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Weil er keine Maske in der Bahn tragen wollte – Mann bedroht Zugbegleiter in Essen mit dem Tod

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Von: Benjamin Stroka

Reisende am Hauptbahnhof in Essen tragen Masken.
Die meisten Bahnreisenden halten sich an die Corona-Regeln. © Oliver Berg/dpa

In Essen verstieß ein Mann in der S-Bahn gegen die Corona-Regeln. Als der Zugbegleiter die Polizei hinzuziehen wollte, soll er eine Todesdrohung erhalten haben.

Essen – Ein Bahnreisender soll am Sonntag (10. Januar) einen Zugbegleiter in Essen mit dem Tod bedroht haben. Er trug keine Maske in der Bahn und verstieß damit gegen die Corona-Regeln. Jetzt ermittelt die Polizei.

Corona in Essen: Mann verstößt gegen Maskenpflicht in der Bahn - Mitarbeiter weist ihn darauf hin

Wie die Bundespolizei mitteilt, soll sich der Vorfall am Sonntagabend ereignet haben. Ein 41-jähriger Mann soll gegen 21 Uhr die S9 in Fahrtrichtung Essen betreten haben. Schon beim Einstieg in die Bahn soll er keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen und somit gegen die Corona-Regeln verstoßen haben.

Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn soll den Mann direkt beim Einstieg auf die bestehende Maskenpflicht hingewiesen haben, dieser habe den Hinweis allerdings ignoriert.

Essen: Zugbegleiter wollte Polizei rufen – Dann drohte ihm ein Fahrgast mit dem Tod

Der Zugbegleiter erklärte dem Mann daraufhin, dass er ohne Maske nicht weiterreisen dürfe und die Bundespolizei hinzugezogen werden müsste. Laut Aussagen des Bahnmitarbeiters habe sich der Mann danach aufgebäumt und ihn bedroht. Wenn die Polizei hinzugezogen werde, sei er tot, soll der Mann gesagt haben.

Der Bahnmitarbeiter zog sich daraufhin zurück und informierte die Bundespolizei am Hauptbahnhof Essen. Die Beamten erwarteten den Mann bereits bei der Einfahrt der S9 in den Hauptbahnhof. Er soll sich aggressiv verhalten haben und ist bereits polizeibekannt. Der Mann bestritt allerdings, den Zugbegleiter bedroht zu haben. Jetzt werten die Beamten das Material der Überwachungskamera aus dem Zug aus. Sie ermitteln gegen den Mann wegen Bedrohung und Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung.

Immer wieder kommt es zu Verstößen gegen die Maskenpflicht und in diesem Zusammenhang zu verbalen oder körperliche Angriffen. In Darmstadt wurde im Juli 2020 eine Busfahrerin verprügelt, nachdem sie Fahrgäste auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte. In Neuss wurde im November ein Busfahrer bespuckt, als er einen Mann aufforderte eine Maske zu tragen. (bs)

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