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Warum fliegen Eurofighter über NRW?

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Von: Oliver Schmitz

Ein doppelsitziger Eurofighter der Luftwaffe mit Kennung 31+28 vom Taktischen Luftwaffengeschwader 31 Boelcke startet vom Fliegerhorst Nörvenich.
Der Fliegerhorst Nörvenich ist einer von drei Luftwaffen-Standorten der Bundeswehr in NRW, dort sind auch Eurofighter stationiert. © Björn Trotzki/Imago

Am Fliegerhorst Nörvenich starten regelmäßig Eurofighter der Bundeswehr. Doch wozu dienen die Flüge der Luftwaffen-Kampfjets?

Nörvenich – Im Kreis Düren befindet sich einer der wichtigsten Bundeswehr-Standorte in NRW: der Fliegerhorst Nörvenich. Vom Standort der deutschen Luftwaffe starten immer wieder Flüge des Eurofighter Typhoon. So werden auch über ganz Nordrhein-Westfalen immer wieder Flüge der Kampfjets gesichtet.

Fliegerhorst Nörvenich
Adresse/StandortFliegerhorst, 52388 Nörvenich
Eröffnung1954
BetreiberLuftwaffe (Bundeswehr)
Beschäftigte450 Zivil, 1850 Soldaten
07/25 (Start- und Landebahn)2439 m × 45 m Asphalt
ICAO-CodeETNN
Koordinaten50° 49′ 52″ N, 6° 39′ 29″ O
Höhe über MSL118 m (387 ft)

Bundeswehr in NRW: Eurofighter-Starts vom Fliegerhorst Nörvenich

Der Ukraine-Krieg hat auch Auswirkungen auf das Handeln der deutschen Bundeswehr. „Die Bundeswehr ist vorbereitet und erhöht derzeit weiter ihre Bereitschaft“, teilte das Bundesverteidigungsministerium am 24. Februar mit. Dies hat zur Folge, dass man seitdem mehr militärische Bewegungen im öffentlichen Raum wahrnehmen kann.

Das trifft nicht nur auf die Straßen, sondern auch auf den Himmel über NRW zu. Alleine in der zweiten März-Woche starteten an mehreren Tagen einige Eurofighter vom Fliegerhorst Nörvenich und flogen unter anderem über den Märkischen Kreis sowie den Kreis Unna, wie ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr mitteilte. Demnach verlief die Route der Kampfjets durch die „Kontrollzone Dortmund“*. Grundsätzlich sind militärische Flüge über ganz Deutschland zulässig. Bei Übungen jedoch nur montags bis freitags von 7 bis 24 Uhr.

Doch einen direkten Zusammenhang zwischen dem Krieg in der Ukraine und den Flügen aus und über NRW gibt es derzeit wohl nicht. Bei den Starts der Eurofighter Typhoon handelt es sich laut Bundeswehr um Übungsflüge zur Ausbildung der Einsatzkräfte. Auf 24RHEIN-Anfrage hielt sich die Luftwaffe in Bezug auf aktuelle Flüge derweil bedeckt. Lediglich, dass in Nörvenich Eurofighter stationiert sind, bestätigte ein Sprecher. Weitere Informationen gab es auf Nachfrage mit Verweis auf die Geheimhaltung nicht.

Bundeswehr in Nörvenich: Fliegerhorst und Kaserne

Fliegerhorst Nörvenich: Dutzende Eurofighter stationiert – Verlegung von Tornados geplant

Tafel des Taktischen Luftwaffengeschwader 31 Boelke an der Zufahrtsstraße zum Fliegerhorst Nörvenich in NRW.
Der Fliegerhorst Nörvenich beheimatet vor allem das taktische Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“. © CHROMORANGE/Imago

Die zuletzt gesichteten Eurofighter und ihre Piloten gehören dem am Fliegerhorst Nörvenich stationierten Taktischen Luftwaffengeschwader 31 („Boelcke“) an. Dieses ist dem Luftwaffentruppenkommando in Köln-Wahn unterstellt, welches sich direkt am militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn befindet. Neben einigen weiteren kleineren Dienststellen der Bundeswehr befindet sich in Nörvenich die Kaserne Haus Hardt, in der die rund 1850 Soldaten untergebracht sind.

Im Februar 2020 waren am Fliegerhorst Nörvenich 34 Eurofighter Typhoon stationiert und in Zukunft soll die Flotte noch erweitert werden. Die Luftwaffe der Bundeswehr plant derzeit ab Juni 2022 insgesamt 25 Tornado-Kampfjets vom Fliegerhorst Büchel nach Nörvenich zu verlegen. Vorerst bis 2026. Die Möglichkeiten sind generell sehr groß, denn auf dem Militärflugplatz können fast alle Flugzeugtypen landen.

Neben Übungsflügen werden vom Fliegerhorst Nörvenich auch regelmäßig Manöver geflogen. Unter anderem gemeinsam mit der israelischen Luftwaffe, mit der das taktische Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ besonders enge Beziehungen pflegt. Sobald das taktische Luftwaffengeschwader 31 in den aktiven Einsatz geht, gehört zu seinen Aufgaben beziehungsweise Aufträgen: Abriegelung aus der Luft (Schwächung oder Ablenkung des Gegners), Bekämpfung von feindlichen Luftstreitkräften am Boden und Luftnahunterstützung. (os) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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