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Essen: Alles Wichtige über die Großstadt im Herzen des Ruhrgebiets 

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Das Rathaus Essen vom Edmund-Körner-Platz gegenüber der Alten Synagoge aus gesehen
Das Rathaus Essen vom Edmund-Körner-Platz gegenüber der Alten Synagoge aus gesehen © Klaus W. Schmidt / IMAGO

Essen lädt seine Gäste dazu ein, Geschichte zu entdecken, Zechenromantik zu erleben und ein vielseitiges Angebot an Kunst und Kultur zu genießen.

Essen - Die kreisfreie Großstadt Essen liegt zentral inmitten des Ruhrgebietes. Zusammen mit Dortmund, Duisburg und Bochum gehört die Stadt zu den vier großen Zentren des Ballungsraums. Politisch ist Essen dem Regierungsbezirk Düsseldorf zugehörig und damit dem Bundesland Nordrhein-Westfalen. Regierender Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (* 05.08.1973) (Stand 2021). Die Stadt ist in neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile untergliedert. Per 31. Dezember 2020 waren in Essen 591.032 Einwohner gemeldet.

Essen: PLZ, Vorwahl, Autokennzeichen

Verkehrsanbindung Essen

Essen – ein Wirtschaftsstandort mit bewegter Geschichte

Mit der Gründung des Frauenstifts begann im Jahr 851 die Geschichte der Stadt Essen. Knapp 20 Jahre später fand die Weihe des Münsters statt. Über die nächsten Jahrhunderte hinweg behielt Essen sein mittelalterliches Erscheinungsbild. Das Ende des 15. Jahrhunderts brachte eine langsame Entwicklung des Kohlehandels. Bis zur Industrialisierung stieg der Bedarf fortan stetig. Dampfmaschinen, Eisenbahnen und steigende Bevölkerungszahlen verlangten mehr und mehr Kohle, der Bergbau boomte. Im Jahr 1811 gründete Friedrich Krupp (39, † 1826) die Krupp-Gussstahlfabrik. Nach dessen Tod übernahm sein damals 14-jähriger Sohn Alfred Krupp (75, † 1887) die Geschäfte. Unter seiner Leitung konnte in Essen die weltweit größte Stahlfabrik entstehen. Geschichte schrieb Alfred Krupp auch wegen freiwillig gezahlter Sozialleistungen.

Die Bomben des Zweiten Weltkrieges brachten Zerstörung und Tod. Insgesamt wurden mehr als 90 Prozent der Kernstadt vernichtet, auch das Münster lag in Schutt und Asche. Mit dem Rückgang der Schwerindustrie gingen geschlossene Zechen und Arbeitslosigkeit einher. Die Schließung der Zeche Zollverein am 23. Dezember 1986 beendete das letzte Kapitel Essener Bergbaugeschichte. Bis heute ist die Großstadt Essen wichtiger Standort für die Wirtschaft und Sitz zahlreicher Unternehmen, darunter

Essen – Sehenswürdigkeiten, Kunst und Kultur

Die Großstadt Essen weiß ihre Gäste mit einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu begeistern. Einen spannenden Einblick in die Industriegeschichte der Stadt gewährt die Zeche Zollverein. In den Jahren von 1851 bis 1986 war sie ein aktives Steinkohlebergwerk, heute ist sie UNESCO-Welterbestätte und informiert im angeschlossenen Museum über die Geschichte der Kohleförderung und das harte Leben der Kumpel.

Bei einem Besuch der Stadt gehört die Villa Hügel zu den absoluten Höhepunkten. Hier lebte bis 1945 die Unternehmerfamilie Krupp ein Leben in Prunk und Luxus. Der Prachtbau stammt aus dem 19. Jahrhundert und begeistert bis heute mit 269 Zimmern und herrlichem Panoramablick auf den bekannten See im Stadtteil Baldeney.

Der Baldeney-See ist noch immer ein beliebtes Ausflugs- und Freizeitziel für die Essener und ihre Gäste. Weiter zurück in die Geschichte der Stadt Essen führt ein Besuch im Schloss Borbeck. Das strahlend weiße Schloss verzaubert mit hübschem Schlossteich und malerischen Gärten. Zudem versprechen die Museen und Theater der Stadt ein vielfältiges Angebot an Kunst, Kultur und musikalischen Veranstaltungen.

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