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Explosion in Chempark Leverkusen: Überblick, was wir wissen – und was nicht

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Von: Nina Büchs

Explosion in Chemiepark Leverkusen Großeinsatz nach Explosion in Chemiepark in Leverkusen! Massive Rauchsäule, Bevölker
Im Chempark in Leverkusen ist es am Dienstagvormittag zu einer Explosion mit anschließendem Brand gekommen. Ein Mitarbeiter kam dabei ums Leben. © Tim Oelbermann/Imago

Am Dienstag kam es im Chempark Leverkusen zu einer Explosion. Ein Mitarbeiter starb, mehrere wurden verletzt – einige werden noch vermisst.

Leverkusen – Großeinsatz am Dienstagvormittag in Leverkusen: Im Chempark ist es gegen 09:40 Uhr zu einer Explosion mit anschließendem Brand im Tanklager des Entsorgungszentrums Bürrig gekommen, teilte der Chempark-Betreiber „Currenta“ mit. Feuerwehrkräfte waren direkt vor Ort, die Polizei berichtete von einer „unübersichtlichen Einsatzlage“. Wenig später wurde bekannt: Es gibt mehrere Verletzte, Vermisste und sogar einen Toten. Ein Überblick über die Ereignisse vor Ort – und darüber, was wir wissen und was nicht.

Explosion im Chempark Leverkusen: Das ist passiert

Eine dunkle Rauchwolke steigt über dem Chemiepark auf. Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr sind im Einsatz.
Bei Leverkusen war am Dienstag nach der Explosion im Chempark eine große, schwarze Rauchwolke zu sehen. © Mirko Wolf/dpa

Dienstagmorgen im Chempark Leverkusen: Als es gegen 09:40 Uhr zur Explosion kam, waren im Chempark-Werk etwa 50 bis 60 Mitarbeiter beschäftigt. Bei der Explosion habe sich anschließend auch ein Brand im Tanklager des Entsorgungszentrums entwickelt. Insgesamt drei Tanklager standen in Flammen, so Chempark-Leiter Friedrich bei einer Pressekonferenz. Schnell lösten auch Warn-Apps wie „NINA“ und „KATWARN“ aus. Im Internet kursierten Fotos der schwarzen Rauchwolke. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ordnete das Ereignis in die Warnstufe „Extreme Gefahr“ ein. Zudem wurden Autobahnen im Umkreis streckenweise gesperrt.

Wenige Minuten nach den ersten Meldungen über das Unglück in Leverkusen teilte ein Pressesprecher von Currenta gegenüber 24RHEIN mit, dass es „mehrere Verletzte“ gegeben hätte. Mittags lieferte der Betreiber des Chemparks dann konkretere Informationen: Insgesamt seien 16 Personen bei dem Ereignis verletzt worden, fünf Mitarbeiter werden vermisst. Gegen 13:30 Uhr dann eine weitere, schockierende Nachricht: „Rettungskräfte der Werkfeuerwehr Chempark haben einen vermissten Mitarbeiter nur noch tot bergen können. Wir sind tief betroffen über diesen tragischen Unfall und den Tod eines Mitarbeiters. Unser besonderes Mitgefühl gilt vor allem den Angehörigen, aber auch den Kollegen, die mit ihm zusammengearbeitet haben“, twitterte der Chempark.

Explosion in Leverkusen: Das ist bislang noch unklar

Bislang noch unklar ist, wie es zu der Explosion gekommen ist. Bis sich diese Frage jedoch beantworten lässt, könnte noch etwas Zeit vergehen. Denn wie Lars Friedlich, Leiter des Chemparks sagte, liege die Priorität erst einmal auf der Suche nach weiteren Vermissten. Friedrich sagte, er hoffe, dass die anderen Vermissten noch lebend gefunden werden können. Die Identität des Toten könne noch nicht angegeben werden, fügte er hinzu.

Leverkusen: Explosion in Chempark – das ist die aktuelle Lage vor Ort

Am Nachmittag war der Brand im Tanklager gelöscht. Die schwarze Rauchwolke hat sich hingegen weiter ausgebreitet. Eine Gefahrenmeldung wurde auch in Solingen ausgegeben, zudem waren die Leverkusener Stadtteile Opladen und Bürrig besonders betroffen. Dort wurden Spielplätze geschlossen, Obst aus den Gärten soll dort besser nicht gegessen werden. Anwohner werden weiter gebeten, zu Hause zu bleiben und Fenster und Türen geschlossen zu halten, so der Leverkusener Feuwehrchef Greven. (nb)

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