1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Wird es Frühling in NRW? Warum Experten von „Winter-Totalausfall“ sprechen

Erstellt:

Von: Maximilian Gang

Der Start ins Jahr 2023 ist bisher ungewöhnlich warm. Auch in der nächsten Woche bleibt der Kälteeinbruch aus. Der Januar ist bisher auf Rekordkurs.

Köln – Richtet man sich nach der aktuellen Jahreszeit, so würde man eigentlich Frost, Schnee und eisige Temperaturen in Deutschland erwarten. Hält man sich draußen auf, zeigt sich eher Gegenteiliges: Regen, hohe Temperaturen und ab und zu Sonnenschein, auch in NRW. Eine Wetterlage, die momentan einen Rekord nach dem anderen bricht, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet. Die ersten beiden Tage des Jahres 2023 waren die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung – laut Meteorologe Dominik Jung eine Wetterlage, die „Angst und sprachlos“ macht.

NRW: Aktuelle Prognosen zeigen frühlingshafte Wetterlage

Update vom 5. Dezember, 15:56 Uhr: In vielen Regionen auf der Welt gibt es aktuell eine sehr winterliche Wetterlage, mit Temperaturen weit unter dem Nullpunkt. Die Temperaturen in Deutschland sind davon sehr weit entfernt. Ob es erste Frühblüher sind, die bereits aus der Erde sprießen, die Vögel, die morgens zwitschern oder die Pollen, die teilweise schon durch die Luft schwirren und Allergiker ärgern: Hierzulande kommen vielmehr bereits Frühlingsgefühle auf. „Die Natur und Tierwelt denkt scheinbar, der Winter seit schon vorbei“, so die Zusammenfassung des Meteorologen Dominik Jung.

Auch in den nächsten Tagen bleibt es mild. Über das komplette Wochenende kann weiterhin mit zweistelligen Temperaturen gerechnet werden. Dazu immer wieder kurze Regenschauer, wie der DWD berichtet. Die dicke Winterjacke braucht es vorerst zwar nicht, so ganz sollte man sie aber trotzdem noch nicht im Schrank verstauen: Für eine totale Absage des Winters sei es, laut Jung, noch viel zu früh. Aktuell deute allerdings noch nichts auf einen massiven Kälteeinbruch in NRW hin.

Experte: Winterwetter im Januar mit „Totalausfall“

Update vom 5. Januar, 10:57 Uhr: Der diesjährige Winter könnte nach aktuellen Prognosen einer der wärmsten seit 1881 werden. Auch weiterhin ist nicht mit eisigen Temperaturen zu rechnen: „Nächste Woche kommt sogar ein neuer Wärmeberg, dann sind wieder Höchstwerte bis zu 15 Grad möglich“, wie der Meteorologe Dominik Jung erklärt. Bis zum 20. Januar sei in NRW und dem Großteil von Deutschland nicht mit Winterwetter zu rechnen. Laut Jung sei der Januar diesbezüglich ein „Totalausfall“.

Menschen laufen vor dem Dom in Köln
Die Temperaturen in Köln und NRW sind aktuell eher frühlingshaft als winterlich. (Archivbild) © Oliver Berg/dpa

Wetter in NRW: DWD warnt vor Sturmböen – bis zu 70 km/h

Update vom 5. Januar, 7:24 Uhr: Während die ersten Tage des Jahres die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung waren, wird es jetzt wechselhaft. Die Temperaturen bleiben zwar laut DWD mild, allerdings ist es am Donnerstag tagsüber stark bewölkt und etwas regnerisch. Ab Nachmittag sind sogar teilweise Schauer möglich. Im Bergland rechnen die Meteorologen mit stürmischen Böen mit bis zu 70 Kilometer pro Stunde. So gilt unter anderem im Osten von NRW eine amtliche Warnung vor Windböen. Auch am Freitag bleibt es mild und teilweise regnerisch. Allerdings warnt der DWD erneut vor starken und stürmischen Böen.

Warnung vor Sturmböen: Viele Regionen in NRW weiterhin betroffen

Update vom 4. Januar, 18:01 Uhr: Für einige Landkreise in NRW ist die Warnung des DWD vor Sturmböen aufgehoben. Dort schwächt der Wind nun leicht ab, eine Warnung vor Windböen mit Geschwindigkeiten um die 60 Kilometer pro Stunde besteht jedoch weiterhin bis in die Morgenstunden am Donnerstag. Doch nicht in allen Regionen lässt die Windstärke nach. In folgenden Städte und Landkreisen muss, teilweise bis morgen früh, mit Sturmböen gerechnet werden:

Wetterwarnung: Sturmböen in NRW bringen Gefahren mit sich

Update vom 4. Januar, 15:42 Uhr: Momentan fegen Sturmböen über weite Teile von Nordrhein-Westfalen. Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern pro Stunde können dabei durchaus zur Gefahr werden. Deshalb ist draußen aktuell Vorsicht geboten: Der DWD warnt in Verbindung mit der amtlichen Sturmwarnung vor einzelnen Ästen oder Gegenstände, die herunterfallen können.

Wetter in NRW: Auch in der nächsten Woche keine winterliche Wetterlage

Update vom 4. Januar, 14:38 Uhr: Die aktuellen Wetterprognosen zeigen, dass nach momentanen Stand auch in der nächsten Woche kein Kälteeinbruch ansteht. An Berichten in dieser Richtung sei „überhaupt nichts dran“, so Jung. Die ersten drei Tage in Deutschland waren gegenüber dem Klimamittel dabei bereits 9,1 Grad zu warm. „Natürlich wird diese Abweichung noch nach unten gehen“, so der Meteorologe. Aber eine Differenz zwischen zwei und drei Grad am Ende des Monats sei durchaus realistisch.

Wetterwarnung für NRW: Es wird stürmisch im gesamten Bundesland

„Wo steckt der Winter?“, fragt Dominik Jung – und das fragen sich wohl auch viele andere Menschen in Nordrhein-Westfalen. Hier ist er jedenfalls nicht, und daran wird sich zumindest vorerst wohl auch nichts ändern. Auch im Rest der Woche bleiben die unüblichen Temperaturen erhalten. Die Anzeige auf den Thermometern wird weiterhin an der Zweistelligkeit kratzen, und häufig auch darüber hinausgehen. Dazu gibt es vor allen Dingen eines: starken Wind.

Das geht aus einer amtlichen Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor. Dieser warnt für Mittwoch in weiten Teilen von NRW noch bis 18 Uhr vor Sturmböen – mit Geschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern pro Stunde, unter anderem in:

Die Sturmböen fegen auch über fast alle weiteren Regionen in NRW. In weiteren Kreisen und Städten gilt derweil eine Warnung vor Windböen. Dort sind Windgeschwindigkeiten um 55 km/h möglich.

Nach Sturmböen: Weiterhin kritische Wetterlage

Doch für diese Regionen liegt ebenso eine amtliche Warnung des DWD vor. Auch dort wird es zunehmend windig, jedoch mit geringerer Intensität. Gewarnt wird vor Windböen mit Geschwindigkeiten um die 60 Kilometer pro Stunde, der bis Donnerstagmorgen um 6 Uhr anhalten soll. Nach Ablauf der Warnung vor Sturmböen ist auch im restlichen NRW weiterhin Vorsicht geboten. Denn der Wind schwächt zwar leicht ab, Windböen treten dennoch weiterhin bis in die Morgenstunden am Donnerstag auf. (mg) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant