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Wetter an Weihnachten in NRW: Jetzt zeichnet sich ein klarer Trend ab

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Von: Maximilian Gang

Köln – Tagelang gab es Temperaturen im zweistelligen Minusbereich, der Dezember 2022 ist der kälteste seit zwölf Jahren, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet. Grund dafür sind arktische Luftmassen, die in südlichere Bereiche vordringen – der sogenannte „Arctic Outbreak“. Das sorgt für Glatteis auf den Straßen. Doch kurz vor Weihnachten ändert sich noch einmal alles, denn ein Wetterumschwung kündigt sich schon länger an.

Wetter in NRW: Kräftige Regenfälle zu erwarten

Update vom 22. Dezember, 22:31 Uhr: Bis Freitag kommen aus dem Westen immer wieder kräftige Regenfälle, berichtet der DWD. Im Sauerland und im Bergischen Land kann es zu Dauerregen mit Mengen zwischen 35 und 50 Kubikmetern innerhalb von 48 Stunden kommen. In der Eifel seien auch Mengen von bis 60 Kubikmetern im selben Zeitraum nicht ausgeschlossen.

Wetter an Weihnachten: Viel Regen – und stürmische Böen

Update vom 21. Dezember, 8:32 Uhr: Wenige Tage vor Weihnachten steht so gut wie fest: Es wird keinen Schnee in NRW geben, aber es wird draußen ungemütlich. An Heiligabend gibt es immer wieder schauerartigen Regen bei Temperaturen zwischen 9 und 12 Grad. Dazu weht Wind aus Südwesten mit teils starken Böen, in Gipfellagen sind auch stürmische Böen möglich. Zum Jahreswechsel kündigt sich indes ein Temperatursturz an – und vielleicht gibt es sogar Schnee an Silvester.

Temperaturen steigen an in NRW

Update vom 20. Dezember, 19:23 Uhr: Weihnachten rückt näher – und jetzt ist klar: Weiße Weihnachten mit Schnee wird es 2022 in Deutschland nicht geben. Dafür wird ein anderer Trend deutlich: Schon jetzt steigen die Temperaturen an, es bleibt verhältnismäßig mild in den kommenden Tagen. Dazu gibt es immer wieder Regen.

Auch an Heiligabend dürfte es recht nass in NRW werden, immer wieder gibt es Schauer. Dazu wird es zunehmend windiger: In den nächsten Tagen und an Weihnachten kann es teils stürmische Böen geben.

Wetter in NRW: Bewölkt und viel Regen am Mittwoch

Update vom 20. Dezember, 17:06 Uhr: Die Woche ist in Nordrhein-Westfalen regnerisch gestartet. Das setzt sich auch am morgigen Mittwoch fort. Laut Wetterbericht des Deutschen Wetterdienstes bleibt es morgen stark bewölkt, mit hoher Regenwahrscheinlichkeit am Vormittag und am Abend. Dabei Temperaturhöchstwerte zwischen 6 und 10 Grad.

Schnee an Silvester? „Stürzen wieder in den Eiskeller“

Update vom 20. Dezember, 13:23 Uhr: Wer auf ein gemütliches Beisammensein im Freien an Silvester gehofft hat, wird wohl enttäuscht werden: Ein Polarluftstoß wird nach Weihnachten wohl für einen erneuten Temperaturabfall sorgen. Laut dem Meteorologen Dominik Jung könnten wir sogar „wieder in den Eiskeller“ stürzen. „Auch 2022 wird es für Deutschland kein weißes Weihnachten geben, aber vielleicht ja einen weißen Jahreswechsel“, so Jung.

Frühlingshafte Temperaturen in NRW

Update vom 20. Dezember, 10:06 Uhr: Wer aktuell draußen unterwegs ist, könnte das Gefühl bekommen, dass der Winter bereits vorbei ist. Nach der Eiseskälte der vergangenen Tage, gibt es momentan frühlingshafte Temperaturen und leichten Wind. Doch daran gewöhnen sollte man sich nicht, denn der Umschwung wird wahrscheinlich keine lange Halbwertszeit haben.

„Dass es erneut so kalt wird, kann immer wieder passieren. Der kalendarische Winter kommt ja erst noch“, wie der Meteorologe Dominik Jung gegenüber 24RHEIN erklärt. „Da kann alles noch kommen, man kann es nur momentan noch nicht sicher voraussagen“. Doch erste Anzeichen gibt es bereits: „Es sieht danach aus, als könnte es bereits in der Woche nach Weihnachten wieder kälter werden“, so Jung.

