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Gefährliche Raupe: Eichenprozessionsspinner wird auf Autobahnen bekämpft

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Ein Unimog mit einer Sprühvorrichtung sprüht auf dem Autobahnparkplatz „In der Hubach“ an der Autobahn 45 ein Biozid auf Eichen
In NRW geht man nun auch auf Autobahnen gegen den gefährlichen Eichenprozessionsspinner vor. © Jonas Güttler/dpa

In NRW sorgt derzeit wieder der Eichenprozessionsspinner für Probleme. Die Raupe kann auch für Menschen gefährlich werden – und wird nun auf Autobahnen bekämpft.

Freudenberg – Im Sauer- und Siegerland sind die Autobahnmeistereien zurzeit mit eigenem Gerät gegen den Eichenprozessionsspinner im Einsatz. Mit einem zur Sprühanlage umgerüsteten Mähausleger verteilen die Straßenarbeiter an den Park- und Rastplätzen entlang der Autobahn 45 ein Biozid auf den Bäumen, das die Ausbreitung der Raupe mit den gefährlichen Brennhaaren eindämmen soll. Dazu wird laut Autobahnniederlassung Westfalen ein für die Bekämpfung der Raupen zugelassenes Mittel auf die frischen Eichenblätter gesprüht. Frisst die Raupe das Blatt, stirbt sie bevor sie das für den Menschen gefährliche Lebensstadium erreicht hat.

Eichenprozessionsspinner: So gefährlich ist die kleine Raupe

Die sich andernfalls entwickelnden langen Brennhaare der Raupen können bei Menschen im Fall eines Kontakts schwere Hautreizungen und Atembeschwerden hervorrufen. Die Tiere sitzen oft in Nestern in Eichen. Nach Angaben der Autobahnniederlassung Westfalen haben sich die Nachtfalter inzwischen nahezu im gesamten Zuständigkeitsgebiet ausgebreitet. Die Bekämpfung sei notwendig um Parkplatznutzer aber auch die eigenen Mitarbeiter zu schützen, die in der Nähe von befallenen Bäumen im Einsatz sind.

Eichenprozessionsspinner in NRW: Bekämpfung auf unterschiedliche Art

Auch viele Kommunen oder der Landesbetrieb Straßen.NRW gehen seit mehreren Wochen mit großflächigem Sprüheinsatz präventiv gegen die Nachtfalterlarven vor. Die Naturschützer vom BUND empfehlen dagegen das Absaugen und Absammeln von Raupen. Umweltschädliche Biozide könnten auch andere Schmetterlinge gefährden. Ein solches Verfahren wird aktuell auch in Köln angewendet. Auch dort sorgen die Eichenprozessionsspinner jedes Jahr für Probleme. (dpa/lnw)

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