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Essen: 14-Jährige stirbt nach Drogen-Konsum – Dealer vor Gericht

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 Ein Schild, das auf das Landgericht Essen, Amtsgericht Essen und Arbeitsgericht Essen hinweist.
In Essen beginnt der Prozess gegen einen Drogendealer (Symbolbild) © Rupert Oberhäuser/Imago

In Essen steht seit Mittwoch ein Mann vor Gericht, der einer 14-Jährigen Ecstasy verkauft haben soll. Das Mädchen starb nach dem Drogenkonsum.

Essen – Nach dem Drogentod einer 14-Jährigen aus Bochum muss sich ein Mann aus Gelsenkirchen seit Mittwoch in Essen vor Gericht verantworten. Der 35-Jährige hat bereits gestanden, dass er zwei Mädchen im Januar 2021 Ecstasy-Tabletten und Marihuana verkauft hat. Dass es sich bei den Käuferinnen um Minderjährige gehandelt hat, will er jedoch nicht gewusst haben. Die 14-Jährige war nach dem Konsum der Ecstasy-Tabletten zusammengebrochen und im Krankenhaus an den Folgen einer Vergiftung verstorben. Die Anklage lautet auf Abgabe von Betäubungsmitteln mit Todesfolge.

Essen: 14-Jährige stirbt nach Drogen-Konsum – Dealer vor Gericht

Nach Angaben des Angeklagten hat ein Bekannter die beiden damals 14 und 16 Jahre alten Mädchen an ihn vermittelt. „Eine von ihnen hat mir gesagt, dass sie ihren 19. Geburtstag feiern möchte“, sagte der Drogendealer zum Prozessauftakt am Essener Landgericht. „Über das Alter habe ich mir aber auch keine Gedanken gemacht.“ Er selbst sei davon ausgegangen, dass sie bereits 18 bis 20 Jahre alt seien. „Ich habe sie sogar noch darauf hingewiesen, dass die Tabletten nicht ohne sind“, sagte er den Richtern. Die Mädchen hätten ihn jedoch beruhigt und gesagt, dass sie sich auskennen würden.

Essen: 14-Jährige stirbt nach Ecstasy-Konsum – Urteil im Dezember

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es für den Angeklagten erkennbar war, dass es sich um minderjährige Käuferinnen gehandelt hat. „Die Gefahr lag auf der Hand, dass es zu körperlichen Schädigungen und gegebenenfalls auch zum Tode kommen kann“, heißt es in der Anklage. Mit einem Urteil ist voraussichtlich Mitte Dezember zu rechnen. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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