Regen und Wind: Temperaturen steigen auf bis zu 12 Grad

Update vom 20. Dezember, 6:53 Uhr: Von Glätte und Rutschgefahr zu Regen und einer trüben Wolkendecke. Auch die nächsten Tage bleibt es stark bewölkt, die Temperaturen steigen auf bis zu 12 Grad. Laut DWD kommt es im Bergland zu starken Windböen.

Schwere Sturmböen statt Schnee an Weihnachten

Update vom 19. Dezember, 16:02 Uhr: Aktuell warnt der Deutsche Wetterdienst in einigen Regionen in NRW noch vor Windböen. Diese sollen sich, laut Meteorologe Dominik Jung, in den nächsten Tagen verstärken. Statt weißer Weihnachten erlebt Nordrhein-Westfalen wohl erneut trübes und regnerisches Wetter über die Feiertage.

Dazu wird es stürmisch: Teilweise sollen schwere Sturmböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde über das weihnachtliche Deutschland wehen. Damit schlittert die Bundesrepublik von Eisregen und Glatteis direkt in die nächsten gefährlichen Wetterverhältnisse. Begleitet wird das stürmische Wetter in den kommenden Tagen von frühlingshaften Temperaturen.

15 Grad in den nächsten Tagen in NRW möglich

Update vom 19. Dezember, 14:06 Uhr: Eine Temperaturamplitude von fast 20 Grad wirkt auf den Laien ziemlich ungewöhnlich. Der Meteorologe Dominik Jung schätzt den Umschwung gegenüber 24RHEIN jedoch anders ein: „Das ist völlig normal. Es geht weg von der Kaltluft, hin zur typischen Westwetterlage“. Und diese wird im Verlauf der Woche noch deutlicher: „In den nächsten Tagen wird es noch wärmer, mit 10 bis 15 Grad“, so Jung.

Temperaturamplitude

Die Temperaturamplitude ergibt sich aus der Differenz zwischen der höchsten und der niedrigsten Temperatur in einem Zeitraum

Am Wochenende gab es teils Minus-Temperaturen im zweistelligen Bereich in NRW. Zum Wochenstart steigen die Temperaturen in den zweistelligen Plusbereich: Die Amplitude liegt also bei etwa 20 Grad

Zweistellige Temperaturen in NRW

Update vom 19. Dezember, 13:41 Uhr: In vielen Regionen deutet sich der Wetterumschwung bereits klar an. In Teilen von NRW kratzt die Anzeige des Thermometers am zweistelligen Temperaturbereich. Am morgigen Dienstag wird es noch ein Stück wärmer, mit Höchsttemperaturen zwischen acht und zwölf Grad. Dazu wird es meist stark bewölkt und zeitweise muss mit Regen gerechnet werden.

DWD warnt vor stürmischen Böen in NRW

Update vom 19. Dezember, 10:42 Uhr: Nach dem Frost kommen die Sturmböen. Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Wetterwarnung für viele Regionen in Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. Gewarnt wird vor Windböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 60 Kilometern pro Stunde aus südwestlicher Richtung. Die Warnungen gelten noch bis 18 Uhr und für folgende Regionen und Städte:

Nach Eisregen und Glatteis kommt die Wetter-Wende um 180 Grad

Update vom 19. Dezember, 10:19 Uhr: Noch immer gilt die Warnung vor Glatteis, in NRW gab es zahlreiche Unfälle am Morgen. Doch sehr schnell wird es vor allem im Westen jetzt milder, meldet der DWD: Eine Wetter-Wende um 180 Grad ist bereits in vollem Gange. Die Temperaturen steigen in NRW in den kommenden Tagen rapide an, das sorgt für eine Temperaturamplitude von bis zu 20 Grad.

Zusätzlich gibt es jetzt immer heftiger werdenden Wind – bis hin zu stürmischen Böen:

Glatteis in NRW: DWD-Warnung bis in den Vormittag

Update vom 19. Dezember, 8:36 Uhr: Im Westen von NRW wurde die DWD-Warnung vor Glätte und Glatteis aufgehoben. Hier gibt es bereits Temperaturen leicht über dem Gefrierpunkt. Anders sieht es im Osten von NRW aus: Im Ruhrgebiet gibt es Warnungen vor Windböen. „Es treten Windböen mit Geschwindigkeiten bis 60 km/h (17 m/s, 33 kn, Bft 7) aus südwestlicher Richtung auf“, so der DWD. Im Rheinisch-Bergischer Kreis, Märkischer Kreis und im Rhein-Sieg-Kreis gibt es weiterhin eine „amtliche Unwetter-Warnung vor Glatteis“. Die Warnung gilt noch bis 10 Uhr.

