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Alarm-Einsatz über NRW: Eurofighter landen auf dem Flughafen Köln/Bonn

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Von: Oliver Schmitz

Eine Bombendrohung auf einem zivilen Flug hat für einen Einsatz der Alarmrotte über NRW gesorgt. Die Eurofighter mussten danach in Köln/Bonn landen.

Köln – Am Freitagmittag (16. Dezember) gab es Alarm im deutschen Luftraum. Die Kampfjets der Alarmrotte musste einen Linien-Flug begleiten, weil gegen das zivile Flugzeug „eine Bombendrohung vorlag“, wie die Luftwaffe mitteilte. Dabei sind die Eurofighter aus dem Norden Deutschlands auch über Nordrhein-Westfalen geflogen. Doch eingreifen mussten die Kampfflugzeuge letztlich nicht.

Alarmrotte-Einsatz über NRW – Linien-Flug nach Frankreich sicher gelandet

Am Nato-Manöver werden 60 Flugzeuge beteiligt sein (Symbolfoto).
Die Alarmrotte besteht jeweils aus zwei oder drei Eurofighter-Kampfjets. © Iain Curlett/dpa

Doch was war genau passiert? „Am Freitag ist unsere Alarmrotte aus Laage aktiviert worden, um einen zivilen Linien-Flug auf dem Weg nach Frankreich zu begleiten“, teilte ein Luftwaffe-Sprecher auf 24RHEIN-Anfrage mit. Weitere Details zu dieser Bombendrohung nannte die Bundeswehr nicht. Die Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ haben das Flugzeug anschließend bis nach Belgien begleitet, wo dann die französische Luftwaffe übernommen habe. „Mittlerweile ist das Flugzeug sicher in Frankreich gelandet“, ergänzte der Sprecher.

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Die nördliche Alarmrotte ist übergangsweise in Laage bei Rostock stationiert, stammt aber eigentlich vom Eurofighter-Standort in Wittmund, der derzeit saniert wird. Die Kampfjets der Alarmrotte steigen immer dann auf, wenn es im deutschen Luftraum Zwischenfälle gibt oder ein Flugzeug beispielsweise nicht per Funk erreichbar ist. Ihre Aufgabe ist es, die Lage zu klären. Außerdem stellt die Alarmrotte bei Bedarf Flugzeuge und Personal für die NATO-Eingreiftruppe, NRF (NATO Response Force) genannt, oder für andere durch den Bundestag legitimierte Auslandseinsätze zur Verfügung.

Eurofighter müssen nach Alarmrotte-Einsatz am Flughafen Köln/Bonn landen

Nachdem der Einsatz der Alarmrotte beendet war, gab es erneut einen Zwischenstopp in NRW. Die Eurofighter landeten am militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn, der einer der größten Bundeswehr-Standorte in NRW ist. Der Grund: Ihre Tanks waren leer. „So ein Alarmrotte-Einsatz verbraucht viel Sprit“, erklärt der Bundeswehr-Sprecher gegenüber 24RHEIN. Wieso die Wahl genau auf den Flughafen Köln/Bonn gefallen ist, konnte er aber nicht sagen. Die Eurofighter sollen noch am Freitag wieder nach Laage fliegen.

Das ist der Eurofighter

Der „Eurofighter Typhoon“ ist ein zweistrahliges Kampfflugzeug. Es kann für mehrere Zwecke eingesetzt werden. Der Kampfjet wurde gemeinsam von Deutschland, dem Vereinigten Königreich (UK), Italien und Spanien entworfen und gebaut. Der Kampfjet wird neben den vier Entwurfsländer auch noch von Österreich, Saudi-Arabien, Katar, Kuwait und Oman genutzt.

Erstflug: 27. März 1994

Indienststellung: 25. Juli 2006

Produktionszeit: Seit 2003 in Serienproduktion

Stückzahl: 571 (Stand: Dezember 2021)

Eurofighter- oder Tornado-Kampfjets fliegen immer wieder über NRW

In den letzten Wochen gab es immer wieder Kampfjet-Flüge über NRW. Meist handelt es sich dabei um Übungsflüge von Eurofighter oder Tornado, die am Fliegerhorst Nörvenich im Kreis Düren stationiert sind. Zuletzt wurden aber auch mehrfach ausländische F-16 über NRW gesichtet.

Aufgrund der Nähe fliegen die Kampfjets besonders häufig über dem Großraum Köln. Zuletzt hat es sogar immer wieder Kampfjet-Nachtflüge über Köln gegeben. Zudem finden derzeit auch sogenannte Vermessungs-Flüge über NRW statt. (os) Tipp: Fair und verlässlich informiert, was in Deutschland & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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