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Erftstadt Blessem: Seniorenheim wurde evakuiert

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Von: Stefanie Knupp

Lastwagen stehen auf der überfluteten Bundesstraße 265 im Wasser
Autofahrer wurden auf der B265 von Wassermassen überrascht. © Marius Becker/dpa

Im Stadtteil Blessem in Erftstadt sind mehrere Häuser eingestürzt. Die Bezirksregierung Köln spricht von Todesopfern. Die Anzahl ist noch unklar.

Update vom 17. Juli, 14:15 Uhr: Im Erftstadter Ortsteil Blessem wurde „Großalarm“ ausgerufen. Das Seniorenheim „Quartier am Stadtgarten“ muss evakuiert werden. Der Einsturz des Heims drohe. Insgesamt sind 63 Personen betroffen – viele davon im Rollstuhl. Sieben Bewohner müssen liegend transportiert werden, heißt es weiter.

Erftstadt-Blessem: Stadtteil abgeriegelt

Update vom 17. Juli, 12:08 Uhr: Die Polizei hat den Erftstadter Ortsteil Blessem mit mehreren eingestürzten Wohnhäusern am Samstag großräumig abgesperrt. Der Grund: An der Abrisskante habe es eine Unterspülung gegeben. Aktuell wisse man nicht, ob weiter Gefahr drohe, so ein Polizeibeamter an der Absperrung. Die Zufahrtsstraßen nach Blessem wurden mit weiß-roten Bändern abgesperrt, an einer anderen Stelle standen Polizeibeamte auf der Fahrbahn.

Währenddessen bergen Panzer der Bundeswehr auf der B265 Autos von der überfluteten Straße.

Erftstadt: 30 Autos unter Wasser entdeckt – Stadt rechnet mit Toten

Update, 20:18 Uhr: In Erftstadt wird weiterhin mit Todesopfern gerechnet, auch wenn noch kein Leichnam entdeckt wurde. Wie das Radio Erft berichtet, haben Experten auf der Luxemburger Straße den überfluteten Bereich mit Sonargeräten abgesucht und fast 30 Autos unter den Wassermassen entdeckt. Aktuell ist unklar, ob sich alle Menschen aus den Autos rechtzeitig retten konnten. Zudem laufen dort auch Chemikalien und Öl aus. Sechs Hubschrauber und 35 Boote sind weiterhin im Einsatz. Sie retten Menschen aus den überschwemmten Gebieten.

Erftstadt-Blessem: Bundespräsident Steinmeier kommt am Samstag

Update, 20:01 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am morgigen Samstag Erftstadt besuchen. Wie die NRW-Staatskanzlei mitteilt, wird Steinmeier am Samstagmittag gemeinsam mit Ministerpräsident Armin Laschet in Erftstadt eintreffen. Dort wolle sich Steinmeier in der Feuerwehrleitzentrale ein Bild von der aktuellen Lage machen und mit den Einsatzkräften sprechen.

Erftstadt-Blessem: Rettungseinsatz abgeschlossen

Update, 17:45 Uhr: Nach Angaben des Rhein-Erft-Kreises ist der Rettungseinsatz in Blessem abgeschlossen. Etwa 170 Menschen seien gerettet worden. Der Kreis schreibt auf Facebook, dass es bisher keine bestätigten Todesopfer gebe und nimmt damit vorhergehende Angaben zurück. Der vermeldete Todesfall sei wohl fälschlicherweise mit dem Hochwasser in Verbindung gebracht worden, wie ein Sprecher des Kreises am Freitag sagte.

In weiten Teilen des Kreises bestehe weiterhin größte Lebensgefahr. Gesperrte Bereiche sollten auf keinen Fall betreten werden, evakuierte Häuser dürfen erst nach Freigabe der Behörden betreten werden.

Erftstadt-Blessem: Todesopfer befürchtet

Update, 17:25 Uhr: Die Stadt Erftstadt hat Hotlines für Menschen eingerichtet, die Angehörige vermissen. Unter den Rufnummern 0800/6565651 und 0800/2210001 ist die Hotline zu erreichen.

Update, 16:35 Uhr: Der Rhein-Erft-Kreis bestätigt am Freitagnachmittag ein Todesopfer in Erftstadt. Es sei zu befürchten, dass es noch weitere Opfer gebe. Es sei unklar, ob es alle Autofahrer noch rechtzeitig aus ihren Wagen schafften, als sie auf der B265 von Wassermassen überrascht wurden.

Update, 15:03 Uhr: Die Kiesgrube in Blessem sackt immer weiter ab. Feuerwehr-Sprecher Elmar Mettke sagte bei ntv: „Wir hoffen, dass der Wasserstand zurück geht, damit wir mit den Aufräumarbeiten beginnen können.

Erftstadt-Blessem: Teile der Burg eingestürzt

Update, 13:17 Uhr: „Wir gehen von mehreren Toten aus, wissen es aber nicht“, sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag in Düsseldorf. Im Stadtteil Blessem seien nach aktuellem Stand drei Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg eingestürzt.

