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Luftmine in Essen: Blindgänger erfolgreich entschärft

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Mit einer Plane abgedeckt liegt eine Luftmine in einer Baugrube.
In Essen muss eine Luftmine entschärft werden © Markus Gayk/dpa

Die Luftmine in Essen wurde erfolgreich entschärft. Die Straßensperrungen werden nach und nach wieder aufgehoben. Auch Züge und Busse können wieder fahren.

Update vom 13. Oktober, 22:05 Uhr: Die britische Luftmine in Stoppenberg an der Straße Kapitelacker wurde erfolgreich entschärft. Für Essen war es die bisher größte durchgeführte Entschärfung. Rund 11.00 Menschen mussten evakuiert werden. Weitere 27.000 Personen mussten sich während der Entschärfung luftschutzgemäß verhalten. „Aufgrund der großen Anzahl betroffener Personen musste die Feuerwehr Essen gemeinsam mit den Hilfsorganisationen ein umfangreiches Betreuungsangebot einrichten und die Evakuierung im Vorfeld planen“, erklärt die Stadt am späten Mittwochabend.

Für die Betroffenen wurden Betreuungsstellen in der Gustav-Heinemann-Gesamtschule und in der Weststadthalle eingerichtet. Knapp 700 Personen nutzen die Stelle. Zusätzlich mussten acht Alten- und Pflegeeinrichtungen evakuiert werden. Die rund 440 Bewohnerinnen und Bewohner wurden zum Großteil im ehemaligen Marienhospital untergebracht, so die Stadt weiter. 141 Krankentransporte wurden durchgeführt. Insgesamt waren 1080 Einsatzkräfte aus insgesamt 25 Städten und Kreisen vor Ort.

Die Straßensperrungen werden nach und nach wieder aufgehoben. Auch der Verkehr der Ruhrbahn und der Deutschen Bahn AG kann wieder anlaufen, erklärt die Stadt weiter.

Luftmine in Essen: Blindgänger erfolgreich entschärft

Update vom 13. Oktober, 21:33 Uhr: „Der Blindgänger wurde erfolgreich entschärft.“ Das teilt die Stadt Essen am späten Mittwochabend mit. Somit werden die Straßensperrungen nach und nach wieder aufgehoben. Die Menschen können zurück in ihre Häuser. „Die Feuerwehr und die Hilfsorganisationen starten nun den Rücktransport der Einrichtungsbewohner*innen.“

Luftmine in Essen: Entschärfung läuft weiter

Update vom 13. Oktober, 21:15 Uhr: Seit rund 90 Minuten läuft die Entschärfung der Luftmine in Essen-Stoppenberg. Rund 11.000 Personen wurden evakuiert. „Im äußeren Kreis gibt es zusätzlich 27.000 Anwohnerinnen und Anwohner, die sich luftschutzgemäß verhalten müssen“, so die Stadt Essen.

Luftmine in Essen: Entschärfung läuft

Update vom 13. Oktober, 19:45 Uhr: Mittlerweile sind alle Krankentransporte erledigt. Auch die Personen stören den Ablauf nicht mehr. Somit sind die Evakuierungsmaßnahmen abgeschlossen. „Die Entschärfung beginnt nun“, so die Stadt.

Luftmine in Essen: Entschärfung verzögert sich

Update vom 13. Oktober, 19:44 Uhr: Die Entschärfung der Luftmine in Essen verzögert sich, „da Personen versuchen, durch die Sperrstellen zu kommen“, so die Stadt am Mittwochabend. Auch bei den Krankentransporten kommt es zu Verzögerung. Insgesamt müssen 100 Kranke evakuiert werden. Derzeit sind „noch nicht alle Krankentransporte abgeschlossen.“

Luftmine in Essen: Entschärfung kann bald beginnen

Info-Hotline der Stadt

Die Stadt hat zusätzlich ein Bürgertelefon zur Bombenentschärfung unter der Nummer 0201 123-8888 eingerichtet. Insgesamt sind über 2650 Anrufe bei der Stadt eingegangen. „Das ist ein neuer Rekord“, so die Stadt Essen.

Erstmeldung vom 12. Oktober: Essen – Wegen des Fundes einer großen Luftmine in Essen müssen am Mittwoch (13. Oktober, ab 10:30 Uhr) rund 11.000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Ab dann werden sowohl die Sirenen als auch die „NINA“-Warn-App ausgelöst. Die britische Luftmine verfügt über drei Aufschlagszünder und eine Sprengstoffmenge von 840 Kilogramm. Eine Luftmine mit derartiger Sprengkraft habe es in mindestens 20 Jahren Stadtgeschichte nicht gegeben, sagte eine Sprecherin vorab. Auch ein Krisenstab wurde eingerichtet.

