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Essen: Feuer in Wohnkomplex „glich einem Inferno“ – Reul hat Verdacht

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Von: Mick Oberbusch

Ausgebrannter Wohnkomplex in Essen-Westviertel, Bargmannstraße
In Essen-Westviertel ist ein Wohnkomplex am Montag (21. Februar) fast vollständig ausgebrannt. © Christoph Reichwein/dpa

In Essen ist am Montagmorgen (21. Februar) ein Wohnkomplex in Brand geraten. 100 Personen mussten in Sicherheit gebracht werden, Löscharbeiten dauern an.

Update vom 21. Februar, 12:29 Uhr: Der Großbrand des Essener Wohnkomplexes am Montagmorgen (21. Februar) ist nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) „Sehr stark von außen in Gang gesetzt worden“. Auf die Frage eines Journalisten, ob Dämmstoffe das Feuer begünstigt haben könnten, sagte Reul: „Ich bin ja kein Fachmann, deswegen halte ich mich da zurück, aber ich denke so ähnlich wie sie.“ Zur möglichen Brandursache gebe es noch keine Hinweise. Die drei Verletzten mit Rauchgasproblemen hätten das Krankenhaus bereits wieder verlassen können. „Vermisst wird niemand, aber es kann natürlich trotzdem noch jemand drin sein“, sagte Reul. Die Feuerwehrleute könnten „wegen der Statik“ derzeit nicht alle Räume betreten. Er könne inzwischen „Entwarnung geben, was die aktuelle Gefahr angeht“.

Update vom 21. Februar, 11:46 Uhr: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat bezüglich der infolge eines Wohnkomplex-Brandes entstandenen Rauchgase Entwarnung gemeldet. Die Warnung wurde erstmals in der Nacht zum Montag (21. Februar, gegen 3 Uhr) ausgesprochen und ist nun aufgehoben. Dennoch kann es aufgrund des Brandereignisses im Stadtteil Essen-Westviertel weiterhin zu Geruchsbelästigung kommen. Anwohnerinnen und Anwohner werden gebeten, Fenster und Türen weiterhin geschlossen zu halten. Klima- und Lüftungsanlagen seien ebenfalls abzuschalten.

Essen: Riesiges Feuer in Wohnkomplex auf der Bargmannstraße – „Es glich einem Inferno“

Brennender Wohnkomplex, davor stehen Feuerwehrleute
Die Feuerwehr Essen evakuierte infolge des Wohnkomplex-Brandes am 21. Februar über 100 Personen © Stephan Witte/dpa

Erstmeldung vom 21. Februar, 08:23 Uhr: Essen – Großeinsatz für die Feuerwehr Essen: Ein riesiger Wohnkomplex in der Bargmannstraße mit etwa 100 Bewohnern stand am frühen Montagmorgen plötzlich in Flammen. Die Windböen von Sturm „Antonia“ fachten den Brand zusätzlich an, sodass das Gebäude binnen kürzester Zeit ausbrannte. Glücklicherweise wurden zunächst nur drei Verletzte gemeldet. Sie kamen mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Etwa 100 Personen seien aus dem Komplex in Sicherheit gebracht worden, schilderte ein Feuerwehrsprecher. Das entspreche ungefähr der Zahl der dort wohnenden Menschen.

Essen: Brand in Wohnkomplex – Ende der Löscharbeiten noch nicht abzusehen

Die Feuerwehr war mit 150 Einsatzkräften vor Ort. Ein Ende der Löscharbeiten sei noch nicht abzusehen, sagte der Sprecher am Morgen. „Das ist sehr schwierig und teilweise gefährlich für die Einsatzkräfte momentan, da in jede Wohnung reinzugehen.“ Die Bewohner wurden in einem nahegelegenen Hörsaal der Universität untergebracht. Der 35 Jahre alte Lennart Diedrich war als direkter Anwohner einer der ersten Augenzeugen des Feuers. „So um zwei Uhr war‘s, als ich ins Bett gehen wollte und so die letzten Lichter ausgemacht habe und draußen „Feuer! Feuer!“ geschrien wurde“, berichtet Diedrich der Deutschen Presse-Agentur. „Und dann hab ich aus dem Fenster geschaut, und da kam da, wo die Jalousien so auf Halbmast hängen, Rauch raus. Da hab ich gesagt: „Ok, das ist ernster.““

Er versuchte, die Feuerwehr zu rufen, zog sich an und rannte raus. „Dann kamen schon von der ganzen anderen Gebäudeseite Flammen hochgelodert. Es glich einem Inferno. Der Wind peitschte die Flammen an - Funken.“ Kurz darauf traf der erste Feuerwehrwagen ein. Die Feuerwehrleute liefen ins Haus und riefen dann: „Wir brauchen mal Hilfe!“ Diedrich folgte dem Aufruf zusammen mit zwei anderen Personen. „Dann sind wir hochgelaufen in dem Treppenhaus da, zu dritt. Und da war ein Rollstuhlfahrer, der den Fahrstuhl natürlich nicht mehr benutzen konnte und nicht runtergekommen ist. Da haben wir den zu dritt runtergetragen. Zwei hinten, ich hab vorne angepackt, haben ihn runtergetragen. Dann kam die Polizei, und es wurde alles evakuiert.“

Brand in Essen: Straßen im Westviertel waren voll gesperrt – Berufsverkehr behindert

Es sei dann unheimlich schnell gegangen. „Innerhalb von 20 Minuten stand das ganze Haus komplett in Flammen. Man hat das Gefühl, das ist ein Feuer-Inferno, in dem man sich hier befindet.“ Am Montagmorgen schlugen immer noch Flammen aus dem ausgebrannten L-förmigen Gebäudekomplex. Aufgrund der Löscharbeiten kam es zu Behinderungen im Berufsverkehr. Die Segerothstraße und die Friedrich-Ebert-Straße im Essener Westviertel waren nach Feuerwehr-Angaben voll gesperrt. Das Westviertel grenzt unmittelbar westlich an den Essener Stadtkern an. (dpa/mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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