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Datenpanne im Ennepetaler Impfzentrum: Mitarbeiterin gibt aus Versehen 1500 Mail-Adressen preis

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n einer Scheibe eines Schalters des Impfzentrums des Landkreises Kassel spiegeln sich Mitarbeiter.
In einem Impfzentrum ist es bei der Absage der Astrazeneca-Impftermine zu einer Datenpanne gekommen (Symbolbild). © Uwe Zucchi/dpa

Einer Mitarbeiterin des Impfzentrum im Ennepe-Ruhr-Kreis ist bei der Absage von Impfterminen ein Faux-Pas unterlaufen. Den Fehler bemerkte man auch dank Twitter-Nutzern.

Ennepetal/Schwelm – Bei der kurzfristigen Absage der Astrazeneca-Impftermine ist einer Mitarbeiterin des Impfzentrums im Ennepe-Ruhr-Kreis eine Datenschutz-Panne unterlaufen. Eine Sammel-E-Mail war am Montag mit sichtbaren Mailadressen sämtlicher Adressaten an alle knapp 1500 Impflinge mit bereits vereinbartem Termin verschickt worden, wie der Kreis am Dienstag mitteilte. In Duisburg gab es eine ganz andere Corona-Panne, bei der Menschen ohne vorherigen Test ein Ergebnis zugeschickt bekommen hatten.

Datenpanne im Ennepe-Ruhr-Kreis: Fehler im Eifer des Gefechts – „nur“ E-Mail-Adressen betroffen

Die Mail sei damit ein „klarer Verstoß für die Grundregeln des Datenschutzes“, hieß es weiter. „Dafür entschuldigen wir uns bei den Betroffenen in aller Form.“ Man habe sich bemüht, unmittelbar nach dem Eintreffen der Information, dass das Impfen mit Astrazeneca ausgesetzt werden müsse, die Betroffenen zu informieren. Insofern seien die Adressen beim Kopieren versehentlich und „im Eifer um Eile“ im falschen Empfängerfeld – bei „An“ statt bei „Blind Copy“ – gelandet. Es seien ausschließlich die E-Mail-Adressen und keinerlei Gesundheitsdaten sichtbar geworden, betonte der Pressesprecher.

Ennepe-Ruhr-Kreis: Twitternutzer machten auf Datenpanne aufmerksam – Landrat verteidigt Mitarbeiterin

Unter anderem hatten Twitternutzer auf die Panne aufmerksam gemacht. Laut Kreis haben einige Betroffene sich zudem an die Datenschutzbeauftragte des Kreises gewandt, die nun die Landesbeauftragte über den Sachverhalt informieren wird.

Landrat Olaf Schade (SPD) äußerte Verständnis für die Verärgerung der Betroffenen, stellte sich aber hinter seine Behörde und die Mitarbeiterin, der der Fehler unterlaufen war: „Ohne ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Ideen und ihre Kenntnisse stünde das Impfzentrum heute nicht da, wo es steht. Oder mit anderen Worten: Wo an sieben Tagen in der Woche so engagiert gearbeitet wird, da passieren leider auch mal Fehler“, teilte er mit. Der „sehr ärgerliche Fehler“ sei nicht geeignet, die sehr gute Arbeit aller Beteiligten im Impfzentrum in ein schlechtes Licht zu rücken, so Schade. (dpa)

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