1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Spenge: Bauarbeiter entdecken mysteriösen Tunnel, der zu einer Bank führt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Johanna Werning

Ein Polizist schaut auf das Loch eines Tunnels, den Unbekannte zur Volksbank gegraben haben.
Mit einem unterirdischen Tunnel wollten Einbrecher die Volksbank in Spenge ausrauben. © Ekkehard Wind/dpa

Die Volksbank in Spenge entging allem Anschein nach nur knapp einem dreisten Einbruchsversuch. Die Täter versuchten sich mit einem unterirdischen Tunnel Zutritt zu verschaffen.

Spenge – Einbrecher haben einen unterirdischen Tunnel bis zu einer Volksbank in Spenge (Kreis Herford) gegraben. Bauarbeiter seien darauf gestoßen, nachdem sie abgesackte Pflastersteine wieder ebnen wollten, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagabend.

Spenge: Bauarbeiter entdecken Einbrecher-Tunnel zu Bank-Filiale

Die ersten unebenen Steine am Parkplatz neben dem Finanzinstitut waren schon am Freitag aufgefallen, am Montag waren es mehr als zuvor. Daraufhin beauftragte die Volksbank Bauarbeiter, die anrückten und dann auf den Tunnel stießen. Am Dienstagnachmittag wiederum alarmierte die Volksbank die Polizei, die zum Tunnel eilte. Von den Einbrechern fehlte aber jede Spur.

Spenge: Einbrecher-Tunnel schon vor längerer Zeit gegraben

Blick in einen teilweise mit einem Zelt abgedeckten Schacht neben dem Gebäude der örtlichen Volksbank.
Der Einbrecher-Tunnel war sieben bis acht Meter lange und etwa ein Meter breit. © Friso Gentsch/dpa

Offenbar war der sieben bis acht Meter lange und etwa ein Meter breite Tunnel schon vor längerer Zeit gegraben worden, er war mit Brettern abgesichert worden. Der Tunnel führte unterirdisch bis zu der Bank, einen Durchbruch hatte es aber noch nicht gegeben. Begonnen haben sollen die Täter die Grabungsarbeiten auf Höhe eines Trafohäuschen eines Stromnetzbetreibers

„Nach bisherigen Erkenntnissen gehen wir davon aus, dass mögliche Täter versuchten, durch diesen Tunnel in das Innere der Volksbank zu gelangen“, sagte die Polizeisprecherin. Es sei ein großes Ermittlerteam vor Ort, um den Sachverhalt zu rekonstruieren. Den Tunnel könne man wegen möglicher Einsturzgefahr nur mit großer Vorsicht betreten, so die Sprecherin weiter.

Derzeit laufen die Untersuchungen weiter an. Der Bereich ist noch immer abgesperrt. Spurenexperten des Polizeipräsidiums in Bielefeld sind nach Angaben der Polizei in Herford an den Tatort gekommen. Viele Fragen seien jedoch noch offen, so die Polizei am Tag nach dem Fund. So auch, was mit dem Erdaushub passiert ist, der beim Tunnelbau angefallen war. 

Auch in Köln versuchten sich dreiste Betrüger zu bereichern. Die beiden gaben sich als falsche Wasserwerker aus und raubten eine ältere Dame aus. (dpa/lnw)

Update vom 19. Mai, 14:44 Uhr: Der Artikel wurde im vorletzten Absatz um den aktuellen Erkenntnisstand erweitert.

Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

Auch interessant