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„Hier ist Europol“: Fake-Anruf landet bei Polizistin – dann geht alles ganz schnell

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Von: Sofia Popovidi

Eine Hand die einen Telefonhörer hält
Betrüger, die sich als Europol Behörde ausgaben, erreichten mit diesem Anruf die Polizei selbst. (Symbolbild) © dpa

Bei einem Europol-Betrugsversuch ging der Anruf bei einer Polizistin der Polizei Aachen ein. Sie erkannte die Masche – und reagierte prompt.

Aachen – Betrugsversuche über Telefon, bei denen die Betrüger Menschen um ihr Geld bringen wollen, passieren tagtäglich. Die Polizei warnt immer wieder vor allem vor vermeintlichen Europol-Anrufen, einer dieser Betrugsmasche. So einen Anruf erreichte auch eine Polizeisprecherin aus Aachen, die sich zu der Zeit im Home Office befand, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei Aachen. Sie erkannte den Betrug und reagierte schnell.

„Hier ist Europol“: Betrüger rufen bei Polizei an

Die Nummer, die die Polizeisprecherin auf ihrem Handydisplay sah, konnte sie nicht zuordnen. Am anderen Ende der Leitung begann eine Frau auf Englisch auf sie einzureden. Die Frau behauptete, von „Europol“ zu sein, man ermittle aktuell, denn die Pressesprecherin sei in einen schlimmen Unfall verwickelt gewesen. Eine hohe Kaution müsse nun unverzüglich gezahlt werden, sonst drohe eine Gefängnisstrafe, möglicherweise sogar Isolationshaft. Das Gefängnis wurde als sehr düster und kalt beschrieben.

Da die Polizistin fast täglich mit dieser Art von Betrug zu tun hat, erkannte sie schnell die Masche. Sie spielte mit und sagte, dass sie sich sehr freue, der Mitarbeiterin von „Europol“ Arbeit abzunehmen und ihrem Arbeitgeber, der Polizei Aachen, von dem Vorfall zu berichten. An der anderen Leitung blieb es still, kurze Zeit später legte der Betrüger auf.

„Hier ist Europol“ – das steckt hinter der Betrugsmasche

Nicht immer läuft ein derartiger Betrugsversuch gleich ab. Es gibt auch eine andere Möglichkeit: Per Telefon meldet sich eine englische Stimme und teilt mit, dass mit der Identität des Angerufenen Straftaten begangen wurden. Anschließend wird der oder die Angerufene aufgefordert, die Ziffer 1 zu drücken. Laut Polizei erklärt die Stimme dann auf Englisch, dass sie mit der Aufklärung der Straftaten beauftragt wurde. Es gäbe nun eine Möglichkeit, dem Einfrieren des Kontos entgegenzuwirken, indem das Geld auf Zahlungskarten transferiert wird, zum Beispiel von Anbietern wie „Google Play“, „Paysafe“ oder weiteren Guthabenkarten, so die Stimme weiter.

Eine weitere beliebte Betrugsmasche, bei der man wachsam bleiben muss, sind gewisse WhatsApp-Nachrichten. Immer wieder gibt es Nachrichten, bei denen man misstrauisch werden sollte. (ots/spo) Fair und unabhängig informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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