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Erftstadt-Blessem: Bewohner dürfen zurück in ihre Häuser

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Von: Johanna Werning

Menschen mit Koffern und Rucksäcken laufen eine Straße in Richtung Erftstadt.
Die Bewohner kehren zurück nach Erftstadt-Blessem © Uli Grohs/Stadt Erftstadt

Die Bewohner in Erftstadt-Blessem dürfen zurück in ihre Häuser. Vorausgesetzt, die Sicherheit ist gewährleistet. Für die Rückkehr sind Psychologen vor Ort.

Erftstadt – Eine Woche ist vergangen, seitdem die Einwohner in Erftstadt-Blessem fluchtartig ihre Häuser verlassen mussten. Nach Starkregen kam es zu enormen Überschwemmungen und sogar Erdrutschen. Der gesamte Stadtteil und die B265 wurden überflutet. Unzählige Menschen galten als vermisst. Auch Tage später drohte „akute Lebensgefahr“, da eine Abbruchkante instabil war. Weitere Erdrutsche konnten nicht ausgeschlossen werden. Für die Betroffenen vor Ort folgte eine Zeit des Bangens. Doch jetzt gibt es eine erste gute Nachricht.

Erftstadt-Blessem: Evakuierung aufgehoben

Ab heute dürfen einige Bewohner, dessen Häuser nicht einstürzten, zurück in ihre Häuser – und zwar dauerhaft. Vorausgesetzt, dass die Standsicherheit der Gebäude gewährleistet ist, teilte Landrat Frank Rock mit. Das wurde am Donnerstagmorgen vom Geologischen Dienst überprüft.

Der Einlass in das Gebiet nach der Flut in der vergangenen Woche ist zunächst nur Blessemer Bürgern erlaubt. Für sie wurde ein Shuttleservice eingerichtet. Teams von Feuerwehr, Polizei und Psychologen stehen bereit. Denn für einige Betroffene dürfte die Rückkehr ein echter Schock sein. Die Wassermassen sorgten für blanke Zerstörung.

„Der Rhein-Erft-Kreis und besonders Erftstadt sind von einer Naturgewalt getroffen worden, deren Ausmaße uns immer noch verstören. Wir verzeichnen enorme materielle und immaterielle Schäden. Verbunden mit unsagbarem menschlichem Leid“, so Landrat Frank Rock in den vergangenen Tagen.

Erftstadt-Blessem: Erste Bewohner zurückgekehrt

Mittlerweile sind die ersten Bewohner in ihre Häuser zurückgekehrt. Bürgermeisterin Carolin Weitzel ist ebenfalls vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen und den Blessemern ins Gespräch zu kommen. Das Ausmaß der Schäden „wird sehr unterschiedlich von den Bewohnern bewertet“, so die Stadt.

Doch nicht alle dürfen in ihre Häuser zurück. Für die Straßen „Radmacher Straße“, „Eschenweg“ und für die die Adresse „Frauenthaler Straße 100-151“ gilt weiterhin ein Betretungsverbot im 100 Meter Radius, so die Stadt weiter. Das Betreten sei zu gefährlich. Es bestehe Sicherheitsgefahr. Diese Bereiche sind vor Ort durch Zäune und die Polizei gesichert. 
 

Erftstadt-Blessem: Schadenshöhe noch nicht klar

Etliche Freiwillige helfen den Menschen und Anwohnern im Ort beim Ausräumen der Häuser.
Wie hoch der Schaden ist, ist noch nicht klar (Symbolbild) © Christoph Reichwein/Imago

Zuvor hieß es, dass die Bürger in Erftstadt-Blessem lediglich kurzzeitig ihre Häuser aufsuchen dürften. So sollten persönliche Gegenstände, die nicht zerstört worden sind, gerettet werden. Wie hoch der Schaden in Erftstadt und in den anderen Hochwassergebieten ist, ist derzeit noch nicht klar. (jw)

Flutkatastrophe: Diese Gegenden wurden ebenfalls schwer getroffen

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