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Flauschiger Nachwuchs im Zoo Duisburg: Brillenpinguin-Küken erobern die Herzen

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Ein Brillenpinguin-Küken auf einem hellen Handtuch.
Flauschiger Nachwuchs im Zoo Duisburg © picture alliance/dpa/Zoo Duisburg

Der Duisburger Zoo zeigt jetzt zwei besonders süße Brillenpinguin-Küken. Der flauschige Nachwuchs ist vor wenigen Wochen geschlüpft.

Duisburg – Braunes Daunenkleid, kräftiger Schnabel und jede Menge Hunger auf Fischbrei: Zwei Brillenpinguin-Küken bereiten dem Duisburger Zoo derzeit viel Freude. Die beiden jungen Frackträger sind bereits rund fünf Wochen alt und haben kräftig an Gewicht zugelegt, teilte der Zoo am Mittwoch mit. „Kurz nach dem Schlupf waren sie noch sehr klein und nicht schwerer als 100 Gramm“, berichtet Tierpfleger Maik Elbers.

Nachwuchs im Zoo Duisburg: Zwei Brillenpinguin-Küken geboren

Doch auch wenn die beiden Brillenpinguin-Küken in Duisburg erst wenige Wochen alt sind, machen sie sich schon bald auf ihre eigenen Federn und ziehen aus der Bruthöhle der Eltern aus. 35 Tage lang brüteten die zwei schwarz-weiß gefiederten Elternpaare ihren Nachwuchs aus. Ihr noch braunes Daunenkleid legt der Nachwuchs bald ab und tauscht es gegen ein deutlich dunkleres Federkleid.

Bis es so weit ist und der Auszug vor der Tür steht, füttern die Eltern ihren flauschigen Nachwuchs mit schnabelgerechter Nahrung. Auf dem Speiseplan der Erziehungsberechtigten stehen insbesondere Heringe und Sprotten. „Zurück im Nest würgen die Eltern den sehr energiehaltigen Fischbrei hoch und füttern damit ihre Jungtiere“, erläutert Zoomitarbeiter Elbers.

Die beiden Brillenpinguin-Küken sind nicht der einzige Nachwuchs im Duisburger Zoo. Der Tierpark gleicht einer echten Kinderstube. In diesem Jahr wurden bereits zwei Langschnauzen-Kaninchenkängurus geboren, auch bei den Erdmännchen gab es bereits Nachwuchs. Doch die Geburten im Duisburger Zoo laufen nicht immer wie geplant. Ein Pfleger muss aktuell in die Mutterrolle schlüpfen und ein Koala-Baby mit der Hand aufziehen.

Brillenpinguine in freier Wildbahn gefährdet: Weniger als 30 Kolonien

Brillenpinguine bewohnen nach Auskunft des Zoos ursprünglich die Gewässer und steinigen Küsten rund um Südafrika. Ihren Namen verdanken sie einer rosa gefärbten Partie über den Augen. In ihrem ursprünglichen Lebensraum könnten Brillenpinguine nach Meinung der Experten bereits in 30 Jahren ausgestorben sein. Schätzungen zufolge leben nur noch rund 20 000 Brutpaare in weniger als 30 Kolonien an den Küsten Südafrikas – Tendenz abnehmend. Daher sei die Aufzucht in Zoos auch für den Schutz der Tiere bedeutsam.

Während der Kölner Zoo aufgrund des Coronavirus geschlossen bleiben muss, ist der Zoo in Duisburg geöffnet. Für den Besuch sind ein Onlineticket und ein negatives Testergebnis nötig. (jw mit dpa)

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