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Nach Explosion in der Geisterbahn: Muss Kölner (41) in den Knast?

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Von: Mick Oberbusch

Nach einer Explosion in einer Geisterbahn auf der Annakirmes in Düren am 2. August wurde Anklage gegen den Täter (41) erhoben. Ihm droht sogar Gefängnis.

Köln – Er marschierte mit einer Cola-Zero-Flasche bewaffnet in die Geisterbahn, war Protagonist in der Sendung „Aktenzeichen XY“ – und muss nun möglicherweise ins Gefängnis: Die Staatsanwaltschaft Aachen hat Anklage gegen den 41-jährigen Kölner erhoben, der Anfang August dieses Jahres für eine Explosion in der Geisterbahn auf der Annakirmes in Düren gesorgt hatte. Da besagter Mann zusätzlich im Verdacht steht, auch auf einer Kirmes in Düsseldorf für einen chemischen Knall gesorgt zu haben, droht ihm nun eine Strafe: Möglicherweise muss der „Cola-Bomber“ für fünf Jahre ins Gefängnis.

Kölner sorgte auf Annakirmes in Düren für Geisterbahn-Explosion

Auf der Annakirmes ließ der Kölner nach früheren Angaben der Ermittler am Nachmittag des 2. August eine Plastikflasche explodieren. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hatte er handelsübliche Zutaten vermischt, die ein Gas bildeten – der Druck ließ die Flasche zerbersten. Auch eine Explosion in einer Geisterbahn auf der Düsseldorfer Kirmes soll er rund zwei Wochen nach dem Vorfall in Düren herbeigeführt haben. In diesem Fall laufen die Ermittlungen laut Staatsanwaltschaft Düsseldorf aber noch.

Nach Explosion in der Geisterbahn in Düren: 41-jähriger Kölner Protagonist bei „Aktenzeichen XY“

Verdächtiger auf einem Fahrgeschäft auf der Annakirmes
Hier fährt der Tatverdächtige mit der Geisterbahn auf der Annakirmes in Düren. Später stellte er sich der Polizei. © Polizei Düren

Zweifelhaften Ruhm erfuhr der 41-Jährige zudem durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ mit Rudi Cerne. Die Polizei zeigte dort ein Foto des Verdächtigen in einer Gondel der Geisterbahn. Mit Erfolg: Wenig später stellte sich der Kölner und kam vorübergehend in Untersuchungshaft. Aufgrund der identischen Spuren war für die Ermittler schnell klar, dass der Mann auch in Düsseldorf zugeschlagen hatte. In beiden Fällen war jedoch glücklicherweise niemand verletzt worden. Schließlich wollte sich der Täter laut Eigenaussage auch nur „einen Spaß erlauben“.

Fünf Jahre Haft? Explosion in der Geisterbahn könnte für Kölner (41) böse Folgen haben

Angeklagt wurde der 41-Jährige, der zu dem Vorfall zunächst geschwiegen hatte, im Fall der Annakirmes von der Staatsanwaltschaft Aachen wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und versuchter gefährlicher Körperverletzung. Laut Amtsgericht muss die Anklage nun noch zugelassen werden, ein Prozesstermin stehe daher noch nicht fest. Laut Strafgesetzbuch drohen dem Mann in dem einen Fall bis zu fünf Jahre Haft. (mo mit dpa)

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