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Das ist Sören Link, der Oberbürgermeister von Duisburg

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Sören Link nimmt teil an der Konferenz „Zuwanderung nach Deutschland - Einwanderungsland Bundesrepublik?“
Sören Link gewann bereits zwei Wahlen zum Oberbürgermeister von Duisburg © picture alliance / dpa | Jörg Carstensen

Sören Link ist ein bekannter Kommunalpolitiker, weit über die Grenzen der Stadt Duisburg hinweg: Er gilt als tatkräftig, besonnen und in hohem Maße kompromissfähig.

Duisburg – Am 20. August 2017 erschien ein Artikel im Magazin „Focus“, der die Ereignisse vom 25. Juni des gleichen Jahres in Duisburg thematisierte. An diesem Tag eskalierte eine Verkehrskontrolle und wurde zu einer hitzigen Auseinandersetzung zwischen 50 Polizisten und rund 250 überwiegend türkischstämmigen Bürgern. Beobachter warfen den Polizeikräften vor, bei der Durchsetzung von Recht und Ordnung unverhältnismäßige Härte angewendet zu haben. Sören Link ergriff sofort die Partei der Polizeibeamten und äußerte den später oft zitierten Satz: „Asozial bleibt asozial, egal, aus welchem Land jemand stammt.“ Obwohl mittlerweile viel Zeit ins Land gegangen ist, hängt diese Äußerung dem Politiker immer noch nach.

Sören Link: Persönlicher und beruflicher Werdegang

Der Politiker kam in Duisburg-Hamborn am 28. Juni 1976 zur Welt, aufgewachsen ist er in Duisburg-Walsum. 1995 legte er am Kopernikus-Gymnasium im selben Stadtteil sein Abitur ab. Er absolvierte den Grundwehrdienst bei der Bundeswehr, um anschließend ein Studium der Politikwissenschaften an der Gerhard-Mercator-Universität zu Duisburg aufzunehmen, das er ohne Abschluss beendete. Nach seinem Ausflug in die Welt der Wissenschaft machte Sören Link bei der Düsseldorfer Bezirksregierung eine Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt und schloss diese 2001 erfolgreich ab. Anschließend war in der Schulabteilung der Bezirksregierung tätig.

Sören Link: Politische Karriere und Ämter

Bereits im Jahre 1993 trat Sören Link in die sozialdemokratische Partei Deutschlands ein. Im Laufe seiner Karriere hatte er die folgenden Ämter in der Partei inne:

Sören Link gewann 2005 im Wahlkreis Duisburg-Nord, zu dem Hamborn und Walsum gehören, ein Direktmandat für den nordrhein-westfälischen Landtag. Mit 52,9 Prozent der Stimmen erzielte er das zweitbeste Ergebnis der SPD bei dieser Wahl. Der Politiker gehörte dem Landtag bis 2012 an und wurde 2010 zum schulpolitischen Sprecher im Innenausschuss. Schließlich wurde er im Juni 2018 zum stellvertretenden Landesvorsitzenden der nordrhein-westfälischen SPD gewählt.

Sören Link: Oberbürgermeister von Duisburg

Zur Wahl für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Duisburg trat Sören Link erstmals am 17. Juni 2012 als Kandidat an. Zuvor war der bis dahin amtierende Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) per Bürgerentscheid abgewählt worden, da er in Zusammenhang mit der Loveparade-Katastrophe im Jahre 2012 stark in die Kritik geraten war.

Sören Link kam in dieser Wahl auf 48,3 Prozent der abgegebenen Stimmen. Sein Gegenkandidat, der Politiker Benno Lensdorf (CDU), erzielte lediglich 21,12 Prozent. In der Stichwahl am 1. Juli 2012 erreichte Sören Link dann eine überwältigende Mehrheit von 71,96 Prozent aller gültigen Stimmen. Nach seiner ersten Amtszeit konnte der Politiker die nächste Wahl zum Oberbürgermeister am 24. September 2017 bereits im ersten Wahlgang für sich entscheiden. Er kam auf die absolute Mehrheit von 56,88 Prozent der Stimmen.

Sören Link: Privatleben

Sören Link wohnt nach wie vor in Duisburg-Walsum. Im Jahr 2015 heiratete er seine langjährige Lebensgefährtin Sonja. Mittlerweile ist er geschieden und hat eine neue Freundin, Stefanie Arnold. Im September 2020 gab der Politiker bekannt, dass diese ein Kind von ihm erwartet. Seine herausfordernde Tätigkeit als Duisburger Oberbürgermeister lässt Sören Link kaum Zeit für Hobbys, die wenigen freien Stunden nutzt er häufig zum Lesen von Thrillern und Biografien. Außerdem ist er gerne sportlich aktiv.

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