Glatteis kann wegen Dauerfrost andauern – Autofahrer sollen Decken mitnehmen

Update vom 19. Dezember, 7:30 Uhr: Der Boden ist nach dem Dauerfrost der letzten Tage teilweise bis zu einer Tiefe von 20 Zentimetern und mehr gefroren. Das heißt: Die Gefahr durch Glatteis bleibt noch länger bestehen. Auch wenn es laut DWD vor allem im Westen von Nordrhein-Westfalen im Tagesverlauf allmählich milder wird: Autofahrer sollten auch später am Tag extrem vorsichtig unterwegs sein. Der DWD rät, angesichts möglicher Sperrungen und Staus das Auto vollzutanken und Decken sowie warme Getränke mitzunehmen.

Schulen wegen Glatteis geschlossen

Update vom 19. Dezember, 7:19 Uhr: In NRW sind in mehreren Städten und Kreisen manche Schulen wegen der extremen Glatteisgefahr geschlossen, in Düsseldorf gilt das sogar für alle Schulen. Nach Auskunft des Schulministeriums NRW dürfen Eltern an diesem Montagmorgen selbst entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar ist.

Blitzeis in NRW: „Lebensgefährliche Rutschbahnen“

Update vom 19. Dezember, 6:46 Uhr: „Eine gefährliche Eisregen-Wetterlage hat weite Teile Deutschlands fest im Griff“, sagt Meteorologe Dominik Jung. „Auf den Straßen geht in etlichen Bundesländern gar nichts mehr. Lediglich ganz im äußersten Südwesten und im äußersten Westen gibt es schon leichte Plusgrade. Dort taut der Eispanzer etwas an, doch sonst haben wir oftmals noch Dauerfrost in den tiefen Lagen.“

Auch der DWD verlängert seine Unwetterwarnung vor Glatteis und Glätte. Statt bis 5 Uhr morgens, wurde die Blitzeis-Warnung teilweise bis in den Vormittag verlängert.

„Bleiben Sie, wenn möglich, heute daheim, machen Sie Homeoffice. Besonders Gehwege und Seitenstraßen sind lebensgefährliche Rutschbahnen“, so Jung. Denn dort kommen Streufahrzeuge nicht hin. „Man muss quasi warten, bis die Temperaturen auch unten langsam ansteigen.“

Eisregen in NRW: DWD warnt vor Glätte und Glatteis – spiegelglatte Straßen

Update vom 19. Dezember, 6:06 Uhr: Achtung an alle, die vor die Tür müssen. Die Straßen in NRW sind spiegelglatt. Bereits in der Nacht zu Montag glich NRW einer einzigen Eisbahn. Nicht nur Autofahrer schlitterten, auch Fußgänger kamen nur mit Pinguinbewegungen oder sogar auf Knien von A nach B. „Erst zum Montagvormittag hin entspannt sich die Situation allmählich“, so der DWD am Montagmorgen.

Eisregen in NRW: „Das wird später spiegelglatt“

Update 18.12.2022, 21:30 Uhr: „Gefahr für Leib und Leben durch schlagartig gefrierenden Regen.“ Die amtliche Unwetter-Warnung für das Blitz-Eis wird mittlerweile auch über NINA und KATWARN verbreitet. Die Warnung gilt für weite Teile von NRW: Auch Großstädte wie Köln, Düsseldorf, Bonn und Essen sind betroffen. Die Warnung gilt bis Montag, 5 Uhr.

Update vom 18. Dezember, 18:20 Uhr: Die Eisregen-Front liegt aktuell über Belgien, wie Kachelmannwetter berichtet. Im Laufe des Abends, laut DWD voraussichtlich ab 22 Uhr, wird der erste gefrierende Regen dann auch in NRW erwartet. „Die Belagstemperaturen sind auch im Westen meist frostig. Das wird später spiegelglatt, wo nicht schon vorgesalzt wurde“, heißt es in einem aktuellen Tweet von Kachelmannwetter.

