1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Essen: „Wie eine Neueröffnung“ – Einzelhandel freut sich über Öffnungen nach Corona-Lockdown

Erstellt: Aktualisiert:

Kunden gehen nach dem mehrwöchigen, coronabedingten Lockdown mit Einkaufstaschen durch das Herold-Center in Norderstedt.
Nach dem mehrwöchigen Corona-Lockdown können seit Montag vielerorts die Menschen wieder shoppen gehen (Symbolbild). © Markus Scholz/dpa

Seit dem 8. März darf der Einzelhandel unter Auflagen wieder öffnen. Eine Filialleiterin der Modekette Sinn in Essen berichtet über die Erfahrungen am ersten Tag nach dem Lockdown.

Essen – Aufatmen im Einzelhandel: Nach fast drei Monaten coronabedingter Schließung haben am Montagvormittag viele Geschäfte wieder ihre Türen geöffnet. „Das fühlt sich echt an wie eine Neueröffnung“, sagte etwa Lydia Ostwald (49), Filialleiterin der Modekette Sinn in Essen.

Shopping nach dem Lockdown: Es gilt einiges zu beachten

Schon zehn Minuten vor Öffnung des vierstöckigen Bekleidungsgeschäfts kam die erste Kundin vorbei, „ganz zufällig nach einem Arztbesuch“, sagte Ella Schauries (59) aus Essen. Sie freue sich sehr, „am Weltfrauentag ein Teilchen“ kaufen zu können. „Das gelbe Pullöverchen lacht mich schon an“, sagte sie mit Blick auf einen Pulloverständer im Eingangsbereich.

Shopping mit Termin: Bevor es losgeht, müssen die Kundinnen und Kunden Name und Adresse auf ein Kärtchen schreiben. Eine Mitarbeiterin notiert die Uhrzeit auf dem Kärtchen und vergibt eine Zählmarke, beides wieder abzugeben beim Verlassen des Geschäfts nach höchstens einer Stunde. Das Ganze läuft reibungslos. 15 Minuten später sind schon 15 Kundinnen und Kunden im Geschäft. Eine telefonische Voranmeldung mit fester Einkaufszeit ist bei diesem Händler ebenfalls möglich.

Einzelhandel wieder offen: Hoffnung auf Normalität durch Impfung

Vor dem Lockdown durften 114 Kunden gleichzeitig in den Laden, jetzt sind es nur noch 57, sagt Ostwald. „Aber 57 ist besser als gar keiner.“ Auch, wenn die Möglichkeit, Kleidung per „Call & Collect“ zu kaufen, in der Zwischenzeit gut genutzt worden sei. Die präsentierte Ware sei zu etwa 85 Prozent Frühjahrs- und Sommermode. Der Rest seien Herbst- und Winterschnäppchen. Eine Rabattaktion soll den Verkauf der übrig gebliebenen Waren ankurbeln.

Und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Die seien zwar noch in Kurzarbeit, entlassen worden sei aber niemand, betont Ostwald. Ihre Hoffnung sei nun, dass ganz schnell ganz viele Menschen geimpft würden, sagt sie. „Und wir ganz schnell in die Normalität zurückkommen.“ (dpa/lnw)

Auch interessant