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Essen: Rätsel um unbekannte Flüssigkeit an Schule – acht Schüler verletzt

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Von: Benjamin Stroka

Einsatzkräfte stehen im Eingangsbereich der Realschule in Essen.
Einsatzkräfte stehen im Eingangsbereich der Realschule in Essen. © Markus Gayk/dpa

Acht Schüler tranken an einer Realschule in Essen eine noch unbekannte Flüssigkeit. Mehrere von ihnen wurden schwer verletzt. Zwei verloren das Bewusstsein.

Essen – Eine mysteriöse Flüssigkeit sorgt in Essen aktuell für Rätsel bei Polizei und Feuerwehr. An einer Realschule haben am Freitag (10. Juni) mehrere Schüler eine unbekannte Flüssigkeit aus einer 1,5-Liter-Flasche getrunken. Fünf von ihnen mussten danach ins Krankenhaus. Zwei Schüler verloren sogar das Bewusstsein, vier seien schwer verletzt. Auch drei weitere Schüler hatten Symptome wie Kreislaufprobleme und wurden von ihren Eltern abgeholt.

Essen: Unbekannte Flüssigkeit – mehrere Schüler schwer verletzt

Die rätselhaften Vorfälle ereigneten sich am Freitag an der Realschule Überruhr in Essen. Die Feuerwehr wurde erstmals um 12 Uhr alarmiert, weil ein Schüler über Kreislaufprobleme klagte. Er kam ins Krankenhaus. Nur rund eine Stunde später klagten vier Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 14 Jahren über ähnliche Probleme. Als die Feuerwehr erneut an der Schule eintraf, hatten zwei der Schüler bereits das Bewusstsein verloren. Auch ein Notarzt wurde alarmiert. Alle kamen in Krankenhäuser.

Es stellte sich heraus, dass alle Betroffenen zuvor aus einer 1,5 Liter PET-Flasche getrunken hatten. Auch drei weitere Schülerinnen und Schüler hatten offenbar die noch unbekannte Flüssigkeit aus der Flasche getrunken. Sie waren aber schon zuvor mit ähnlichen Symptomen von ihren Eltern abgeholt worden. Die Feuerwehr wies auch sie an, ein Krankenhaus aufzusuchen.

Realschule Essen Überruhr: Rätsel um unbekannte Flüssigkeit

Bislang konnte nicht ermittelt werden, um was für eine Flüssigkeit es sich handelt. Die Feuerwehr konnte die Flüssigkeit mit ihren Messgeräten nicht identifizieren. Es sei auch noch unklar, ob der Inhalt der Flasche ätzend oder giftig sei. Ein Speziallabor in Dortmund soll das nun herausfinden.

Die Flasche wurde nach Rücksprache mit der Kripo in ein Labor der Analytischen Task Force (ATF) der Feuerwehr Dortmund gebracht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung stehen aber noch aus. Offen ist auch noch, wer die Flasche mit der Flüssigkeit den Schülern angeboten hat. (bs/ots) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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