Eisregen in NRW erwartet – Winterdienst im Großeinsatz

Update vom 18. Dezember, 16:52 Uhr: Vor dem erwarteten Eisregen mit hoher Glatteisgefahr am späten Sonntagabend bis Montagmorgen wappnen sich Winterdienste in NRW für den Großeinsatz. Die AWB in Köln hat angekündigt, bereits ab 18 Uhr am Sonntagabend Hauptstraßen, Brücken und Treppenanlagen zu streuen. Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit gefrierendem Regen, der zu Blitzeis führen kann. In einem aktuellen Warnlagebericht des DWD heißt es: „Starke und anhaltende Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr gebietsweise sehr wahrscheinlich“.

DWD warnt: „Gefrierender Regen mit verbreiteter Glatteisbildung“

Update vom 18. Dezember, 10:39 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat eine sogenannte „Vorabinformation Unwetter“ für den späten Sonntagabend bis Montagmorgen herausgegeben. Es wird gefrierender Regen erwartet, der für spiegelglatte Straßen in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen sorgen könnte. Das ist noch keine Amtliche Warnung, aber laut DWD „ein Hinweis auf eine Wetterlage mit hohem Unwetterpotenzial“.

„Allgemein sind Einschränkungen im Straßen- und Schienenverkehr möglich“, heißt es in der DWD-Meldung. In den meisten Regionen des Landes, darunter auch im Großraum Köln und Düsseldorf, gilt der DWD-Hinweis bis Montagmorgen, 8 Uhr.

Gerade im Berufsverkehr droht durch die hohe Glättegefahr ein Verkehrs-Chaos. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten ganz besonders vorsichtig und aufmerksam fahren. Im Laufe des Vormittags soll sich die Lage entspannen. Dann wird sogar eine echte Wetter-Wende erwartet. Die Temperaturen sollen auf 7 bis 11 Grad steigen.

Ein Straßenschild warnt mit einer Blinkleuchte vor Glatteis.
Autofahrer sollten wegen der Glatteisgefahr extrem vorsichtig fahren. © Stefan Puchner/dpa

Münster und Xanten warnen vor Betreten von Eisflächen

Update vom 17. Dezember, 18:00 Uhr: Nun wird auch in Münster vor dem Betreten von zugefrorenen Gewässern gewarnt. Die Polizei weist dabei explizit auf den Aasee hin, da dort am Samstagnachmittag eine Mutter und ihr Kind eingebrochen seien. Beide seien wohlauf, aber im Krankenhaus, sagt ein Sprecher. Anschließend hätten sich immer noch zahlreiche Personen auf der zugefrorenen Fläche befunden, weshalb Beamte vor Ort auf die Gefahr aufmerksam machten.

Update vom 17. Dezember, 16:03 Uhr: Die Minusgrade lassen auch viele Gewässer in NRW derzeit zufrieren. Doch der Schein trügt dabei häufig, denn das Eis ist wohl an den wenigsten Orten wirklich begehbar. Die Stadt Xanten warnt deshalb davor, die zugefrorenen Eisflächen aktuell zu betreten. „Beim Betreten der Eisflächen besteht Lebensgefahr!“, heißt es in einer Mitteilung. Die notwendige Dicke haben die Eisschichten „derzeit bei weitem noch nicht erreicht ist“. Am Samstagnachmittag hatte auch die Nina-Warn-App ausgelöst.

Frostwarnung in ganz NRW: Temperaturen können bis auf -15 Grad sinken

Update vom 17. Dezember, 15:20 Uhr: Für ganz Nordrhein-Westfalen gilt seit Samstagmorgen und noch bis mindestens Sonntagmittag eine Wetterwarnung des DWD. Der Grund: Frost und Glätte. Besonders gravierend ist die Lage in der Eifel und im ganzen Westen des Landes. Dort gilt sogar eine „amtliche Warnung vor strengem Frost“. Die Temperaturen können nachts bis auf -15 Grad sinken, was auch vielerorts zu rutschigen Straßen führen kann. Stellenweise kann es auch erneut Nebel geben. Autofahrer sollten also vor allem nach Sonnenuntergang aufpassen.

