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Essen: Versuchte Kindesentführung vor Kita – Eltern mit Messer bedroht

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Das Gebäude, in dem sich Landgericht, Amtsgericht und Arbeitsgericht befinden.
In Essen hat der Prozess gegen eine Frau gestartet, die versucht haben soll, ein zweijähriges Kind zu entführen. (Symbolbild) © Bernd Thissen/dpa

Eine 35-Jährige soll versucht haben, ein Kind vor einer Kita in Essen zu entführen. Sie soll mit einem Messer auf die Eltern losgegangen sein. Nun steht sie vor Gericht.

Essen – Seit Montag steht eine 35-Jährige in Essen wegen einer angeblich versuchten Kindesentführung an einer Kita vor Gericht. Die Angeklagte soll im vergangenen August in Gelsenkirchen mit einem Küchenmesser auf ein Elternpaar losgegangen sein, um deren zweijährigen Sohn in ihre Gewalt zu bringen. Laut Anklage stand sie unter Drogeneinfluss. Nach ihrer Festnahme hatte die 35-Jährige zu Protokoll gegeben, dass sie „verwirrt“ gewesen sei. Sie habe gedacht, dass es sich bei dem Kind um ihre Tochter gehandelt habe, die ihr rund zehn Wochen zuvor vom Jugendamt weggenommen worden sei.

Essen: Frau (35) wegen angeblich versuchter Kindesentführung angeklagt – Vater flüchtete mit Sohn

Der Vater des Jungen war damals mit seinem Sohn auf dem Arm in einen Friseursalon geflüchtet. Über die Angeklagte sagte er bei seiner Zeugenvernehmung: „Die kam mit erhobenem Messer auf uns zugerannt. Die wollte wohl meinen Sohn abstechen.“

Genau das hat die 35-Jährige zum Prozessauftakt am Essener Landgericht jedoch bestritten. „Der Mann hat den Jungen plötzlich auf den Arm genommen und ist über die Straße gerannt“, sagte die Angeklagte den Richtern. Es sei ihr so vorgekommen, als ob das Paar Streit gehabt habe. „Ich dachte, der will das Kind entführen.“ Deshalb sei sie hinterher gelaufen. Das Messer habe sie nur zufällig dabeigehabt, um es ihrer Großmutter zu bringen, die in der Nachbarschaft gewohnt habe.

Essen: Eine Frau soll versucht haben, ein Kind vor einer Kita zu entführen – das wird ihr vorgeworfen

Die Anklage lautet auf versuchte Entziehung Minderjähriger, versuchte gefährliche Körperverletzung und versuchte Nötigung. Mit einem Urteil ist voraussichtlich in der zweiten Märzhälfte zu rechnen.(dpa/lnw)  Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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