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Helfer entdeckt Waffenlager bei Aufräumarbeiten in Erftstadt-Blessem

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Bundeswehrsoldaten räumen eine Straße im Ortsteil Blessem und beladen den Lastwagen mit Unrat.
Die Aufräumarbeiten nach der Hochwasser-Katastrophe in Erftstadt-Blessem sind noch in vollem Gange. © David Young/dpa

Gefährlicher Fund: Ein Helfer hat mehrere tausend Schuss Munition und Handgranaten bei Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser in Erftstadt-Blessem entdeckt.

Erfstadt/Köln – Bei den Aufräumarbeiten im schwer vom Hochwasser betroffenen Erftstadt-Blessem in Nordrhein-Westfalen hat ein Helfer mehrere tausend Schuss Munition in einem vollgelaufenen Keller gefunden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, fand der freiwillige Helfer beim Leerpumpen des Kellers am Freitag zudem Übungshandgranaten und meldete das der Bundespolizei.

Ein Entschärfer des Landeskriminalamtes habe sich anschließend um die Fundstücke gekümmert. Der Hausbesitzer habe den Beamten freiwillig weitere Waffen übergeben: unter anderem zwei Gewehre, eine Pistole, ein Säbel und ein Bajonett. Gegen ihn wurde Anzeige erstattet.

Hochwasser: Nicht nur in Erftstadt-Blessem wurden Waffen gefunden

Bereits am Freitag hatte die Polizei Köln mitgeteilt, dass bei Aufräumarbeiten im Kreis Euskirchen und im Rhein-Sieg-Kreis immer wieder teilweise geladene Waffen gefunden werden. „Eltern werden dringend gebeten, Kinder auf die Gefahren hinzuweisen“, schrieb die Polizei auf ihrer Facebook-Seite. Wer Waffen oder Munition finde, solle umgehende den Notruf wählen.

Der Erftstädter Ortsteil Blessem wurde vom Hochwasser und der Flutkatastrophe besonders schwer getroffen. Es kam zu einem Erdrutsch und mehrere Häuser stürzten ein. Am vergangenen Freitag wurde dort der Katastrophenfall wieder aufgehoben. In den nächsten Wochen soll zudem ein neuer Damm gebaut werden. (dpa)

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