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Schmecken wie Hühnchen: Polizei stoppt Transport mit gegrillten Fledermäusen auf der A44

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Kartons mit gebratenen Fledermäusen und ungekühltem Fisch in einem Transporter (Montage).
Die komplette Ladung musste vernichtet werden (IDZRW-Montage). © Bundespolizei (2)

Ein Transporter aus Belgien wurde in Aachen gestoppt. Die Polizei fand an Bord rund eine Tonne ungekühlten Fisch – und gebratene Fledermäuse.

Aachen – Fieser Fund in einem Kleintransporter aus Belgien. Die Bundespolizei stoppte das Fahrzeug am Montagmorgen an der Ausfahrt Aachen-Brand auf der A44. Der 31-jährige Fahrer hatte mit dem beladenen Transporter Ware von Belgien nach Deutschland transportieren wollen. Bei einer Kontrolle des Laderaums war aber schnell klar: Dieser Kleintransporter fährt erstmal nicht mehr weiter. Denn die Polizei entdeckte fast eine Tonne ungekühlten Fisch und zusätzlich noch gebratene Fledermäuse an Bord.

31-Jähriger transportierte eine Tonne ungekühlten Fisch

Die Polizei informierte umgehend das Amt für Verbraucherschutz, Tierschutz und Veterinärwesen der Städteregion Aachen. Das Amt schickte daraufhin eine Tierärztin nach Aachen-Brand, die das Fahrzeug und die Ladung genauer unter die Lupe nahm. „Sie ordnete eine Beschlagnahme der ungekühlten Lebensmittel und gebratenen Fledermäuse an“, berichtet ein Sprecher der Bundespolizei. Gleichzeitig kam bei der Kontrolle noch heraus, dass der Kleintransporter weder versichert noch zugelassen ist. Der 31-jährige Fahrer konnte sich zudem nicht ausweisen und hatte keinen Führerschein. Auf ihn warten gleich mehrere Verfahren.

„Er wurde wegen der Straßenverkehrsdelikte und wegen der unerlaubten Einreise zur Anzeige gebracht. Ihn erwartet auch noch ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen der verschiedenen Rechtsverstöße gegen die Lebensmittelhygiene. Zurzeit prüft das zuständige Amt der Städteregion, ob er wegen der gebratenen Fledermäuse auch gegen das Artenschutzgesetz verstoßen hat“, berichtet die Bundespolizei. Die ungekühlten Lebensmittel sollen in Kürze vernichtet werden. (bs/ots) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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