Luftaufnahme: Schnee und Frost haben sich ueber (über) die Landschaft wie hier bei Netphen (Eisenstrasse, Naehe Forsthaus Hohenroth) gelegt.
Der aktuelle Dauerfrost in NRW sorgt bei Sonnenschein zwar für schöne Landschaftsaufnahme, ist aber auch sehr gefährlich. © Rene Traut/Imago

Ungewöhnliches Wetter-Phänomen sorgt für seltene Warnung in NRW

Update vom 16. Dezember, 21:10 Uhr: Weiterhin sind weite Teile von NRW in dichten Nebel gehüllt. Die Amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes wegen Nebel gilt inzwischen bis Samstagvormittag, 11 Uhr. Die Sichtweiten liegen größtenteils bei unter 150 Metern. Gerade auf den Straßen ist daher noch besondere Vorsicht angesagt.

Extrem dichter Nebel auch in Düsseldorf und anderen NRW-Städten

Nebel hüllt die Uni-Klinik Düsseldorf ein
Die hinteren Gebäude der Uni-Klinik in Düsseldorf sind kaum noch zu sehen. Wegen des Nebels sinkt die Sichtweite in NRW vielerorts auf unter 150 Meter. © Peter Sieben

Update vom 16. Dezember, 15:22 Uhr: Am Nachmittag hüllt Nebel auch Düsseldorf und andere NRW-Städte ein. Dass ein derart dichter Nebel tagsüber auftritt, ist sehr ungewöhnlich. Nebel bildet sich, wenn sich Luftmassen in Bodennähe stark abkühlen oder die Luftfeuchtigkeit ansteigt. Ist der sogenannte Taupunkt erreicht, kondensiert Wasserdampf zu Wassertröpfchen, denn die Luft kann keine weitere Feuchtigkeit aufnehmen. Das passiert im Herbst und Winter häufig abends und nachts, wenn die Luft nach Sonnenuntergang abkühlt – und seltener am Tag.

Nebelwarnung für Köln – Sichtweiten sinken unter 150 Meter

Der Kölner Dom von Nebel bedeckt.
Die Spitzen des Kölner Doms sind komplett im Nebel verschwunden (aktuelles Foto vom 16. Dezember 2022) © Vitalii Kliuiev/Imago

Update vom 16. Dezember, 14:16 Uhr: Köln ist am Freitagnachmittag in dichten Nebel versunken. Innerhalb weniger Stunden ist die Wetterlage am Freitag komplett umgeschlagen: Der blaue Himmel wurde durch dichten Nebel verdrängt. Beim Blick aus dem Fenster im Kölner Westen waren kaum noch die Häuser zu erkennen, die eigentlich nicht weit entfernt sind. Passend dazu veröffentlichte der DWD eine amtliche Warnung. Wer regelmäßig die Warnkarte des DWD studiert, sieht diese Nebel-Warnung gerade tagsüber nicht allzu häufig. Demnach tritt verbreitet Nebel mit „Sichtweiten unter 150 Metern“ auf. Die Warnung gilt am Freitag bis 15 Uhr. In folgenden Kreisen gilt die Nebelwarnung aktuell:

Nach Eisregen kommt Wetter-Wende in NRW

Update vom 16. Dezember, 12.30 Uhr: Zuletzt ließen sich anhand der verschiedenen Wettermodelle sehr unterschiedliche Wettervorhersagen für die kommende Zeit berechnen, sagen Meteorologen. Doch nun scheinen die Ergebnisse in einem Punkt auf demselben Kurs zu sein: Schnee zu Weihnachten ist in Nordrhein-Westfalen sehr unwahrscheinlich. Eher im Gegenteil – über die Feiertage sind Temperaturen von bis zu 15 Grad möglich. Und der Wetterumschwung kommt in NRW schon sehr bald: Bereits am Montag sollen dort die Temperaturen im positiven, zweistelligen Bereich liegen. Mit der Wetter-Wende um 180-Grad kommt ein weiteres Phänomen: Es sind schwere Sturmböen möglich.

Komplett unmöglich ist Schnee an Weihnachten aber nicht: „100 Prozent ausgeschlossen ist noch gar nichts, die Wettermodelle können teilweise sehr sprunghaft sein. Da kann sich noch einiges tun“, sagt Meteorologe Dominik Jung gegenüber 24RHEIN.

Wettermodelle

► Wettermodelle sind sogenannte numerische Vorhersagen. Sie sind – im Gegensatz zu manuellen Voraussagen – reine Maschinenprodukte. Sie werden also von Hochleistungscomputern berechnet und nicht noch einmal von Meteorologen geprüft oder korrigiert. Dabei nehmen sie den Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Anfangszeitpunkt als Grundlage, um im nächsten Schritt mit der Hilfe von mathematischen Formeln den Zustand zu einem späteren Zeitpunkt zu berechnen. Wichtige Parameter dabei sind beispielsweise die Wolkenbildung und -auflösung, Temperaturänderungen von Binnenseen oder die Schauer- und Gewitterbildung.

