihren Fahrzeugen.
Ein bewaffneter Mann wurde am Mittwochabend von Polizisten in Mülheim an der Ruhr tödlich verletzt. © Christoph Reichwein/dpa

Nach dem Schusswechsel mit der Polizei, bei dem ein bewaffneter Mann starb, gibt es neue Erkenntnisse. Demnach war der Auslöser der Schüsse ein Streit mit seiner Ex-Freundin.

Update vom 8. Januar: Nach dem Polizeieinsatz in Mülheim an der Ruhr, bei dem ein bewaffneter Mann getötet wurde, steht nun das Obduktionsergebnis fest. Demnach starb der 65-Jährige in Folge des Schusswechsels mit der Polizei durch einen Treffer ins Herz. Den bisherigen Ermittlungen zufolge soll der mit einem Gewehr bewaffnete Mann unmittelbar auf die eintreffenden Polizeibeamten geschossen haben. Sie erwiderten das Feuer und trafen den Mann im Oberkörper und am Kopf. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft und der Polizei war der erste Schuss bereits tödlich. 

Schüsse in Mülheim an der Ruhr: Auslöser war Beziehungsstreit

Laut dem aktuellen Kenntnisstand soll der bewaffnete Mülheimer bereits vor dem Polizeieinsatz mit einem Revolver auf die geschlossene Wohnungstür seiner 55-jährigen Ex-Freundin gefeuert haben. Sie wohnt im selben Haus, aber in einer getrennten Wohnung. Dorthin hatte sie sich nach einem Streit zurückgezogen, woraufhin die Schüsse fielen. Sie blieb unverletzt. Zeugen hatten aufgrund der lauten Knallgeräusche daraufhin die Polizei alarmiert.

Mülheim/Ruhr: Darauf stießen die Polizisten bei der Durchsuchung

Wie die Polizei weiter bekannt gab, kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Verstorbene sich zu nationalsozialistischem Gedankengut hingezogen fühlte. Die dpa berichtete, dass in seiner Wohnung nationalsozialistische Devotionalien gefunden wurden.

Albtraum in Mülheim an der Ruhr: Mann schießt in Mehrfamilienhaus um sich

Erstmeldung vom 7. Januar: Mülheim/Ruhr – Am Mittwochabend, dem 6. Januar, hatte ein bewaffneter Mann in einem Mehrfamilienhaus in Mülheim an der Ruhr um sich geschossen. Beim darauf folgenden Polizeieinsatz kam es zu einem Schusswechsel, den der Mann nicht überlebte.

Mülheim/Ruhr: Schütze von Polizei tödlich verletzt – so kam es dazu

Bei einem Polizeieinsatz in Mülheim ist ein mit einem Gewehr bewaffneter Mann am Mittwoch durch einen Schuss tödlich verletzt worden. Der 65-Jährige sei noch am Ort des Geschehens seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte die Polizei in Essen am Abend mit.

Die Polizei war den Angaben zufolge gegen 16.15 Uhr zu einem Mehrfamilienhaus an der Aktienstraße gerufen worden, weil dort laute Knallgeräusche aus der Erdgeschosswohnung zu hören waren. Bei der Anfahrt habe sich herausgestellt, dass sich der allein lebende Bewohner mit einer Langwaffe im Hausflur aufhielt. Als die Beamten am Tatort eingetroffen seien, habe der Tatverdächtige unmittelbar auf sie geschossen - und die Polizisten hätten die Schüsse erwidert, hieß es in einer Polizeimitteilung vom Abend.

Schüsse in Mülheim an der Ruhr: Sprengstoff-Verdacht

Wegen einer möglichen Gefahr durch Sprengstoff im Zusammenhang mit dem polizeibekannten Mann waren auch Experten des Landeskriminalamts vor Ort. Sie konnten eine Gefährdung durch Sprengstoff später ausschließen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hat der 65-Jährige bereits vor Eintreffen der Polizei im Hausflur geschossen, wie es hieß.

Eine ähnliche Tat ereignete sich in NRW vor zwei Monaten. Ende November hat sich in Meckenheim bei Bonn ein bewaffneter Mann ebenfalls eine Schießerei mit der Polizei geliefert. Auch er schoss zuvor mit einer Waffe um sich.

Schütze in Mülheim tödlich verletzt – Verfahren gegen Polizisten eingeleitet

Bei einem Schusswaffengebrauch der Polizei wird routinemäßig ein Verfahren gegen den Beamten eingeleitet. Dieses werde aus Gründen der Neutralität von der Staatsanwaltschaft Duisburg und der Polizei Bochum geführt, teilte die Polizei in Essen mit. (nb mit dpa)

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