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Explosion in Chempark Leverkusen: „Rauchwolke zieht bis nach Bochum“

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Von: Johanna Werning

Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr stehen unweit einer Zufahrt zum Chempark über dem eine dunkle Rauchwolke aufsteigt.
Eine schwere Rauchwolke zieht bis ins südliche Ruhrgebiet © Oliver Berg/dpa

Im Chempark Leverkusen kam es zu einer Explosion. Die riesige Rauchwolke zieht bis ins südliche Ruhrgebiet. Betroffen sind Bochum, Essen und Hattingen.

Essen – Eine Explosion im Chempark Leverkusen versetzt das südliche Ruhrgebiet in Alarmbereitschaft. Denn bei der Explosion einer Tankanlage wurden nicht nur mehrere Menschen schwer verletzt, es bildete sich auch eine gefährliche Rauchwolke mit Schadstoffen, so der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf Nachfrage von 24RHEIN.

Explosion in Chempark Leverkusen – über diese Städte zieht die Rauchwolke

Explosion in Chempark Leverkusen – Rauchwolke bis nach Essen, Hattingen und Bochum

Bereits in mehreren NRW-Städten lösten die Warnapps „Katwarn“ und „Nina“ aus. Anwohnerinnen und Anwohner werden dazu aufgerufen, Fenster und Türen zu schließen. Denn mit der Rauchwolke können sich auch giftige Schadstoffe verteilen. „Von Leverkusen aus zieht die Wolke in Richtung Nord-Nord-Ost raus“, so der DWD weiter. „Aktuell zieht sie über Solingen in Richtung Mettmann“ (Stand: 13:15 Uhr). In der Stadt Solingen haben bereits Sirenen ausgelöst, um die Menschen zu warnen. Am Stadtgebiet von Mettmann zieht die dunkle Wolke „knapp östlich“ vorbei.

Explosion in Chempark Leverkusen – Anwohner sollen Fenster und Türen schließen

Die Rauchwolke und die Schadstoffe ziehen über mehrere Städte. Feuerwehr, Warnapps und Stadtverwaltungen warnen Anwohnerinnen und Anwohner, Fenster und Türen zu schließen.

Von Mettmann zieht die Rauchwolke inklusive Schadstoffen in Richtung Heiligenhaus. „Die Rauchwolke zieht weiter bis nach Bochum.“ Dabei handelt es sich um kleinere Ausläufe. Diese sind zusätzlich auch bis Essen und Hattingen möglich. „Das wäre dann gegen 14 Uhr der Fall“, so der DWD am Dienstagmittag weiter. „Ob die Schadstoffe dort aber auch noch stark sind, ist fraglich.“ Immerhin liegen zwischen Leverkusen und Essen Hauptbahnhof knapp 60 Kilometer.

Explosion in Chempark Leverkusen – Stadt Hattingen warnt vor „Geruchsbelästigungen“

Wie die Stadt Hattingen in einem Facebookpost mitteilt, kommt es nach der Explosion im Chempark Leverkusen auch in Hattingen „zu Geruchsbelästigungen durch Brandrauch“. Die Situation sei jedoch als „unkritisch“ einzustufen, erklärt die Stadt. Dennoch beobachten die Feuerwehren im Ennepe-Ruhr-Kreis und der Stadt Hattingen die „Entwicklung der Lage“ weiterhin.

Explosion in Chempark Leverkusen – Anwohner sollen Fenster und Türen schließen

Anwohnerinnen und Anwohner sollen laut Feuerwehr und Warnapps Fenster und Türen schließen. Zusätzlich soll das betroffene Gebiet in Leverkusen-Wiesdorf großräumig umfahren werden. Unter anderem sind aufgrund der Explosion die A1, A3 und die A59 um Köln und Leverkusen gesperrt.

Explosion in Chempark Leverkusen – „keine Gefahr“ für Köln und Düsseldorf

Auch in Köln lösten die Warnapps „Katwarn“ und „Nina“ aus. Die Feuerwehr Köln habe vorsichtshalber in mehreren Stadtteilen Messungen durchgeführt. Diese haben jedoch„keine Auffälligkeiten ergeben“, so die Stadt Köln. Auch Düsseldorf bleibt von möglichen Schadstoffen verschont. Die Rauchwolke sei östlich an der Stadt vorbeigezogen, erklärt dwd weiter. (jw)

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