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Durchsuchung auch in NRW: Wollten Rechtsextremisten bewaffnete Gruppe bilden?

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Zwei bewaffnete Polizisten stehen vor einem Hauseingang, der abgesperrt worden ist.
In drei Bundesländern hat die Polizei am Donnerstag Durchsuchungen durchgeführt. (Archivbild von einem anderen Einsatz) © Tim Oelbermann/Imago

Die Polizei hat mehrere Objekte von mutmaßlichen Rechtsextremisten durchsucht, auch in NRW. Zudem liegen Anhaltspunkte für die Bildung einer bewaffneten Gruppe vor.

Hannover/Lüneburg (dpa) - In einem Großeinsatz hat die Polizei mehrere Objekte mutmaßlicher Rechtsextremisten in drei Bundesländern durchsucht. Bei sieben Beschuldigten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin habe es bereits am Mittwoch Durchsuchungen gegeben, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Lüneburg am Donnerstag mit. Orte wurden nicht genannt. Nach Angaben des niedersächsischen Innenministeriums hatten die Verdächtige möglicherweise auch Zugang zu Schusswaffen. Auch gebe es Anhaltspunkte für die Bildung einer bewaffneten Gruppe.

Polizei durchsucht Objekte von mutmaßlichen Rechtsextremisten – Beschuldigte auch aus NRW

Im Einsatz waren den Angaben zufolge fast 200 Polizeibeamte und Spezialkräfte unter Leitung des Landeskriminalamts Niedersachsen. Mehrere „beweiserhebliche Gegenstände“ seien beschlagnahmt worden. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg führe gegen neun Beschuldigte Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bildung einer bewaffneten Gruppierung, teilte das Ministerium mit.

NRW: Zahl der politisch motivierten Straftaten hat zugenommen – Rückgang bei Rechtsextremisten

Übrigens hat die politische Kriminalität in Nordrhein-Westfalen nach vier Jahren Rückgang erstmals wieder zugenommen. Die Zahl der politisch motivierten Straftaten in NRW stieg im vergangenen Jahr um 8,5 Prozent auf 6540. Im Vorjahr waren es noch 6030 Straftaten, wie NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) im Juni mitteilte. Während die Zahl der Rechtsextremisten laut Verfassungsschutz in NRW jedoch auf 3940 gesunken sei, habe die der Linksextremisten auf 2570 leicht zugenommen. Die Zahl der Salafisten blieb laut Reul mit 3200 auf dem gleichen Stand. (nb mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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