Im östlichen Gebiet, das bisher durchforstet wurde, seien alle Menschen in Sicherheit. Dort gebe es keine Todesopfer. „Aber das ist noch nicht die ganze Stadt.“ Die Lage in Erftstadt sei „wegen der Dynamik“ zurzeit «ganz besonders kritisch“.

Update, 12:13 Uhr: In der Nähe von Blessem in Erftstadt sind Teile der A1 in die Erft gestürzt. Auch ein Stück Lärmschutzwand sei eingestürzt.

Update, 13:05 Uhr: Offenbar gab es Gerüchte, über verunreinigtes Trinkwasser in Erftstadt. Die Stadt gibt auf Facebook Entwarnung: „Die Frischwasserversorgung in Erftstadt ist nicht beeinträchtigt. Das Trinkwasser in Erftstadt kann bedenkenlos getrunken werden.“

Ein Foto, das die Bezirksregierung Köln am Freitag über Twitter verbreitete, zeigt Überschwemmungen in Erftstadt-Blessem.
In Erftstadt-Blessem sind mehrere Häuser eingestürzt. © picture alliance/dpa/Rhein-Erft-Kreis

Häuser stürzen ein, Lebensgefahr besteht – „katastrophale Lage“

Update, 12:02 Uhr: Wie viele Menschen noch vermisst und wie viele gestorben sind, ist noch unklar. Die Lage ist nach wie vor unübersichtlich, erklärte Frank Rock bei ntv. „Es ist eine katastrophale Lage, wie wir sie hier noch nie hatten“, so der Landrat.

Es seien noch 50 Menschen mit Booten gerettet worden, aber auch wieder Menschen auf eigene Faust in bereits evakuierte Häuser zurückgekehrt. Ein Sprecher des Kreises sagte der dpa: „Wir beobachten, dass jetzt zum Teil Bürgerinnen und Bürger versuchen, wieder in ihre Häuser zu kommen.“ Dafür sei es definitiv zu früh. „Es besteht weiterhin Lebensgefahr.“

Erftstadt-Blessem: Häuser stürzen ein – mehrere Todesopfer

Update, 11:08 Uhr: Ein Gasaustritt in Blessem hatte die Rettungsarbeiten zunächst erschwert. Die GVG Rhein-Erft hat deswegen in dem Stadtteil vorsorglich die Gasversorgung abgeschaltet. Das teilt der Energieversorger auf seiner Internetseite mit. Auch in den Stadtteilen Lechenich, Konradsheim, Ahrem, Borr, Erp, Niederberg und Bliesheim ist das Gas abgestellt.

Update, 10:37 Uhr: Der Kreis teilt mit, dass in der Nacht und am Morgen 55 Menschen aus den Häusern gerettet werden konnten. Etwa 15 Personen sind den Angaben zufolge noch vom Wasser eingeschlossen. Die Bundeswehr stellt weitere Kräfte für die Rettung von Personen zur Verfügung.

Erftstadt-Blessem: Todesopfer nach Hauseinstürzen

Trümmer eingestürzter Häuser liegen im Ortsteil Blessem
In Erftstadt-Blessem sind durch das Hochwasser Häuser eingestürzt. © David Young/dpa

Erstmeldung, 16. Juli, 10:25 Uhr: Erftstadt – In Erftstadt gibt es in folge der Hochwasser-Katastrophe Todesopfer. Am Freitagmorgen meldete die Bezirksregierung Köln, dass im Stadtteil Blessem Häuser „massiv unterspült“ und einige eingestürzt seien. Etliche Personen würden noch vermisst. Eine Sprecherin der Bezirksregierung sagte am Vormittag: „Es gibt Todesopfer.“

Fotos, die die Bezirksregierung auf Facebook und Twitter postete, zeigen das Ausmaß der Katastrophe. Häuser wurden durch Erdrutsche mitgerissen, riesige Erdlöcher entstanden. Aus den Häusern kämen immer wieder Notrufe, aber eine Rettung sei vielfach nicht möglich. Menschen könnten derzeit nur mit Booten vom Wasser aus gerettet werden, hatte die Behörde zuvor mitgeteilt. Dazu erschwere ein Gasaustritt die Rettungsarbeiten. Mehrere Pflegeheime würden geräumt. Weitere Informationen zum Hochwasser im Rhein-Erft-Kreis gibt es in unserem News-Ticker.

Erftstadt-Blessem: Zahl der Vermissten noch unklar

Wie viele Menschen vermisst werden, konnte die Sprecherin der Bezirksregierung nicht sagen. Die Situation sei unübersichtlich. Ein Erkundungstrupp des Katastrophenschutzes sei in dem Ort unterwegs.

Nach dem extremen Starkregen war der Fluss Erft über die Ufer getreten und hatte Teile des Stadtgebiets überflutet. In mehreren Ortschaften hatte es Evakuierungen gegeben. „Wir durchleben gerade eine Krise, deren Dimensionen heute noch nicht abschätzbar sind“, hatte Frank Rock (CDU), Landrat im Rhein-Erft-Kreis, am Donnerstag gesagt. (sk mit dpa)

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