► Weltweit gibt es sehr viele dieser Modelle. Um das deutsche Wetter vorhersagen zu können, werden drei davon am häufigsten verwendet: das amerikanische Modell (GFS), das europäische Wettermodell (ECMWF) sowie das deutsche Wettermodell (ICON).

► Das deutsche Modell ICON wird vom Deutschen Wetterdienst betrieben. Mit dem Modell lassen Vorhersagen auf Basis eines den Globus vollständig umspannenden Dreiecksgitters berechnen. Damit ist der Dienst einer von 14 Wetterdiensten weltweit, die ein eigenes globales Wettermodell verwenden. Viele andere Dienste benutzen sogenannte Ausschnittsmodelle, die nur für eine bestimmte Region auf der Erde Vorhersagen treffen.

Eisregen kann extreme Glätte nach NRW bringen

Update vom 16. Dezember, 8:55 Uhr: Das Risiko für glatte Straßen bleibt noch mindestens bis Montag hoch. Vor allem am Sonntag müssen Autofahrer in Nordrhein-Westfalen mit erheblicher Straßenglätte rechnen. Im Lauf des Sonntags rechnen die Meteorologen mit milder Luft aus den Niederlanden. In NRW fällt dann vielerorts Eisregen. Weil die Böden bereits stark gefroren sind, werden die Straßen extrem glatt.

Was ist Eisregen und warum ist er gefährlich?

► Eisregen entsteht, wenn warme Luft auf Regionen mit frostigen Temperaturen trifft. Die herbeiziehende warme Luft ist leichter als die kalte Luft und steigt deshalb nach oben. Die frostige Luft verbleibt dagegen in tieferen Bereichen, wie Meteorologe Dominik Jung gegenüber 24RHEIN erklärt. Wenn nun Regen – aus den wärmeren Höhen – auf die kühlen Bereiche am Boden fällt, gefriert dieser schnell und sorgt für eine Eisbildung auf den Straßen. Oft wird hier von Glatteis gesprochen. „Das hält dann für einige Stunden, in der Zeit ist es dann sehr glatt“, so Jung.

Eiskalte Polarluft bringt Temperaturen bis -13 Grad – und Dauerfrost nach NRW

Update vom 16. Dezember, 6:15 Uhr: Die eiskalte Polarluft sorgt auch am Freitag für Minustemperaturen und Glätte in NRW. Stellenweise sind am Morgen -13 Grad und Nebel möglich. „Tagsüber vielerorts leichter Dauerfrost um -1 Grad, im Bergland um -3 Grad“, so der DWD. Die Höchstwerte liegen bei +1 Grad. Achtung: Der DWD warnt vor Glätte und Frost.

Auch in der Nacht zu Samstag wird es eiskalt. Die Temperaturen liegen zwischen -4 und -10 Grad. Vereinzelt sind auch bis -12 Grad möglich. In den Morgen- und Abendstunden sind Glätte und gefrierende Nässe möglich.

Was ist ein „Arctic Outbreak“?

► Als „Arctic Outbreak“ bezeichnet man einen Vorstoß von arktischer Kaltluft bis weit in die südlichen Breiten auf der Nordhalbkugel.

► Die Folge: eiskalte Temperaturen und Schnee-Chaos.

► Kanada und der Mittlere Westen der USA sind beispielsweise häufiger von diesem Phänomen betroffen.

► Dafür sorgt der Polarwirbel, der meist im Winter über dem Pol entsteht. Normalerweise liegt dieser mit seinem Zentrum mehr oder weniger stabil über der Arktis. Schwächt diese Stabilität nun ab oder teilt sich der Polarwirbel sogar – beispielsweise durch eine starke Erwärmung in der Stratosphäre – dann werden Teilwirbel in die südlicheren Breiten abgedrängt. Diese sorgen dann für starke Kaltluftausbrüche bis weit nach Süden, wie der DWD schreibt. Und das bedeutet: Kältesturz, Dauerfrost und große Schneemengen – sogar im Flachland.

In den kommenden Tagen sorgt Eisregen für spiegelglatte Straßen in Nordrhein-Westfalen. Für Auto- und Fahrradfahrer, aber auch für Fußgänger ist deshalb höchste Vorsicht geboten. (mg) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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