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Essen: Schiff muss Notbremsung machen – weil Schwimmer Weg blockieren

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Eine Frau schwimmt durch das Wasser.
Schwimmer zwangen ein Schiff im Rhein-Herne-Kanal zur Notbremsung. (Symbolbild) © Henning Kaiser/dpa

Zwei Schwimmer haben am Samstag ein Schiff im Rhein-Herne-Kanal bei Essen zu einer Notbremsung gezwungen. Die Schwimmer blockierten den Fahrweg.

Essen – Den Rhein-Herne-Kanal zur Abkühlung nutzten am Samstag zwei Schwimmer bei sommerlich hohen Temperaturen. Doch nicht nur ist das Schwimmen und Baden in den Kanälen verboten – die beiden zwangen durch ihr Verhalten ein Tankmotorschiff zur Notbremsung.

Essen: Tankschiff zur Notbremsung gezwungen – wegen Schwimmern

Der Tanker befuhr den Rhein-Herne-Kanal am Samstagnachmittag. Das Schiff befand sich in der Nähe von Essen*, als auf einmal zwei Schwimmer seinen Weg kreuzten. Der Fahrweg war blockiert, der Tanker konnte nicht mehr weiter fahren. Bei laufender Fahrt legte der Kapitän deswegen den Rückwärtsgang ein, um eine Kollision mit den Schwimmern zu vermeiden.

Als die Besatzung des Tankers die beiden auf ihr Verhalten ansprach, kam es zum Streit. Doch nicht nur das: Gleichzeitig bewarfen mehrere Unbekannte vom Land aus das Schiff mit Steinen. Ein Matrose wurde von einem der Steine getroffen.

Schwimmen und Baden in Kanälen verboten

Grundsätzlich ist es verboten, in Kanälen zu schwimmen oder zu baden. Allerdings wird dies laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt geduldet, sofern der Schiffsverkehr nicht behindert oder gestört wird. Komplett verboten ist das Baden im Bereich von Brücken, Schleusenanlagen oder Häfen. Verstöße dagegen werden verfolgt und zur Anzeige gebracht.

Essen: Schwimmer blockieren Schiff den Weg

Gegen die Schwimmer erstattete die Wasserschutzpolizei Anzeige wegen des gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr. An Land suchten Polizisten aus Essen und Gelsenkirchen* nach den Steinewerfern, allerdings ohne Erfolg. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise zu den Schwimmern oder den Unbekannten vom Ufer geben können. Hinweise werden beim zentralen Kriminalitätskommissariat der Wasserschutzpolizei Duisburg* unter der Telefonnummer (0203) 2800 entgegen genommen.

Polizei und Rettungskräfte hatten während der ersten Hitzewelle des Jahres immer wieder Einsätze an Flüssen und Seen. Mehrere Badeunfälle sorgten in den vergangenen Tagen teilweise für Großeinsätze in Nordrhein-Westfalen*. In Köln* musste ein Mann aus dem Fühlinger See gerettet* werden. In Duisburg wurden drei Mädchen beim Baden im Rhein unter Wasser* gezogen. (mlu) *24RHEIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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