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Explosion im Chempark Leverkusen: Chemische Reaktion soll Ursache sein

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Eine dicke Rauchwolke über dem Chempark Leverkusen. Dafür mehrere Einsatzfahrzeuge und Kräfte der Feuerwehr.
Eine chemische Reaktion soll zur Explosion im Chempark Leverkusen geführt haben (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Die Explosion im Chempark Leverkusen soll durch eine chemische Reaktion des Abfalls passiert sein. Beim Unglück Ende Juli starben sieben Menschen.

Leverkusen – Im Fall der schweren Explosion im Chempark Leverkusen mit sieben Toten haben sich die Hinweise verdichtet, dass eine chemische Reaktion des Abfalls das Unglück ausgelöst hat. Dies hätten experimentelle Untersuchungen des Abfalls, der in dem explodierten Tank gelagert wurde, ergeben, teilte die Bezirksregierung Köln am Dienstag mit. Die Ergebnisse der Untersuchungen habe ein Sachverständiger jetzt in seinem zweiten Zwischenbericht vorgelegt.

Explosion im Chempark Leverkusen: Chemische Reaktion soll Ursache sein

Danach soll die chemische Reaktion mit zunehmender Temperatur zu einem rapide ansteigenden Überdruck im Lagertank geführt haben. Dieser habe trotz der vorhandenen Tank-Sicherheitssysteme nicht mehr abgebaut werden können. Die Selbsterwärmung des Abfalls verbunden mit einem Druckanstieg sei durch die Experimente bestätigt worden.

Es habe sich um eine sich selbst beschleunigende Reaktion gehandelt. „Damit wäre bestätigt, dass der Abfall in Bürrig oberhalb der Selbsterwärmungstemperatur gelagert und so die Reaktion in Gang gesetzt wurde“, hieß es in der Mitteilung.

Explosion im Chempark Leverkusen: Weitere Untersuchungen folgen

Bereits in der Vergangenheit sei dieser Abfall einer dänischen Firma in anderen europäischen Anlagen verbrannt worden. Nach Erkenntnissen der Bezirksregierung Köln habe er dort keine Unfälle verursacht. Die Bezirksregierung will jetzt weitere Untersuchungen des Sachverständigen abwarten, bevor Schlussfolgerungen aus dem Ereignis und Konsequenzen gezogen werden können.

Bei der Explosion in Leverkusen am 27. Juli waren sieben Menschen ums Leben gekommen. 31 Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Explosion eingeleitet. Sie will herausfinden, ob menschliche Fehler zu dem Unglück geführt haben. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Düsseldorf passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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