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Annakirmes Düren: Explosion in Geisterbahn – Polizei vermutet Zusammenhang zu Rheinkirmes-Vorfall

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Von: Mick Oberbusch, Oliver Schmitz

Verdächtiger auf einem Fahrgeschäft auf der Annakirmes
Hier fährt der Tatverdächtige mit der Geisterbahn auf der Annakirmes in Düren. Später stellte er sich der Polizei. © Polizei Düren

Annakirmes Düren: Nach einer Explosion in der Geisterbahn hat sich ein Kölner der Polizei gestellt. Dem Betreiber, war er zuvorr als „suspekt aufgefallen“.

Update vom 4. August, 15:18 Uhr: Nach der Explosion einer präparierten Plastikflasche in einer Geisterbahn auf der Annakirmes in Düren (Nordrhein-Westfalen) ist der Verdächtige in Untersuchungshaft genommen worden. Das sagte ein Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft am Donnerstagnachmittag der Deutschen Presse-Agentur. Dem 40-Jährigen würden das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Der Haftbefehl bezieht sich nur auf den Vorfall in Düren. Die Ermittler gehen nach dpa-Informationen aber davon aus, dass der Mann vor zwei Wochen auf der Rheinkirmes in Düsseldorf einen ähnlichen Sprengsatz in einer Geisterbahn ausgelöst hat. Nach dpa-Informationen sah die Plastikflasche in Düren (eine Diät-Cola-Marke) genau wie die in Düsseldorf aus. Auch wurde in Düsseldorf – wie bei der Annakirmes – Alufolie gefunden.

Der 40-Jährige hatte sich am Mittwochabend der Polizei gestellt, nachdem ein Foto von ihm in der TV-Sendung „Aktenzeichen XY“ gezeigt worden war. Das Motiv des Verdächtigen blieb zunächst unklar. Er schwieg laut Polizei zunächst.

Annakirmes Düren: Explosion in Geisterbahn – Täter fiel Betreiber schon vorher auf

Update vom 4. August, 11:33 Uhr: Nach der Flaschen-Explosion in einer Geisterbahn auf der Annakirmes in Düren wurden Konsequenzen gezogen. „Die Sicherheitskontrollen wurden verschärft, Flaschen werden jetzt genauer überprüft. Zudem gibt es ein Flaschenverbot in Innenräumen wie der Geisterbahn“, sagt Bert Cremer, Vorsitzender des Dürener Schaustellerverbands, auf 24RHEIN-Anfrage.

Der tatverdächtige Mann aus Köln war dem Betreiber der Geisterbahn bereits zuvor „suspekt aufgefallen“, weshalb man ihn anschließend weiter beobachtet habe. Laut Cremer habe man dadurch auch schnell auf den Rauch reagieren können, weshalb „nichts weiter passiert sei“. Entgegen der bisherigen Meldungen habe es aber gar keine wirkliche Flaschenexplosion gegeben. Es gab wohl eine kurze chemische Reaktion, woraufhin Rauch entstanden war.

Die Schausteller seien nach dem Vorfall am Dienstagabend (2. August) jedoch „auf keinen Fall verunsichert“, ganz im Gegenteil habe man laut Cremer jetzt ein „gutes Gefühl“. „Wir sind froh, dass der mutmaßliche Täter gefasst wurde“, ergänzte der Schausteller-Chef.

Düren: Kölner stellt sich nach Annakirmes-Explosion – Zusammenhang mit Rheinkirmes?

Update vom 4. August, 10:38 Uhr: Derzeit laufen die Ermittlungen zu der Explosion in einer Geisterbahn auf der Annakirmes in Düren. Der Tatverdächtige aus Köln wurde zur Vernehmung nach Düren gebracht, verweigert aber bisher die Aussage, berichtet der WDR. Dem 40-jährigen Mann wird vorgeworfen, eine chemische Substanz freigesetzt zu haben. Sollte sich das bestätigen, würde wegen versuchter gefährliche Körperverletzung und dem Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion gegen ihn ermittelt.

Erst vor zwei Wochen war es auf der Rheinkirmes Düsseldorf 2022 zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Ein Unbekannter hatte, ebenfalls in einer Geisterbahn, eine Flüssigkeit verschüttet. Wegen dieser klaren Parallelen prüft die Polizei derzeit auch, ob es einen Zusammenhang zwischen den Fällen geben könnte, meldet die Zeitung Rheinische Post.

Annakirmes Düren: Explosion in der Geisterbahn – 40-jähriger Kölner stellt sich

Update vom 4. August, 9:14 Uhr: Der mutmaßliche Randalierer von der Annakirmes in Düren wurde festgenommen. Es handelt sich um einen 40 Jahre alten Mann aus Köln. Er soll am Dienstag (2. August) gegen 17 Uhr auf der Dürener Kirmes eine Explosion durch eine chemische Reaktion in einer PET-Flasche herbeigeführt haben. Am Mittwochabend wurde sein Fahndungsfoto auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ gezeigt. Nach der Ausstrahlung bei Aktenzeichen XY gingen bei der Polizei bereits mehrere Hinweise zu dem Mann ein.

Gegen 22:20 Uhr stellte sich der 40-jährige Kölner bei der Polizei. „Er wurde vorläufig festgenommen, die Ermittlungen dauern derzeit an“, teilt die Polizei Düren mit. Die Ermittler bewerten den Zwischenfall auf der Kirmes als versuchte gefährliche Körperverletzung sowie Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion.

Annakirmes Düren: Mann lässt in der Geisterbahn was explodieren - Foto zeigt ihn kurz vor der Tat

Erstmeldung vom 3. August, 20:43 Uhr: Düren – Tatort Annakirmes in Düren: Am Dienstag, 2. August, gegen 17 Uhr, wurde die Polizei Düren von einem Betreiber eines Fahrgeschäftes auf der Annakirmes über einen Zwischenfall in Kenntnis gesetzt. Er hatte während des Betriebs ein Knallgeräusch und einen beißenden Geruch im Inneren der Bahn festgestellt. Bei einer Nachschau konnte eine zerborstene PET-Flasche und zusammengerolltes Alupapier aufgefunden werden. Der Betreiber lüftete den Innenbereich über eine Rauchabzugsanlage und führte den Betrieb fort.

Düren: Mann randaliert auf der Annakirmes – chemische Reaktion erzeugt Knall

Es konnten keine Sach- oder Personenschäden festgestellt werden. Auf der Rheinkirmes in Düsseldorf vor zwei Wochen hatte es einen vergleichbaren Fall gegeben. In Düren konnte von dem Fahrgeschäft Videomaterial gesichert werden, auf dem zu sehen ist, wie der Tatverdächtige einen Gegenstand in eine Flasche drückt. Dies führte zu einer chemischen Reaktion, die sich durch den lauten Knall bemerkbar machte.

Annakirmes in Düren – wer kann den Tatverdächtigen aus der Geisterbahn identifizieren?

Es kam bislang zu keinem bekannten Personenschaden. Es werden Zeugen gesucht, die den Tatverdächtigen identifizieren können, aber auch Zeugen oder Geschädigte, die sich zu dieser Zeit in dem geschlossenen Fahrgeschäft befanden und sich unter Umständen kleinere Verletzungen nicht erklären können. Die Annakirmes hat überdies aktuell auch mit steigenden Energiekosten zu kämpfen. (ots/mo) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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