Luftmine in Essen: Evakuierung läuft auf Hochtouren – äußerer Kreis gesperrt

Die Evakuierungsarbeiten laufen derzeit auf Hochtouren. Es sei insgesamt eine Fläche von drei Quadratkilometern zu bearbeiten. Unter den Betroffen sind auch über 100 kranke Personen, die mit einem Krankentransport evakuiert werden. Darum zieht sich die Evakuierung über mehrere Stunden.

Mittlerweile ist der äußere Kreis gesperrt. „Das bedeutet, dass niemand mehr den äußeren Bereich betreten darf, der Aufenthalt im Freien ist nicht gestattet“, erklärt die Stadt Essen. Nur aus dem Sperrbereich herausfahrende Fahrzeuge werden noch durchgelassen, insbesondere Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr.

Luftmine in Essen: Entschärfung womöglich am späten Nachmittag

Nach dem Stand der Evakuierung rechnete die Stadt damit, dass die Experten des Kampfmittelräumdienstes aus Düsseldorf am späteren Nachmittag oder frühen Abend mit der Entschärfung des Blindgängers beginnen konnten. „Der zweite Evakuierungsdurchgang ist abgeschlossen, es sind allerdings noch einige Krankentransporte abzuschließen. Erst wenn alle Personen in Sicherheit gebracht wurden, kann der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung beginnen“, heißt es am Abend.

Insgesamt sind etwa 750 Einsatzkräfte von Feuerwehr, unterschiedlichen Hilfsorganisationen aus ganz NRW sowie zahlreiche Essener Ordnungsamtsmitarbeiter an der Aktion beteiligt.

Luftmine in Essen: Evakierungs-Radius von einem Kilometer – etliche Einrichtungen bleiben geschlossen

Erstmeldung vom 13. Oktober: Der Radius rund um den Fundort, der komplett geräumt werden müsse, sei mit einem Kilometer erheblich größer als bei kleineren Blindgängern. In einem Umkreis von weiteren 1000 Metern dürfen die Menschen sich nicht im Freien aufhalten und sollen Gebäudeteile aufsuchen, die der Bombe abgewandt liegen.

Der Evakuierungsradius einer Bombenentschärfung in Essen.
Diese Bereich in Essen ist von der Bombenentschärfung betroffen. © Feuerwehr Essen

Bereits ab 8:30 Uhr sollen acht Alten-, Pflege und Behinderteneinrichtungen rund um den Fundort im Stadtteil Stoppenberg geräumt werden. Zwei Stunden später beginnt dann die Evakuierung der übrigen Wohnungen und Häuser. Wegen der Bombenentschärfung müssen am Mittwoch mehrere Einrichtungen geschlossen bleiben. Dazu zählen unter anderem das Bürgeramt Altenessen, die JobCenter Mitte-Nord und Nord-Ost, die Gustav-Heinemann-Jugendbibliothekszentrum Schonnebeck, das Ruhrmuseum und das Red Dot Design Museum sowie sieben Kitas.

Die sieben Kitas in dem betroffenen Gebiet blieben den ganzen Tag über geschlossen. Von den Anwohnern wurden mehr als 100 Krankentransporte angemeldet, von denen am Nachmittag rund die Hälfte abgearbeitet war.

Luftmine in Essen: Betreuungstellen

Auch in den Betreuungsstellen sind bereits einige Betroffene angekommen. Während der Evakuierungsarbeiten sind über 700 Personen in Einsatz. „Dabei muss heute ein Gebiet von drei Quadratkilometern abgearbeitet werden“, so die Stadt.

Luftmine in Essen: Einschränkungen im Sperrgebiet

Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger gab es auch im Auto-, Bus- und Bahnverkehr. Vorübergehend mussten einige Straßen sowie Bahnstrecken zwischen dem Essener Hauptbahnhof und Gelsenkirchen gesperrt werden. Auch ein Recyclinghof in Altenessen wurde zeitweise geschlossen, weil er im Sperrbereich lag.

Konkret sind zwei Strecken der Deutschen Bahn betroffen. Der Weg zwischen Essen Hauptbahnhof und Gelsenkirchen sowie die Strecke von Oberhausen über Altenessen Bahnhof nach Gelsenkirchen. Der Betrieb wird während der Entschärfung unterbrochen werden. In diesem Zeitraum sollen die Züge umgeleitet werden.

Luftmine in Essen: Diese Einschränkungen gibt es bei Bus und Bahn

Luftmine in Essen bei Sondierungsarbeiten gefunden

Die Bombe war bei Sondierungsarbeiten bereits am Dienstag gefunden worden. Um mehr Vorlauf für die großangelegte Evakuierung zu gewinnen, sicherte der Kampfmittelräumdienst die Fundstelle zunächst ab. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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