Vorfall in Drogeriemarkt

Ladendieb will flüchten – als zwei Mitarbeiterinnen ihn aufhalten, hustet er den Frauen ins Gesicht

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Bis zum Eintreffen der Polizei hielten Mitarbeiter des Ordnungsamtes einen Räuberin Schach (Symbolfoto).
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Ein Mann löste beim Verlassen eines Ladens in Essen den Alarm aus und gab sich zunächst kooperativ. Er überlegte es sich anders und wehrte seine Verfolgerinnen ab.

  • Ladendiebstahl ist in Großstädten in NRW keine Seltenheit
  • In Essen wollten zwei Mitarbeiterinnen eines Drogeriemarkts einen Täter stellen
  • Der polizeibekannte Mann hustete die beiden absichtlich an

Essen – Mit Ladendieben haben Einzelhändler über all zu kämpfen. Doch ein Täter hat sich am Montag besonders dreist gewehrt. Diesen Vorfall werden zwei Mitarbeiterinnen eines Drogeriemarktes im Essener Stadtteil Steele wohl nicht so schnell vergessen.

Ein 46-jähriger Mann hatte beim Verlassen des Geschäfts den Alarm ausgelöst und wurde daraufhin von zwei Mitarbeiterinnen angesprochen. Er folgte zunächst der Bitte der beiden, in ein Büro mitzukommen. Soweit so gut. Der Mann überlegte es sich scheinbar anders, drehte sich um und wollte flüchten. Daran wollten ihn die Mitarbeiterinnen, 59 und 61 Jahre alt, pflichtbewusst hindern.

Essen: Täter hustet Mitarbeiter in Drogermarkt an und flüchtet

Der mutmaßliche Ladendieb aber bediente sich einer besonders ekelhaften Methode, um seine Verfolgerinnen abzuwehren. Der Mann zog sich seinen Mund-Nase-Schutz vom Gesicht und hustete mehrfach absichtlich in Richtung der beiden Frauen. Der Mann konnte daraufhin zunächst entkommen. In Zeiten der Corona-Krise ist das absichtliche Anhusten von Personen besonders dreist. Schließlich besteht die Gefahr einer Ansteckung.

Ein glücklicher Zufall wollte es, dass der Mann doch noch seine Strafe bekommen wird. Zwei Mitarbeiter der Essener kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) waren vor Ort. Als sie die Situation erkannten, rannten sie dem Täter hinterher und hielten in fest. Trotz seines renitenten Verhaltens konnten sie den Mann bis zum Eintreffen der Polizei sichern. Wie die Polizei mitteilte, sei der Mann bereits polizeibekannt. Das Raubkommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen.

Corona in NRW: Wenn sich Husten und Niesen nicht vermeiden lassen – Tipps und Tricks

Absichtliches Anhusten ist – natürlich auch ohne Pandemie – aufgrund der Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus ein absolutes No-go. Wer in der Öffentlichkeit Husten oder Niesen muss, wird oftmals kritisch von den umstehenden Menschen beäugt. Groß ist die Angst vor Corona. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, gibt es aber Tipps, wie man andere schützen kann.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt, in ein Einwegtaschentuch zu husten oder niesen und dieses anschließend wegzuwerfen. Im Anschluss sollten natürlich die Hände gewaschen werden. Kein Taschentuch dabei? Kündigt sich Husten oder Niesen an, sollte man sich von anderen wegdrehen und die Armbeuge vor Mund und Nase halten.

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